Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2005)

DONNERSTAG, 1. DEZEMBER 2005 
blatI I WIRTSCHAFT 15 SCHWEIZ Jahrosteuerung im November auf 1 Prozent abgeschwächt NEUENBURG - Die Jahresteuerung in der Schweiz hat sich im November auf 1,0 Pro­ zent abgeschwächt. Im Oktober betrug die Rate 1,3 Prozent, im November letzten Jahres 1,5 Prozent. Das gab das Bundesamt für Sta­ tistik (BFS) gestern bekannt. Innert Monats­ frist ging die Teuerung um 0,3 Prozent zu­ rück. Der Landesindex der Konsumentenprei­ se erreichte damit den Stand von 105,4 Punk­ ten (Mai 2000 = 100). Die Abnahme ist hauptsächlich auf tiefere Preise für Benzin, und Heizöl zurückzuführen, wie das BFS schreibt. (sda) m Schweizer Börse erteilt Hemer lner||lsl(iNizefii BKW Verweis BERN - Die Schweizer Börse SWXhat dem Berner Energiekonzera BKW einen Verweis erteilt. Die Gesellschaft bat im Geschäftsbe­ richt für 2004 gewisse Stromhandelsverträge falsch dargestellt Als Folge wurde ein um 1,15 Milliarden Franken überhöhter Umsatz ausgewiesen. Die BKW. d^zur ^|MiMil9aM)^n|^pn^^VugnutzuBg. uvoa ^ wurden» als ;:*ji<̂&htüicHe Kaufverträge und verbuchte sie Uter die Erfolgsrechnung. Gemäss den Rech- nungslegungsvorschriften (IFRS) müssen sie "Iber als Fmanzinstnimente in der Bilanz er- fasst werden. ' Die BKW FMB Energie AG habe damit Be­ stimmungen des Kotierungsreglements der Börse verletzt, teilte die SWX am Mittwoch mit Im'Unterschied zum Umsatz, dar als Fol­ ge inkorrekten Vorbuchung zu hoch ausge­ wiesen wurde, wurden aber Gewinn! und Ei­ genkapital im Geschäftsbericht 2004 nur un­ bedeutend beeinflusst. (sda) 
Weltmeister im Schützen Economiesuisse zur WTO-Ministerkonferenz in Hongkong: Kritik an der Schweiz ZÜRICH - Dar Wlrtschatadach- verband Economiesulsse krftf- slert dl« Haltung dar Schwab angesichts dar anitahandan Mlnlsterfconferenz dar Walthan- dalsorganisatlon 
(WT0) in Hangkang: Dia Schwatz vartai- diga ainan iibarsptüten Agrar- protektionismus. «Anstatt sich offensiver für die An­ liegen der volkswirtschaftlich be­ deutsamen Exportwirtschaft einzu­ setzen, verbrauchen unsere Behör­ den zu viel Zeit und Energie für die Verteidigung der 
Agrarfiront», sagte Gregor Kündig von der Economie- suisse-Geschäftsleitung gestern bei der Präsentation des Positionspa­ piers zur WTO-Konferenz von Mit­ te Dezember. Es könne nicht darum gehen, die Landwirtschaft aufzuge­ ben, 
sagte Economiesuisse-Ge- schäftsleiter Rudolf Ramsauer. Der Agrarsektor sei allerdings weltweit viel stärker geschützt als die Indu­ strie. «Und die Schweiz ist dabei absoluter Weltmeister», sagte Ram­ sauer. Auch bei den Dienstleistun­ gen steche die Schweizer Politik in der Doha-Runde nicht überall mit grosszügigen Offerten hervor, sagte Kündig: 
Diese Position kontrastiere mit den von der Wirtschaft gefor­ derten raschen Liberalisierungs­ schritten in den Bereichen Indust­ riegüter, Dienstleistungen und Han-• 
"* 1 i ' s V * V Ecanomiesuisse-SeschiHtslelter Rudolf Ramsauer. delserleichterungen. Diese seien für Schweizer Unternehmen und ihre Arbeitsplätze von existenziel- ler Bedeutung. «Wir fordern des­ halb von der offiziellen Schweizer Delegation in Hongkong, dass sie in oberster Priorität für die wettbe­ werbsfähigen Arbeitsplätze und Unternehmen in diesem Land (...) kämpft», sagte Ramsauer. Die Verteidigungshaltung der of­ fiziellen Schweiz beim Thema 
Landwirtschaft entspreche nicht den volkswirtschaftlichen Realitä­ ten und Prioritäten. Die Exportna­ tion Schweiz könne es sich nicht leisten, in den WTO-Verhandlun- gen die Bremserrolle zu überneh­ men. «Hongkong darf nicht scheitern» Sollte die WTO-Ministerkonfe- renz scheitern, würde das mulitlate- rale Handelssystem empfindlich 
geschwächt. Für die Schweiz, die jeden zweiten Franken im Ausland verdiene, wären die Folgen be­ sonders gravierend, sagte Ramsau­ er. Nach dem Misserfolg in Cancun vor zwei Jahren dürfe die Minister­ konferenz in Hongkong nicht scheitern. Zölle wag Ein multilaterales Handelssystem mit klaren Regeln sowie durchsetz­ baren Rechten und Pflichten schüt­ ze insbesondere kleine Nationen vor Protektionismus und Diskrimi­ nierung durch andere Staaten. Die Bedeutung zeige sich an den bevölkerungsmässig fast gleich- grossen China und Indien, sagte ABB-Schweiz-Verwaltungsratsprä- sident Rolf Schaumann. Nach dem WTO-Beitritt seien die chinesi­ schen Zölle für ABB auf rund 10 Prozent gesunken. Heute erziele der Konzern aus der Schweiz her­ aus einen Umsatz von 250 Mio. Fr. im Reich der Mitte. Indien erhebe dagegen Zölle von 50 bis 70 Prozent für ABB-Produk- te. Der Umsatz aus der Schweiz heraus belaufe sich für ABB ledig­ lich auf 20 Millionen Franken pro Jahr, sagte Schaumann. Economie­ suisse setze sich für eine allmähli­ che Abschaffung der Zölle ein, sag­ te Kündig. (sda) Es kann noch besser gehen Ethos-Rating zu Corporate Governance: Fortschritte, aber noch Nachholbedarf ZÜRICH - Schwelzar Unternah­ men haben in Sachen Itanspa- renz sowie bei Internen Fiih- rungs- und Kantrollsyatemen Fortschritte gemacht. In Ihrem dritten Rating zur Corporate ßo- veraanca ortet die Anlagestif­ tung Ethos aber weiteren Ver- basseningsbedarf. Gute Noten attestiert Ethos den Unternehmen bezüglich der Revi­ sionsorgane, der Kapitalstruktur und der Mitwirkungsrechte der Ak­ tionäre, wie aus dem gestern vorge­stellten 
Bericht hervorgeht. Bei der Zusammensetzung des Verwal­ tungsrates und bei der Information bestehe aber noch Nachholbedarf, sagte Ethos-Direktor Dominique Biedermann vor den Medien in Zü­ rich. Insbesondere in den Prüfungs­ ausschüssen seien zuwenig Vertre­ ter mit finanziellen Kompetenzen vertreten. Mehr Details Bei der Information an die Aktio­ näre fordert die Anlagestiftung De­ tails, die Uber die Erfordernisse der 
Richtlinie der Schweizer Börse (SWX) hinausgehen. So sollten Angaben zur Struktur des Aktiona- riates veröffentlicht, aber auch die Maximalhöhe der Boni für das Ka­ der festgesetzt werden. Unter Corporate Governance werden Regeln verstanden, welche in einem Unternehmen die Rolle und die Machtverhältnisse zwi­ schen der Geschäftsleitung, dem Verwaltungsrat, dem Kontrollor­ gan, den Aktionären und allen an­ deren Anspruchsgruppen bestim­ men. Ziel einer ausgewogenen Cor­porate 
Governance ist die nachhal­ tige Wertsteigerung eines Unter­ nehmens für alle Anspruchsgrup­ pen. (fresse besser als kleine Allgemein schnitten beim dies­ jährigen Test die grössten Schwei­ zer Unternehmen (SMI) besser ab als kleinere. Festgestellt hat Ethos aber auch, dass Unternehmen mit einem Grossaktionär, der mehr als ein Drittel hält, schlechter ab­ schneiden als Unternehmen mit breit gestreutem Aktienbesitz, (sda) ANZEIGE Peter Paul Rubm, Detail aus «Porträt des Alton und Nikolaus Rubens», um 1626/27 O SammfungefTdes Fürsten von und ÜU 
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