Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2005)

MITTWOCH, 21. SEPTEMBER 2005 IS»?I WIRTSCHAFT 
11 SCHWEIZ V NfufMMHig BKW und EEF griindtn PtrtmruirtsriMiiinsn BERN - Die Elektrizitätsgesellschaften BKW FMB Energie (BKW) und die freibur- gische Groupe EEF.ENSA haben im Hinblick auf die bevorstehende Strommarktöffnung die CC Energie SA gegründet, wie die BKW ge­ sternmitteilte. Die Partnergeseilschaft mit Sitz in Murten soll ab dem 1. Januar 2006 die Kontaktstelle für Haushaltskunden der beiden Unternehmen sein. Das Aktienkapital der CC Energie ist zu 65 Prozent im Besitz der BKW und zu 35 Prozent bei der EEF.ENSA. Die Geschäftsleitung besteht aus Jean-Pierre Stu- der (Voreitz) 
und Roger Schmid. Der Verwal­ tungsrat wird je zur Hälfte durch die GrUn- dungspartner gestellt. Mit der Gründung der CC Energie wollen BKW und EEF ihre Be­ triebs- und Investitionskosten, insbesondere im EDV-Bereich, senken. (sdp) Novartls will Zulassung für zwei wichtig« Wirkstoffe BASEL - Der Pharmakonzern Novartis will nächstes Jahr die Zulassung fiir zwei neuarti­ ge Medikamente zur Behandlung von Diabe­ tes und Bluthochdruck beantragen. Die bei­ den Wirkstoffe LAF237 und SPP 100 hätten das Potenzial, erste Vertreter neuer Arznei­ mittelklassen zu werden, teilte Novartis ges­ tern mit. Die Zulassung soll auf Grund von positiv verlaufenen klinischen Studien in der so genannten Phase III beantragt werden. No- vartis-Präsident und -Konzernchef Daniel Va­ sella sprach laut der Mitteilung von sehr in­ novativen Medikamenten filr die Behandlung von zwei medizinisch bedeutsamen und sehr häufigen Erkrankungen. Der Schweizer Bran- chenführer 
verfüge zudem Uber Erfolg ver­ sprechende Entwicklungen mit 75 Wirkstof­ fen und sei damit in der Forschung und Ent­ wicklung eines der produktivsten Pharmaun­ ternehmen. (AP) ZÜRICH - Sponsoring ist sympathisch und fördert den Absatz: Dies ist 4er Schlug« einer vom Institut gfs-Zürich im Auftrag einer Sponsoringberatungsfinna durchgeführten Studie, die gestern inZUrich vorgestellt wur­ de; Anders als die meist« anderen Wsrtear- ten schätzten 70 Prozent der Befragten Spon­ soring als sympathisch ein. Nur Zeitungsinae- rate kamen auf einen tthqlkh bobefl Wert Di­ rektwerbung finden dagegen weniger als 30 Prozent sympathisch. Der Sympathieboous des Sponsorings zeigt sich atich beim Absatz. Am besten schnitt dabei Spoitsponsoring ab: 52 Pn»gent der Befragt» würden eher das Produkt einer Firma kaufen, die Sport spon­ sert Kulturspoiujpren werdenvon 46. Prozent bevorzugt, Sponsoren von sozialen Aktivitä­ ten von 40 Prozent. Nur 31 Prozent würden dagegen ein Produkt kaufen, nur weil dessen Hersteller die Wissenschaft unterstützt Als bekannteste Schweiz«' Sponsoren wurden die Grossbaaken, Migros, Rivella und Swisscom genannt üuit Mitteilung profitieren diese und andere Sponsoren vom Imagetransfer vom ge­ sponserten Anlass oder Produkt zum Sponsor. Allerdings kann steh dies auch negativ aus- wirken. Stadt tanmerrialitieite Sportarten könnten auch negative Imagewerte transpor­ tieren, warnte die Auftraggeberin der Studie, die Finna MPM S ponso ri ng Co nw tMg. So wilden Unternahmen, die etwa Forroel-1- oder Skirennen  spo nse rt e, als Firmen wahr- genosntBen,dieniir«nGeldinteaFeBäartseien. Gleichzeitig 
Uta» sich Ski- .und Motor- spott-Sponsacaaber als  Unt ernehme mit hoher Produktequrfhit profibero. (AP) 
Lockende Steuerparadiese Prominenz zieht •• an Zürcher Goldküste und in den Kanton Schwyz BERN -Ewig lockm A m:sdmaiar und ander« Preetfnew riekt 
m s«H l* ng«ie m an dl« Zürcher GeMkiists und In den Kanten KllwyZi MIHV UBS-Ckaf Marcel Ospel und RodM-ClMf Franz Humer. Der gebürtige Österreicher Humer verlegte sein privates Domizil in den letzten Tagen von Riehen BL nach Zöllikon, an die Zürcher Goldküste. Ausschlaggebend seien private Motive gewesen, heisst es bei Roche. Humers Frau Majo Fruithof betreibt in Zürich ein Goldschmiede-Atelier. Der ge­ meinsame Wohnsitz liegt somit in unmittelbarer Nähe von Zürich. ZoIIikon ist mit einem Gemein­ desteuerfuss von 72 Prozent die steuergünstigste Gemeinde des Kantons Zürich. Auch die Land­ schaft ist reizvoll: See, viel Wald, Hanglage und mildes Klima. Hier wohnen unter anderem auch Fifa- Boss Joseph Blatter, der ehemalige Schweizer Botschafter in Berlin, Thomas Borer, und der französi­ sche Unternehmer Robert Louis Dreyfuss. Stars und WlrtsdiaftsfUhrar Doch auch das benachbarte Zu- mikon - Altbundesrätin Elisabeth Kopp amtete hier als Gemeindeprä­ sidentin - 
zählt einige Superreiche zu ihren Mitbürgern. Udo Jürgens etwa hat hier seinen Hauptwohn­ sitz. Küsnacht ist seit 1990 die steu­ erkräftigste Gemeinde des Kan­ tons. Für Küsnacht spricht der tiefe Steuerfuss, die unmittelbare Nähe zu Zürich, die breite Infrastruktur und die Seelage. Der Autoimporteur Walter Frey und der Industrielle Klaus J. Jacobs sowie Tina Turner gemessen diese Vorteile. In Küsnacht anzutreffen 
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'-- "T-fin, ' •2 ^ * ^. tu s URt einem OemeladeetMierfeae vaa 7t sind aber auch der Tamedia-Verle­ ger Hans Heinrich Coninx und sein Verleger-Kollege Michael Ringier. Bundesrat Christoph Blocher und Verleger Jürg Marquard bewohnen an der Goldküste in Herrliberg Vil­ len. Herrliberg hat sich von einem einfachen Weinbauerndorf zu ei­ nem attraktiven Vorort von Zürich gemausert. Blocher-Tochter Mag­ dalena Martullo-Blocher und jetzi­ ge Konzernchefin von Ems-Chemie wohnt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in ihrem Eltern­ haus in Meilen. Banker und ferteger In Erlenbach haben die ehemali­ gen CS-Chefs Lukas MUhlemann und Thomas Wellauer ihre Villen. Ebenfalls in der Zürcher Gemeinde wohnen der ehemalige Verleger Be­at 
Curti, der frühere Topmanager der Bank Vontobel, Hans-Peter Bachmann, die Boutiquen-Besitze- rin Trudie Götz und der deutsche Multimillionär Theo Müller. In Rüschlikon niedergelassen ha­ ben sich Ex-UBS-Präsident Mathis Cabiallavetta und Ex-Migros-Chef Jules Kyburz. Am noblen Zürichberg wohnen der Chef der Deutschen Bank, Jo­ sef Ackermann, die Industrieile und Kunstmäzenin Hortense Anda- Bührle, der Privatbankier Hans J. Bär, der Financier Rend Braginsky und Sat.I-Chef Roger Schawinski, wenn er nicht in Berlin arbeitet. Miw yier fte wrMwn Die Goldküsten-Gemeinden las­ sen sich aber nicht mit den noch günstigeren Schwyzer Steueroasen 
vergleichen. Etwa Wollerau: Hier kaufte sich UBS-Chef Marcel Ospel, bekennender Basler Fas- nächtler und FC-Basel-Fan, Uberra- schend ein Haus. Neben steuer­ lichen Gründen sollen auch private Gründe (Nähe zum Wohnort seiner Partnerin Adriana Bodmer) mitge­ spielt haben. Ospel wird damit Nachbar von CS-Chef Oswald Grübet, Denner- Chef Philippe Gaydoul und den beiden Formel-1-Piloten Felipe Massa und Kirrli RÜkkönen. Auch in Freienbach haben sich viele Gutbetuchte wie der Indust­ rielle Stefan Schmidheiny, Ex-Zü­ rich-Chef Rolf Httppi und Financier Maitin Ebner niedergelassen. (sda) IMational-Versicherung streicht 140 Stellen Nach erneutem Gewinnrückgang - Umfassende Restrukturierung BASEL - Dia Basier National- Vendcherung gram zu radika­ len Spermessnehmen. Bis Ende 2008 werden 140 Stellen gestri­ chen, «vi« dl« Natienal am Dienstag bekannt gab. Im Innendienst verliert Jeter siebt* Angestellte seine Stelle. Im ers­ ten Halbjahr ist der Gewinn er­ neut geschrumpft Anders als die meisten anderen Schweizer Versicherungen ist die National nach der grossen Krise im Jahr 2002 nicht mehr richtig auf Touren gekommen. Im vergan­ genen Jahr brach der Gewinn um fast vier Fünftel ein, und im ersten Halbjahr 2005 resultierte erneut ein Gewinnrückgang von 13 Pro­ zent auf 18,8 Millionen Franken. Auch das Prämienvolumen war mit 1,021 Milliarden Franken rückläufig. Gelitten hat vor allem das Le­ bensversicherungsgeschäft: Die Prämien sanken um 16,8 Prozent, der Gewinn brach um 60 Prozent auf 4,7 Millionen ein. Im BVG-Ge- schäft entsprächen die gesetzlichen Rahmenbedingungen weiterhin nicht den Gegebenheiten des Mark­ tes, wurde im Semesterbericht kri­ tisiert. Das Nichtlebengeschäft ver­ zeichnete dagegen eine Prämien­ steigerung von 1,5 Prozent auf 728 Millionen Franken. Der Gewinn wurde mehr als verdoppelt. Die Combined Ratio, der 
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Iazimau 
Die Massnahmen sollen die Ei­ genkapitalrendite, die in den ver­ gangenen zwölf Jahren im Schnitt bei 4,5 Prozent lag, bis in zwei Jah­ ren auf 
sieben Prozent und langfris­ tig auf zehn Prozent anheben. Das Eigenkapital soll von 525 auf Uber 600 Millionen Franken, die Brutto­ prämien auf 1,9 Milliarden Franken gesteigert werden. Im zweiten Halbjahr kommen die Vorteile aber noch nicht zum Tra­ gen. Im Gegenteil: Zusätzlich zu den' Kosten filr den Stelienabbdu wird die Rechnung noch durch 15 Millionen Franken aus den Unwet­ terschäden belastet. Das Jahreser­ gebnis sollte dennoch ansprechend ausfallen, hiess es in der Mittei­ lung. An der Börse verlor die Na­ tional* Aktie 2,1 Prozent und fiel auf 666 Franken. Der Gewinn lag unter den Erwartungen der Finanz­ analysten. (AP) ANZEIGE ten-Satz, erhöhte sich allerdings ebenfalls leicht auf 102,6 Prozent. Dies bedeutet, dass das reine Versi­ cherungsgeschäft 
nicht profitabel war. Das vor 122 Jahren gegründete Unternehmen will nun mit energi­ schen Massnahmen das Steuer her- umreissen und die Kosten um jähr­ lich 15 Millionen Franken senken. Im Innendienst weiden 140 Vollzeit­ stellen gestrichen, fast die Hälfte da­ von in den Basler Niederlassungen. 
Gruppenweit erhalten 64 Ange­ stellte die Kündigung. 57 werden vorzeitig pensioniert. Die Kosten für das Abbauprogramm betragen 12,5 Millionen Franken und wer­ den von einem Wohlfahrtsfonds ge­ tragen. Für die Betroffenen gelte ein grosszügiger Sozialplan, hiess es. Strategisch will sich die Natio­ nal künftig stärker auf profitable Nischengeschäfte wie Transport-, Kunst- oder Sportversicheningen ausrichten. 
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