Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2005)

VOLKSWETTER •i* D o° ANZKIGE DIE TAGESZEITUNG FÜR LIECHTENSTEIN MIT AMTLICHEN PUBLIKATIONEN SERVUS AIRBUS Wo der auf den Namen Liechtenstein getaufte Airbus nun fliegt, wie er heute heisst und was dazu führte. g 
00423 237 51 51 AZ 9494 SCHAAN 
SAMSTAG, 10. DEZ EMBER 2005 VOLKS BLATT 
MIX SBB verzeichneten 7,5 Prozent mehr Reisende BERN - Der Fahrplanwechsel für die Bahn 2000 hat den SBB innert Jahresfrist 7,5 Pro­ zent mehr Reisende gebracht. Die Erfolgsbi­ lanz wird allerdings getrübt durch grosse Be­ triebsstörungen und ungenügende Pünktlich­ keit auf wichtigen Strecken. SBB-Chef Bene­ dikt Weibel will die Qualität 
verbessern. (AP) Neue Regionen im Visier BADRAGAZ- 2006 stehen der sankt-gallisch- glarnerischcn Tourismusdestination Heidi- land unverändert rund l,l Millionen Franken zur Verfügung. Schwergewichtig sollen Zü­ rich und Süddeutschland bearbeitet werden. Gemäss Budget der Trägerorganisation Tou- rismusverband Sarganserland-Walensee ver­ fügt die Geschäftsstelle der Ferienregion Hei- diland in Sargans für Marketing und Ver­ kaufsförderung Über6l4 (XX) Franken. Unter anderem werden 175 (XX) Broschüren und Handbücher hergestellt und verteilt und vier Messen in Deutschland besucht. Wie Heidi- land-Direktor Marco Wyss am Donnerstag an der Budgetversammlung in Bad Ragaz sagte, konzentrieren sich die Marketinganstrengun- gen im Winter auf den Raum Zürich und im Sommer auf Süddeutschland. 50 (XX) Franken werden eingesetzt für gemeinsame Auftritte mit dem Heidi-Musical, das 2006 erneut in Walenstadt aufgeführt wird. Die Einnahmen stammen aus verschiedenen Quellen. 400 000 Franken kommen vom Kanton St. Gallen und 175 000 Franken von den 15 Mit­ gliedsgemeinden rund uin Walenscc und Gonzen. Die 30 privaten Mitglieder zahlen 532 000 Franken. Das sind Touristik-, Hotel- und Gastrovereine, Skischulen, Bergbahnen und andere Transportfirmen. (sda) MIN HALT Wetter 2 
Sport 25-28 Kino 
2 Kultur 
35-39 Inland 
3-12 TV 
42+43 Wirtschaft 13-24 
International 44 www.volksfelatt.li im 
1 HI 
I I 
 £ >0049 I INI Iii 9 771812''60100 
J I 
Ulli Fr. 1.80 128.MHREAN6, NR. 282 
Tal. «423/237 51 51 Verbund SUdottsdnmlz ANZi.lOI: postillion reisen nix ww «MB » wwwpoddkxil Totale Sonnenfinsternis in der Türkei (29. März 06) Buchen Sie noch heute das einmalige Erlebnis für nur CHF 936- Flug nach Antalya retour! 7 Tage im 5* Hotel mit All Inclusive! + Spezialprogramm! Tel. +423 232 65 65 * E-Mail ©postillion. Ii 
GEDENKEN Was am Tag der Men­ schenrechte am Gym­ nasium unternommen wurde und mehr zu diesem Gedenktag. ~J 
ANALYTISCH Was der Preisträger des Bankenverband-Awards Roger Hilty an seiner Arbeit bei LGT Capital Partners schätzt. 
0 
WM-Los Auf wen die Schwei­ zer Nati in der Vorrun­ de der Fussball-WM 2006 in Deutschland trifft. 27 Ergebnis mit Abstrichen Liechtenstein nächste Woche am WTO-Ministertreffen in Hongkong VADUZ - Der nächste Woche In Hongkong stattfindende WTD- Gipfel hat im Vorfeld für kontro­ verse Diskussionen gesorgt. Botschafter Norbert Frick, Liechtensteins Ständiger Ver­ treter bei der WT0 In Genf, rechnet zwar nicht mit einem Scheitern des Gipfels, aber mit einem Ergebnis mit Abstrichen. * Martin Froremtt t Die vorrangige Aufgabe der Welt­ handelsorganisation (WTO) be­ steht weiterhin in der schrittweisen Liberalisierung des Welthandels. Derzeit gibt es 15 bedeutende Ver- handlungsthcmen. Einfach ausge­ drückt geht es einerseits um die Weiterentwicklung des WTO-Re- gelwerks in praktisch allen Berei­ chen, andererseits um weitere Li­ beralisierungen im Marktzugang für industrielle und gewerbliche Waren, Agrarprodukte und Dienst­ leistungen. Ein wichtiges Neben­ ziel ist die Berücksichtigung der spezifischen Situation und Anlie­ gen der Entwicklungsländer. Die Minister, darunter auch Liechten­ steins Aussenministerin Rita Kie- bcr-Beck, erwartet ab kommendem Dienstag auf jeden Fall ein mehrtä­ tiger Verhandlungsmarathon. Als Stolperstein schlechthin gelten nach wie vor die Agrarverhandlun- gen. Abbau von Zöllen Für Liechtenstein und seine Wirt­ schaft stehen nicht die Agrarver- handlungen, über welche in den Medien seit Wochen berichtet wird, sondern die Verhandlungsbereiche «Handel mit Industriegütern und gewerblichen Waren» und «Handel 
Nach Aussage von Aussenministerin Rita Kleber-Beck ist Liechtenstein auf eine erfolgreiche Ministerkonferenz in Hongkong angewiesen. mit Dienstleistungen» im Zentrum des Interesses. Auf Volksblatt-An- frage sagte Botschafter Norbert Frick: «Bei dem für Liechtenstein wichtigen Warenverkehr geht es um den Abbau von Zöllen und um an­ dere nichttarifäre Handelsbe­ schränkungen sowie um Handelser­ leichterungen. Bei den Dienstleis­ tungen geht es um die weitere Li­ beralisierung der Dienstleitungser­ bringung. Alle diese Liberalisierun­ gen sind im Interesse Liechten­steins. 
Im Gegensatz dazu sind die liechtensteinischen Interessen beim Handel mit Agrarprodukten defen­ siver Natur.» «Scheitern wird es nicht» Die bevorstehende WTO-Minis- terkonferenz hätte eigentlich den Abschluss der laufenden Welthan­ delsrunde, der so genannten «Doha- Runde», einläuten sollen. Da je­ doch die Positionen bei den grossen Themen weiterhin stark ausein­ander 
liegen, wurden nach Aussage von Norbert Frick die Erwartungen inzwischen erheblich zurückge­ schraubt: «Scheitern wird der WTO-Gipfel nicht, aber es wird nicht das herauskommen, was man sich ursprünglich erhofft hat. Ich gehe davon aus, dass man in Hong­ kong mehr erreichen will als eine blosse Standortbestimmung und man im Sinne der Entwicklungs­ länder ein gewisses Paköt schnüren wird.» Nach Einschätzung von Bot­ schafter Frick wird es deshalb im kommenden Frühjahr wohl ein weiteres Ministertreffen benötigen, um die Doha-Runde doch noch zu . Ende bringen zu können. Liech tenst e: vitales Interesse Wie Aussenministerin Rita Kie- ber-Beck gegenüber dem Volksblatt sagte, ist Liechtenstein auf eine er­ folgreiche Ministerkonferenz in Hongkong und einen erfolgreichen Abschluss der Runde im kommen­ den Jahr angewiesen: «Ein Schei­ tern der Runde würde das multila­ terale Handelssystem schwächen oder sogar gefährden. Entspre­ chend setzt sich Liechtenstein im Rahmen seiner Möglichkeiten für einen positiven Verlauf der Ver­ handlungen ein.» Liechtensteins vi­ tales Interesse an verlässlichen internationalen Spielregeln und ei­ nem möglichst ungehinderten Zu­ gang zu den Weltmärkten zeigt sich allein schon daran, dass es kaum ei­ ne andere derart stark international verflochtene Volkswirtschaft wie die liechtensteinische gibt. Rund 40 Prozent der liechtensteinischen Ex­ porte - alle ausserhalb des EWR- Raums - fallen unter die WTO-Re- geln. Seite 3 Tarmed: Kosten werden voll übernommen Krankenkassen stellen klar: Patienten müssen Rechnungen nicht selbst bezahlen VADUZ - «Wenn die Regierung den Tarmed auf 2006 einführt, dann werden wir diese Kosten aus der Grundversicherung zu 100 Prozent bezahlen», stellte gestern Abend Reinhard Beck, Präsident des Liechtensteini­ schen Krankenkassenverban­ des (LKV) gegenüber Radio Liechtenstein klar, dass die Pa­ tienten nicht die Rechnungen selbst bezahlen müssen. • Martin Frwawt t Der ablehnende Entscheid zur An­ wendung des Tarifsystems Tarmed seitens der Ärztekammer hat den Verhandlungspartner LKV offen­ sichtlich erstaunt. LKV-Präsident Reinhard Beck: «Wir waren sehr überrascht über diesen Entscheid.» LKV-Präsident Beck vermutet, 
dass die Verhandlungen aus finan­ ziellen Gründen geplatzt sind: «Warum sie gescheitert sind, war unserer Ansicht nach die finanziel­ le Seite. In der letzten Verhand­ lungsrunde ging es um das Geld und dort hat die Ärzteschaft den Entscheid gefallt, dass sie die Verhandlungen abbrechen wollen.» Strukturelle Bedenken Die Ärztekammer dagegen hält fest, dass es ihr «nicht um einzelne Details wie zum Beispiel den Tax­ punktwert» gehe, sondern um «we­ sentliche strukturelle Bedenken gegenüber dem Tarifsystem». Unter anderem schreibt die Ärztekammer: «Die Ärzte nehmen bewusst einen vertragslosen Zustand in Kauf.» «Sehr gut bewährt» Diese strukturellen Bedenken der 
Ärztekammer vermag der Kranken­ kassenverband nicht zu teilen. Auch ist LKV-Präsident Beck überzeugt, dass Tarmed für die Ärzte gegen­ über der heutigen Abrechnungspra­ xis keine Schlechterstellung mit sich bringt: «Das kann sicherlich nicht sein, denn die Schweiz rech­ net bereits seit über zwei Jahren mit Tarmed ab und das hat sich dort sehr gut bewährt.» Dass die Ärzte­ kammer durch die Tarmed-Einfüh- rung gar den heutigen Notfalldienst gefährdet sieht, ist für Beck eben­ falls nicht nachvollziehbar: «Ich kann mir das nicht vorstellen, denn was hat in den letzten zwei Jahren die Schweiz gemacht? Dort hat es auch funktioniert.» Patienten nicht Leidtragende Für Reinhard Beck ist ganz klar, dass bei diesem Streit letztlich 
nicht die Patienten die Leidtragen­ den sein und Gefahr laufen dürfen, die Behandlungskosten von den Krankenkassen nicht ersetzt zu be­ kommen: «Das darf nicht sein. Schliesslich hat der Versicherte einen Vertrag mit uns Krankenkas­ sen und wir werden diese Leistun­ gen gemäss Gesetz erbringen.» Der LKV-Präsident betonte, dass die Krankenkassen weiterhin bei der Grundversorgung die «Kosten zu 100 Prozent» übernehmen, wenn die Regierung den Tarmed per 2006 einführt. Die derzeit diesbe­ züglich auftauchenden Fragen - beispielsweise: wer muss die Dif­ ferenz bezahlen, wenn ein einzel­ ner Arzt eine höhere Abrechnung in Rechnung stellt, weil er den Tar­ med nicht anwendet - werden der­ zeit eingehend geprüft, so Rein­ hard Beck. Seite 6 i I
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.