Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2005)

DONNERSTAG, 10. NOVEMBER 2005 VOLKS 
| | LAIS! D LESERMEINUNG Die Folterungen im Mutterleib! Was ist Folter? Ist Folter nicht das Zufügen von Schmerz und Qual an Lebenden? Alie Welt verachtete die Greueltaten der Nazi-Ver­ brecher und der Stalinisten! 
Die Folterungen im Irak sind in Erinnerung! Ein Embrio, der sich nicht wehren und fliehen kann im Mut­ terleib wird hilflos den Peinigern ausgeliefert und nicht 
geschützt! Doch wann beginnt die Folter, der Schmerz und die Qualen? Nie­ mand darf töten, zerstückeln und auf diese Weise überdrüssiges Leben beseitigen! Das ist Mord! Sind das Ärzte, die so Schreckli­ ches tun?! Nicht alle Gynäkologen und He­ bammen tun das freien Willens! Laut Leser­ brief! Ich kann nicht mehr schweigen (Volks­ blatt, 5. 11.05 von Doris Marxer)! Beten und bitten wir für diese jungen Gynäkologen und Hebammen, die unterschreiben müssen, dass sie an Abtreibungen mitwirken! Der allmäch­ tige 
Gott möge diesen jungen Menschen hel­ fen und die seelischen Wunden heilen, die ih­ nen Verbrecher zugefügt haben! Doch wie sieht das bei Ihnen aus? Ja: ich meine Sie, ja, Sie, die diese Zeilen lesen? Könnten Sie einen wehrlosen Embrio im Mutterleib zerdrücken und so überdrüssiges Leben beseitigen? Könnten Sie einen alten, kranken, wehrlosen Menschen vergiften? Wie das in Holland gang und gäbe ist? Eine deutsche Frau sagte mir, sie habe aus Holland einen Telefonanruf erhalten und wurde dringend von Holländern gebeten, sie solle sie nach Deutschland brin­ gen, sie hätten Angst, vergiftet zu werden (ab­ gespritzt)! Nicht nur die Mörder sind schul­ dig, ja auch jene, die wegschauen und weghö­ ren. Bedenken Sie, was für eine Verantwor­ tung Sie bei Ihrer Stimmabgabe haben! Wie schreibt folgerichtig Frau Denis Marxer (Le­ serbrief Volksblatt, 5. 11. 05): «Der Gegen­ vorschlag dient nur dem einen Zweck, die Annahme der Initiative <Für das Leben> zu verhindern!» Ich bitte Sie inständig, geben Sic mit Ihrer'Stimme dem ungeborenen Le­ ben die Möglichkeit, das Licht der Welt zu er­ blicken und schützen Sie das menschliche Le­ ben von der Empfängnis an bis zum natür­ lichen Tod! Der ewige Richter wird Sie sicher dafür belohnen. Du sollst nicht töten! Alle nur erdenkliche Hochachtung vor den beiden Abgeordneten Marlies Amman-Marxer und Günter Kranz, die den Mut hatten, als einzige im Landtag für die Initiative «Für das Leben» zu stimmen! Alle Hochachtung vor euch bei­ den! Hochachtungsvoll Anton Smola, Balzers 
LESERMEINUNGEN Anmerkung der Redaktion Unter der Rubrik Lesermeinungen veröffent­ lichen wir Meinungen unserer Leserinnen und Leser. Wir bitten Sie, die maximale Län­ ge von 2500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht zu überschreiten. Je früher wir die Le­ serbriefe erhalten, um so eher erscheinen die­ se bereits am Folgetag. Briefe, die uns nach 18 Uhr erreichen, können wir nicht mehr am Folgetag veröffentlichen. Besten Dank. Die Redaktion 
Das Rehen eines ungeborenen Kindes Alles geht nach Gottesplan und so fängt auch mein Leben an. Mutter schau, ich bin noch klein, kann nicht reden, kann nicht schrein, in deinem Schosse, warm umgeben von deinem Blute, deinem Leben, wachse ich empor zum Licht. Mutter, ich flehe, töte mich nicht. Ich möchte zu dir Mutter sagen, wenn mich deine Arme tragen, möcht' dir Hand und Wange strei­ chen, dir liebevoll die Händchen reichen, ich möchte deinen Worte lauschen, fröhlich mit dir Blicke tauschen und selig schauen dein Gesicht. Mutter, ich flehe, 
töte mich nicht. Ich will mit dir durchs Leben ge­ hen, mit dir zu Gott um Gnade flehen. Ich will dir helfen Schweres tra­ gen, ich werde dir oft danke sagen, dass du mir gabst das Leben, Tiefbauamt im Strassenfieber Nun wissen es alle: Das Tiefbauamt plant zusammen mit Vaduz und Triesen eine Umfahrungsstrasse zwischen Rheindamm und Sied­ lungsgebiet. Ziel ist eine Fortset­ zung der Nordspange Schaan bis zum Industriegebiet Triesen. Der Gemeinderat Vaduz hat bereits die Linienführung beschlossen, Triesen legt im Verkehrsrichtplan die ent­ sprechende Fortsetzung fest. Mit den Strassenprojekten sollen gemäss Volksblatt vom 9. Novem­ ber vor allem die «Stauprobleme» des Arbeitsverkehrs «entschärft» werden. Doch der Stau ist nicht Problem, sondern Symptom. Das Problem ist die Verkehrspolilik. Die geplanten Strassenprojekte sind keine «Ersatzstrassen», son­ dern Umfahrungsstrassen. Sie ge­ nerieren zusätzliche Kapazität und zusätzlichen Verkehr. Sie konkur­ renzieren alle laufenden und ge­ planten Bestrebungen, einen mög­ lichst grossen Anteil des wachsen­ den Arbeitsverkehrs auf den öffent­ lichen Verkehr oder den Langsam­ verkehr umzulenken. Eine Einla­ dung an die 15 000 einheimischen Arbeitskräfte, ihre kurzen Arbeits­ wege zwei- bis viermal täglich mit dem Privatauto zurückzulegen -ich 
will es weitergeben. Mutter, höre was Gott spricht, Mutter ich flehe, töte mich nicht. Josef Berlinger, Eschen Nach dem Schweigen Mit den Äusserungen des Initiativ­ komitees (Initiative für das Leben und der Menschenwürde) in den Landeszeitungen sowie im schwei­ zerischen Femsehen sind ausländi­ sche 
Berichterstatter unerwünscht für ihr Vorhaben in Liechtenstein. Für die Initianten ist ihr Vorgehen eine innerstaatliche Angelegenheit. Schon allein das Ausschliessen an der menschlichen Wertediskussion der schweizerischen Nachbarn ver­ letzt die 
Menschenwürde. Nach dem Schweigen von Frau D. Marxer, Hebamme, in den Me­ dien werden unter anderem Gynä­ kologen und Hebammen gezwun­ gen, mit ihrer Unterschrift an den Eingriffen von unerwünschten Schwangerschaften mitzuwirken. Es stellt sich nun die Frage, was die geschriebene liechtensteinische Gesetzgebung von heute dazu sagt. 
Was kann heute vor der Volksab­ stimmung die liechtensteinische Ärztekammer und die liechtenstei­ nische Staatsanwaltschaft nach Mitteilung von solchen Vorkomm­ nissen unternehmen?. Elmar Bürzle-Frick, Heraweg 29 Balzers KDA bestellt weiterhin im Haus St. Laurentius Wir, die unterzeichneten Mitarbei­ terinnen und Mitarbeiter der Kon­ takt* und Beratungsstelle Alter (KBA) möchten zum Artikel der Scnioren-Pressegruppc «Wir im Dialog», die von Ronald Kaiser ge­ leitet wird, wie folgt Stellung neh­ men: Im Juni dieses Jahres wurde das KBA-Team vom Verwaltungsaus- schuss der LAK über die bevorste­ hende Neuorganisation der KBA informiert. Vor bereits zwei Jahren wurden wir davon in Kenntnis ge­ setzt, dass es Umstrukturierungen geben wird mit dem Ziel, die Kern­ aufgaben der KBA weiter auszu­ bauen. Dass hierfür die Ressourcen FORUM freie Fahrt um den Au-Krcisel. Die Lebensqualität für die Bevölkerung wird nicht besser. Im Gegenteil, das wertvolle Erholungsgebiet zwi­ schen den Dörfern und dem Rhein geht verloren. Das wiederum be­ deutet mehr Freizeitverkehr... eine Strasse ist eine Strasse ist eine Strasse... Offene Fragen Auch wenn die Strassenprojekte bereits im Fünfjahresplan des Tief­ bauamtes 
festgeschrieben sind - ein Funke Hoffnung bleibt. Denn es' gibt noch viele offene Fragen: Wo­ her nimmt das Land das Geld? Werden hunderte von Bodenbesit­ zerinnen und -besitzern ihr Land ohne Widerstand verkaufen oder abtauschen? Wird die Landwirt­ schaft ohne Ersatz auf das wertvol­ le Kulturland verzichten? Wie wird die Regierung im Rahmen der Um- weltverträglichkeitsprüfung die Feststellung der «Umweltverträg­ lichkeit» rechtfertigen? Wieviel sind uns Landschaft und intakte Le­ bensräume wert? Ja zum öffentlichen Verkehr Während das Tiefbauamt Stras­ senprojekte plant, möchte die Re­ gierung noch immer die Frage klä­ ren, ob der öffentliche Verkehr oder der motorisierte Individualverkehr 
und Kompetenzen der Mitarbeiter­ innen und Mitarbeiter der KBA weiterhin genutzt werden sollten, wurde klar zum Ausdruck ge­ bracht. Die eingeleiteten Schritte der LAK wurden mit den Mitarbei­ tenden der KBA im Voraus abge­ stimmt. Auch der Dienststellenlei­ ter wurde im Voraus persönlich und schriftlich von der Geschäftslei­ tung der LAK wie auch von den beiden Mitarbeiterinnen über den Umzug der Arbeitsplätze infor­ miert. Dieses Vorgehen wird von uns Mitarbeiterinnen und Mitarbei­ tern unterstützt. Mit dem Artikel der Pressegrup- pc «Wir im Dialog» wird eine ein­ seitige Sichtweise vermittelt. Wir bedauern dies, weil dadurch offen­ bar mehr Verwirrung statt Klarheit in der Öffentlichkeit entsteht. Wir Mitarbeiterinnen und Mitar­ beiter der KBA sehen den Verände­ rungen und der Neuorganisation positiv entgegen und freuen uns auf eine 
zukünftig konstruktive und kooperative Altersarbcit. Die Mitarbeitenden der KBA: Trudy Gstöhl, Barbara Banzer, Eva Nigsch, Andreas Pfister besonders zu fördern sei. Die Ant­ wort liegt in der Schublade: Es ist Zeit, schwerpunktmiissig auf den öffentlichen Verkehr und den Lang­ samverkehr zu setzen. So denken gemäss einer Umfrage der Regie­ rung 59 Prozent der Bevölkerung. Nur gerade 8 Prozent bevorzugen den schwerpunktmässigen Ausbau des  Autostrassennetz.es.  Dies ist auch aus volkswirtschaftlicher Sicht der lohnendste Weg. Die Ge­ sundheitskosten sinken, der Stand­ ort Liechtenstein behält seine at­ traktiven Naherholungsräume im Tal räum. Wirksame Planungsinstrumente Und die Landesplanung? Sie sammelt gehorsam alle Pläne und Anweisungen der Gemeinden, des Tiefbauamtes und der Regierung. Der Landesrichtplan, genauer der Teilrichtplan Verkehr, ist gemäss Interpellationsbcantwortung der Regierung eine «relevante politi­ sche Vorgabe». In Wirklichkeit ist er aber ein Sammelsurium aller möglichen und unmöglichen Infra­ strukturprojekte - ohne Richtplan­ aussagen und ohne rechtliche oder politische Verbindlichkeit. Die Re­ gierung pflegt die Gemeindericht- pläne ohne Referenz auf überge­ ordnete Planungsinstrumente oder Strategien zu genehmigen. Nicht 
nur im Bereich Verkehr verläuft die räumliche Entwicklung ungeord­ net. Wir fordern ein schnelles Ende der paradoxen «bottom-up»-Pla- nung und eine Raum- und Ver­ kehrsplanung, die ihren Namen verdient. Für die LGU: Regula Mosberger, Geschäftsführern) AN/I ICil F E D E R E R AUGENOPTIK GRÜNAUSTRASSE 25 CH-9470 BUCHS TEL +41 (0)81 750 05 40 www fcderor-augcnoptik.ch AS/f KJI m 
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