Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2005)

SAMSTAG, 1. OKTOBER 2005 •latt! INLAND 
6 Aus DEIM GEMEINDEN Schaan: Pachtgemeinschaft SCHAAN - Am 6. Oktober 2005 wird die Landwirtschaftliche Pachtgemeinschaft Schaan mit einem offiziellen Gründungsakt auch formell ihre Tätigkeit aufnehmen. Dies geht aus dem Newsletter der Gemeinde her­ vor. Der Gemeinderat habe die Statuten, das Reglement und die Standardverträge für die Vermittlung von Pachtboden genehmigt. Die Pachtgemeinschaft ist eine von der Ge­ meinde getragene Stiftung, die für die treu­ händerische Verwaltung von privaten und ge­ meindeeigenen Landwirtschaftsböden zustän­ dig ist. Als Hauptziel der Stiftung wird die Verbesserung der Arrondierung auf Grund der sehr ausgeprägten Parzellierung formuliert. Heute bewirtschaftet ein Schaaner Landwirt­ schaftsbetrieb rund 80 bis 100 Parzellen. Aus diesem Grund tauschen die Bauern bereits heute gegenseitig Flächen zur Bewirtschaf­ tung ab. Dadurch verbessere sich die Arron­ dierung für die Betriebe, ohne dabei die Be­ sitzverhältnisse zu ändern. Die Landwirt­ schaftliche Pachtgemeinschaft funktioniert nach dem gleichen Prinzip, sei jedoch wesent­ lich stabiler und effizienter. (pk) Wochenend- und Nachtdienst t | SCHAAN - Im Rahmen der Betreuung be- j tagter und pflegebedürftiger Einwohnerinnen | und Einwohner nimmt die Familienhilfe Schaan-Planken als zusätzliches Angebot ei­ nen Nacht- und Wochenenddienst in den Leistungskätalog auf. Der Gemeinderat hat die Familienhilfe beauftragt, ihre Dienstleis­ tungen auszuweiten. Die Notwendigkeit des Wochenend- und Nachtdienstes ergebe sich i 
vor allem aus den beschränkten Kapazitäten in der stationären Pflege und der Tatsache, dass die Menschen immer älter werden. Das I kürzlich eröffnete Haus St. Laurentius ist voll belegt, weil vorübergehend auch die Betagten aus Vaduz bis zur Fertigstellung des Neubaus i 
in Schaan untergebracht sind. Deshalb kom- i 
rae die Familienhilfe und die Gemeindekran- j kenpflege derzeit auch aus diesem Grund ver- ; mehrt zum Einsatz. (pk) Nachbarschaftliche Solidarität RUGGELL - Die vor über 40 Jahren gebau­ te Pfarrkirche der Gemeinde Nofels bedarf ei­ ner Sanierung, welche voraussichtlich zwi- j 
sehen 700 000 und 750 000 Euro verschlin­ gen wird. Die Pfarrei Nofels bat die Gemein­ de Ruggell deshalb um einen Unterstützungs­ beitrag, hat diese doch bereits eine Spende für die Renovation des 
Mesnerhauses St. Corneli vor vier Jahren entrichtet. Der Gemeinderat erklärte sich grundsätzlich bereit dazu, «im Sinne der gut nachbarschaftlichen Beziehun­ gen» einen Beitrag für diese Aktion zu leis­ ten; einstimmig wurde die Summe auf 5000 Franken festgelegt, verbunden mit dem Wunsch, die Gemeinde Ruggell «als Spender in geeigneter Form nach aussen sichtbar zu machen». (mh) Neues Transportfahrzeug .RUGGELL - Schon bei Sitzungen im März und April dieses Jahres hat der Ruggeller Ge- > meinderat über die Anschaffung eines Mann­ schaftstransportfahrzeugs für die Feuerwehr beraten. Diese wurde jedoch beide Male zu­ rückgestellt, da der Antrag «nicht ausreichend begründet» gewesen sei. «Es entstand viel­ mehr der Eindruck, dass der Beschaffungsan­ trag 
mit der geplanten Aufhebung von Sub- ventionierungen von Feuerwehrfahrzeugen zusammenhängt», heisst es dazu im Protokoll der aktuellen Gemeinderatssitzung. In der Zwischenzeit hat die Feuerwehr einen pro­ funderen Beschaffungsantrag verfasst; darin wird die Notwendigkeit eines neuen Fahr­ zeugs ausführlich begründet. Zudem empfeh­ le das Konzept der Regierung zu diesem The­ ma aus dem Jahr 1997 die Beschaffung eines solchen Fahrzeugs für die Gemeinde Ruggell. Gemäss Richtöfferten ist mit Ausgaben von 97 000 bis 131 000 Franken zu rechnen, wo­ bei 30 Prozent vom Land und 10 Prozent von der Stiftung für Brandschutz übernommen werden. Der Gemeinderat erklärte sich schliesslich «mit der Anschaffung eines Mannschafitstransportfahrzeugcs im Rahmen des Budgets 2006» einverstanden. (mh) 
Neues Zentrum geplant Gemeinde Triesen diskutiert über eine Erweiterung des Gemeindezentrums TRIESEN - Das Gemeindezen­ trum Triesen soll erwettert wer­ den. Oer fiameinderat nahm ei­ ne erste Studie zur Kenntnis und will das Projekt nun welter «erfolgen. «Ptttr IQmH « Im Juni dieses Jahres beauftragte die Gemeinde Triesen ein Architek- turbüro mit der Erarbeitung einer Studie zur Erweiterung des Orts­ zentrums. Nun wurde die Studie dem Gemeinderat präsentiert. Die Kosten der vorgeschlagenen Sanie­ rung, Erweiterung und Fernwärme- heizung werden auf 7,5 Mio. Fran­ ken geschätzt, wobei die vorhande­ ne Bausubstanz allerdings vorab nicht untersucht wurde. Alleine rund 2 Mio. Franken würde die Fernwärmeheizung mit Holzschnit­ zelfeuerung kosten. Archivfrage vor Kläning Die Vertreter der Triesner Bauver­ waltung erklärten im Gemeinderat, dass die vorgestellte Erweiterung mittel- bis langfristig die Bedürf­ nisse abdecken kann. «Vor allem die Archivfrage könnte gelöst werden», geht aus dem Gemeinderats­ protokoll hervor Laut Vorsteher Xa­ ver Hoch sei 
dies eine vordringliche 
Das Iriesmr Gemeindezentrum: Im Gemeinderat wurde nun eine Studie für eine Erweiterung zur Kenntnis ge­ nommen. Aufgabe, zumal das Gemeindege­ setz die Gemeinden verpflichtet, ein vor Schäden un,d Einbruch gesicher­ tes Archiv einzurichten. Gemäss Protokoll kamen die Räte zum Ent- schluss, an der Erweiterung des Orts­zentrums 
festzuhalten. Der Antrag der Bauverwaltung ging dem Ge­ meinderat allerdings zu weit. Der Gemeinderat ist «weder bereit, noch aus finanzpolitischen Gründen in der Lage, bereits jetzt die in den Fol­gejahren 
vorgeschlagenen Bauetap­ pen und das weitere Vorgehen fest­ zulegen», so das Protokoll. Einstim­ mig wurde in der Folge beschlossen, das Projekt auf vorliegender Basis weiter zu bearbeiten. USV-Tombola 2005: Und die Siegeriii ist NENDELN - Gioia Ritter aus Mauren heisst die Gewinnerin des Hauptpreises der Tombola 2005 des USV Eschen-Mauren. Sie gewann einen Mazda 2 im Wert von 18 200 Franken, ge­ sponsert von der Garage Wohl- wend AG, Nendeln. Unser Bild zeigt die glückliche Gewinnerin Gioia Ritter zusam­ men mit USV-Präsident Wolfgang Marxer und Franz Wohlwend an­ lässlich der Preisübergabe. Herzliche Gratulation und allzeit gute Fahrt. (PD) TODESANZEIGE In deine Hände legeich meinen Geist. Mit traurigem Herzen, in Liebe und Dankbarkeit, nehmen wir Ab­ schied von unserer Schwester, Tante, Gotta und Schwägerin Elsi Büchel-Döbeli 13. Mai 1909 - 29. September 2005 Nach einem reich erfüllten Leben, voll Liebe, Güte und Herzlichkeit, ist sie im Kreis ihrer Lieben friedlich eingeschlafen. Balzers, Hinwil, Zug, 29. September 2005 In stiller Trauer: Arnold Döbeii-Eichmann Heidi Meier-Döbeli Christel und Elmar 
Frick-Bikhel und Anverwandte Den.Seelenrosenkranz beten wir am Samstag, 2. Okiober, und Montag, 3. Ok­ tober 2005, jeweils um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Balzers. Der Trauergottesdienst mit anschliessender Urnenbeisetzung findet am Dienstag, 4. Oktober 2005, um 10 Uhr in der Pfarrkirche Balzers statt. Traueradresse: Ramschwagweg 46,94% Balzers * 
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LESERMEINUNG Auf mich kommt es an Kennen Sie die Neigung, die Schuld an Unfällen anderen in die Schuhe zu schieben? Die Frauen Afrikas, wo die wirt­ schaftlichen und Mitweltverhält­ nisse am stärksten durch die Industrieländer zerstört werden, sehen das anders. Von ihnen stammt der Grundsatz: «Wenn vie­ le kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine gute Dinge tun, wird bald die ganze Welt besser.» Wie jedes engagierte Vereinsmit­ glied zum Erreichen der Vereins­ ziele beiträgt, so trägt jeder Mit­ welt bewusste Bürger zur Schön­ heit der Heimat und zur Gesund­ heit der Welt bei. Das gilt auch für den Glauben. Ein Beispiel dafür ist der Bruder Klaus, der als Einsiedler Frieden stiftete. Jede Glaubensgemein­ schaft ist so gut wie ihre Mitglie­ der. Dazu eine wahre oder doch geistreich erfundene Geschichte: Pfarrer X. aus Y. teilte in der Lo­ kalzeitung den Tod seiner Kirche mit und setzte die Trauerfeier auf den Sonntag 11 Uhr fest. Die Anzeige löste nicht nur in Y. lebhafte Diskussion aus. Am Sonn­ tag war die Kirche schon um 10.30 Uhr voll. Um 11 Uhr bestieg der Pfarrer die Kanzel: «Meine lieben 
Freunde! Sie haben mir klar ge­ macht, dass Sie überzeugt sind, un­ sere Kirche sei tot, ohne Hoffnung auf Wiederbelebung. Ich möchte Ihre Meinung auf die letzte Probe stellen. Bitte, gehen Sie einer nach dem andern an diesem Sarg vorüber und sehen Sie sich die Tote an. Dann verlassen Sie die Kirche durch das Ostportal. Sollten einige ihre Ansicht än­ dern, dann bitte ich diese, durch das Nordportal wieder hereinzu­ kommen. Statt einem Begräbnis würde ich dann einen Dankgottesdienst hal­ ten.» Der Pfarrer öffnete den Sarg vor dem Altar. Einer der letzten in der Prozes­ sion war ich. So hatte ich Zeit ge­ nug, nachzudenken: Was ist die Kirche? Wer liegt im Sarg? Da öff­ nete sich das Nordportal: Herein trat eine kaum zu zählende Schar. Als ich an den Sarg trat und hin­ einschaute, sah ich mich selbst - im Spiegel. Wenn wir so in den Spiegel un­ seres «einzig schönen Liechten­ stein» und unserer Kirche schauen, wird bald vieles anders ... Sr. Alma Pia, ASC, Kloster St. Elisabeth, Schaan > *
	        

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