Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2005)

24 I KULTUR & EVENTS 
ff Stefan Vögel gibt Schreibtipps Der Vorarlberger Erfolgsautor und Kabarettist will von Liechtenstein aus junge Talente fördern. Herr Vögel, Sie haben in Eschen eine Schreibwerkstatt gegründet. Das Projekt „Glanz und Gloria" wurde bereits ausgezeichnet. Zeigen Autorin­ nen und Autoren Interesse? Vögel: Das Interessante ist, dass wir schon Bewerbungen hatten, bevor die Ausschreibung hinausgegangen ist. Wer soll sich konkret angesprochen fühlen? Vögel: Alle, die wirklich für die Büh­ ne schreiben wollen. Wobei uns wich­ tig ist, dass wir die handwerkliche Qualität der Leute bereits sehen kön­ nen. Wie groß könnte die Gruppe sein, die Sie ausbilden? Vögel: Wir haben vor, jeweils zehn bis zwölf Leute intensiv ein Jahr zu be­ treuen. Haben Sie die Möglichkeit, die Besten an Bühnen zu vermitteln? Vögel: Ja, das soll so sein. Wir haben schon Gespräche mit einigen Bühnen geführt. Ahn­ liche 
Projekte gibt es bei­ spielsweise in London. Ich weiß, dass es Illusion ist, nach einem Jahr zehn gute Theater­ stücke zu haben. Aber ich 
den- Facts & Infos • Zwei Vögel-Premieren gibt es dem­ nächst in Vorarlberg: Ab 22. Oktober spielt die Fußacher Theatergruppe die „Gschäftlemacher" und am 11. November der Spielkreis Götzis „Süßer die Glocken". 
ke, so zwei, drei spielbare Stücke wären als Ziel realistisch. Vier Komödien von Stefan Vögel wurden und werden auf vielen deutschsprachigen Bühnen gespielt. Sind schon weitere fertig? Vögel: Eines ist halb fertig, ein weite­ res quasi fertig. Zuletzt, etwa bei „Die süBesten Früchte", ging es um Freundschaft und Liebe. Was ist nun das Thema? Vögel: Es geht um einen alten Mann und ein junges Mädchen. Er 
will nicht sterben und sie will nicht leben. Es ist aber eine Komödie. Sie stehen nun in „Solo" wieder als Kabarettist auf der Bühne. Haben Sie vor, weiterhin sozusagen zwei­ gleisig zu fahren? Vögel: Ich gehe rein nach dem Lust­ prinzip vor. Ich trage drei bis vier Stoffe mit mir herum, einer kristallisiert sich dann heraus und 
den setze ich um. „Eine gute Partie" von Stefan Vögel wurde auch vom Vbg. Landestheater gespielt.
	        

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