Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2005)

VOLKSWETTER Haut« Morgan ANZEIGE DIE TAGESZEITUNG FÜR LIECHTENSTEIN 
Froh« Festtag« wünscht: kMaleratefier Boss AG MIT AMTLICHEN PUBLIKATIONEN VORPROJEKT Was die Regierung be­ treffend Schul- und Profilentwicklung auf der Sekundarstufe I be­ schlossen hat. 3 
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DIENSTAG, 27. DEZEMBER 2005 BUTT IM IX Unfriedliches Weihnachtsfest BREGENZ - Keine friedliche Weihnachtszeit erlebte die Polizei in Lustenau. Bei einer Aus­ einandersetzung in einer Bar wurden am frü­ hen Sonntagmorgen eine Person schwer und vier weitere Personen leicht verletzt. Auch ein Polizist erlitt Verletzungen. An der Schlägerei war unter anderem auch ein 23-jähriger Schweizer beteiligt. Als zwei Polizisten den Sachverhalt aufnehmen wollten, eskalierte die Situation. Mehrere Lokalbesucher mischten sich ein, darunter auch Skinheads. (sda) Jahr 2005 war viel zu trocken BERN - 2005 war es in der Schweiz viel zu trocken. Dies, obwohl während der Hochwas­ serkatastrophe im August immense Regen­ mengen zu Boden fielen. Vor allem in der Westschweiz und im Tessin regnete es im Ver­ gleich zum langjährigen Durchschnitt zu we­ nig. In der Romandie fielen 10 bis 20 Prozent zu wenig Niederschlag, im Tessin bis zu 40 Prozent. 
Vor allem im Herbst war es zu trocken, wie SF-Meteo am Montag mitteilte. Im Wallis fiel nur ein Drittel des erwarteten Niederschlags, in der Bündner Herrschaft nicht viel mehr. Die fehlenden Niederschlags­ mengen haben im Kanton Tessin dazu geführt, dass der Grundwasserspiegel stark sank. Nach den ebenfalls trockencn Jahren 2003 und 2004 fehlen in Lugano rund 1000 Liter Regen pro Quadratmeter. Die extreme Trockenheit wurde durch das sonnige Wetter noch verstärkt, (sda) BPATIIINHALT Wetter 2 
Sport 11-16 Kino 
2 Kultur 
17 Inland 
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19 Wirtschaft 7-10 International 20 www.volksblatt.il 20052 9 "77 Fr. 1.80 128.MHRMNG.NR.295 ANZEICi 
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GEDULD Weshalb der geschafts- fuhrende Direktor der Centrum Bank auf die Philosophie des Ver­ trauens setzt. 7 
SPENGLER CUP Wie Gastgeber Davos in die 79. Auflage des Spengler-Cups startete und wie sich das Team Canada schlug. "J 
ENDGÜLTIG Was die neu gegründe­ te Partei von Ariel Scharon bei einem Wahlsieg endgültig festlegen will. 20 Ein Jahr danach Tsunami-Katastrophe - Liechtenstein leistet rund 6 Millionen Franken Hilfe VADUZ - Zehntausende Men sehen haben gestern in zahlrei chen Ländern Asiens an die Op fer der verheerenden Tsunami Katastrophe vor einem Jahr ge dacht. Die Katastrophe hatte weltweit eine enorme Spenden­ bereitschaft ausgelöst. Auch in Liechtenstein wurde so viel ge­ spendet wie nie zuvor. • Martin Ritch Durch den Tsunami vor einem Jahr verloren gemäss offiziellen Anga­ ben mindestens 216 (XX) Menschen ihr Leben. Die riesige Flutwelle richtete in den betroffenen Gebie­ ten enorme Schäden an. 2,3 Millio­ nen Männer, Frauen und Kinder wurden obdachlos. Die ganze Welt versuchte zu helfen; Nach UN-An- gaben wurden nach der Katastro­ phe Hilfen in Höhe von rund 13 Milliarden Dollar zugesagt. Auch die liechtensteinischen Hilfswerke konnten durch die über­ wältigenden Solidarität der Bevöl­ kerung rund 4 Mio. Franken an Spenden entgegennehmen. Allein in den ersten vier Tagen bis 31. De­ zember 2004 
gingen beispielsweise 600 000 Fr. beim Liechtensteini­ schen Roten Kreuz (LRK) ein. Regierung verdoppelte Die Regierung sagte damals dem Liechtensteinischen Roten Kreuz und der Caritas Liechtenstein spon­ tan eine Verdoppelung ihrer Spen­ deneinnahmen zu. Diese 2 Millio­ nen Franken des Landes wurden und werden gemäss Angaben des Amtes für auswärtige Angelegenheiten in den kommenden Jahren 
folgender-Studentinnen 
während einer dar gestrig an Gedenkveranstaltung für die Tsunami-Opfer in Jakarta, Indonesien. „ massen verwendet werden. Im ver­ gangen Jahr gingen 350 (XX) Fran­ ken an die Schweizerische Direk­ tion für Entwicklung und Zu­ sammenarbeit (Deza) für das Pro­ jekt «Cash for Host Fainilies» in Sri Lanka. Dabei wurden Personen unterstützt, die Tsunami-Opfer bei sich aufgenommen haben. Weitere 100 (XX) Franken gingen an das Uno-Entwicklungswerk (UNDP). Diese Mittel wurden für den Wiederaufbau von Infrastruk­ tur auf den Seychellen verwendet. Die restlichen 1,55 Millionen Franken sind für die kommenden vier Jahren budgetiert. Diese wer­ den in den Jahren 2006 bis 2009 tranchenweise an das LRK und die Caritas Liechtenstein überwiesen. 
Mit den Geldern sollen Rehabilita- tions- und Wiederaufbauprojekte in den betroffenen Regionen finan­ ziert und durchgeführt werden. LRK und Caritas Liechtenstein Das LRK hatte bis Mitte 2005 rund 1,3 Millionen Franken Spen­ dengelder für Soforthilfe und Wiederaufbau ausgeschüttet. Bis heute ist noch einmal die selbe Summe investiert worden. Unter anderem 780 000 Franken für den Wiederaufbau einer Insel in Indo­ nesien, wie Marianne Marxer, LRK-AuslandshiJfe, auf Anfrage mitteilte. Dieses Projekt wurde durch Erzbischof Malcom Ranjith, den LRK-Präsidentin 1. D. Landes­ fürstin Marie persönlich kennt, 
überwacht und geleitet. Des Weite­ ren unterstütze das LRK die kleine Organisation «Simple Wisdom» in Sri Lanka mit 100000 Franken. Die Organisation hilft Schulen und Familien mit den notwendigsten Dingen. Mit gut 450 000 Franken unter­ stützte das LRK weiters den Wiederaufbau einer Schule der Ma- ristenbrüder auf Sri Lanka. Bis En­ de dieses Jahres sollen sechs Klas­ senzimmer bezugsfertig sein, wie Maxer sagte. «Die restlichen Beträ­ ge werden wir weiter für den Wiederaufbau verwenden.» Dabei werde man wie bisher sorgfältig ab­ wägen und nur mit dem LRK be­ kannten Organisationen zusammen­ arbeiten. 
«Lieber warten wir etwas länger», so Marxer. Man werde si­ cher noch die nächsten drei Jahre an Projekten und Vorhaben in Folge der Tsunami-Katastrophe arbeiten. «Ganz gezielt Kleinprojekte» unterstützte Caritas Liechtenstein, wie Präsidentin Marina Kieber auf Anfrage sagte. Mit den insgesamt rund 551 000 Franken eingegange­ nen Tsunami-Spenden wurden un­ ter anderem die Maristenbrüder auf Sri Lanka bedacht. Spenden gingen auch an Caritas Schweiz. Noch sind 30 000 Franken sowie die von der Regierung gesprochenen Gel­ der zu verteilen. Diese wolle man den bereits unterstützten Projekten zu Gute kommen lassen, so Kieber. Damit eine nachhaltige Hilfe gar­ antiert sei. Nachhaltige Hilfe ist laut Uno auch dringend nötig. Insgesamt werden die Verluste der betroffenen Länder auf über 10 Milliarden Dol­ lar geschätzt. 
Letzte Seite Neue Weltordnung Aufruf von Papst Benedikt XVI. ROM/BETHLEHEM - in seiner ersten Weihnachtsansprache als Papst hat Benedikt XVI. die Gläubigen zu einer «neuen Weltordnung» des Friedens und der Gerechtigkeit aufgerufen» Die christliche Botschaft der Nächs­ tenliebe könne dem Menschen die Kraft geben, sich «für den Aufbau einer neuen Weltordnung einzuset­ zen, die auf gerechten ethischen und wirtschaftlichen Beziehungen gegründet ist», sagte Benedikt am ersten Weihnachtstag in Rom. An­ schliessend spendete er vor 40 000 Gläubigen und Touristen den tradi­ tionellen Segen urbi et orbi (der Stadt und dem Erdkreis) und sprach die Weihnachtsgrüsse in 32 Sprachen. Die Weihnachtsbot­ schaft wurde vom Fernsehen in mehr als 70 Länder übertragen. Auch der Weihnachtsgottcs- dienst in Bethlehem in der Nacht 
Papst spendet Segen urbi et orbi. auf ersten Weihnachtsfeiertag stand im Zeichen des Friedens. Erstmals seit Jahren herrschte trotz eisigen Regens wieder weihnacht­ liche Feststimmung. (sda) 
Alle Jahre wieder Grosser Sachschaden bei drei Bränden ST. GALLEN - Brände haben am Weihnachtsabend In den st gal­ lischen Gemeinden Engelburg, Oberriet und Abtwil grossen Sachschaden angerichtet Per­ sonen wurden nicht verietzt Der Brand in einem neu gebauten Mehrfamilienhaus in Engelburg wurde von Anwohnern entdeckt. Die Feuerwehr konnte den Brand­ herd im Obergeschoss lokalisieren und löschen. In Oberriet geriet am Sonntagabend 
ein Doppeleinfami­ lienhaus in Brand. Die im Wohn­ zimmer feiernden Hausbewohner wurden darauf aufmerksam, als Glutstücke vom Dach fielen. Die Feuerwehr konnte das Feuer zwar rasch löschen, doch der Sachscha­ den ist beträchtlich. Grösserer Schaden entstand auch beim Brand in einem Geschäft für Kleiderreini­ gungen im Säntispark in Abtwil. Beim Eintreffen der Feuerwehr 
Brandgefährtlclw Weihnacht. war das Feuer durch die Sprinkler­ anlage bereits beinahe gelöscht. Das Löschwasser gelangte aber in benachbarte Geschäfte und musste abgepumpt werden. (sda) )
	        

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