Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2005)

MITTWOCH, 14. SEPTEMBER 2005 
blmtI WIRTSCHAFT 10 SCHWEIZ Bsnerall Schwell «telgert Halbjahresgewinn ADLISWIL - Der Versicherer Generali Schweiz hat im ersten Halbjahr 2005 bei Bruttoprämien von 1.049 (Vorjahresperiode: 1,014) Mrd. Fr. einen Gewinn von 39,7 (33,8) Mio. Fr. erzielt. Für das Gesamtjahr rechnet Generali mit einem verbesserten Abschluss. Im direkt beeinflussbaren operativen Ge­ schäft sei die Generali Gnippe Schweiz in den ersten sechs Monaten auf dem Wachs­ tumspfad verblieben, teilte die von der italie­ nischen Assicurazioni Generali kontrollierte Gesellschaft am Dienstag mit. (sda) Zsdtokke profitiert leicht von irttolung in der Bauindustrie GENF - Der grösste Schweizer Baukonzern Zschokke hat im ersten Halbjahr 2005 von der leichten Erholung in der Bauindustrie profitiert. Die Aussichten, für das gesamte Jahr sind allerdings wegen dem anhaltenden Preiskampf verhalten. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat Zschokke den Gewinn um 17 Prozent auf 4,159 Mio Franken gesteigert, wie der Genfer Konzern 
am Dienstag mitteilte. Der Betriebs­ gewinn (EBIT) legte um 4 Prozent auf 7,0 Mio. Franken zu. (sda) Jelmoli mit roten Zahlen 
Bitte recht freundlich... Weltbank-Bericht: Schweiz ist Nummer 17 bezüglich Wirtschaftsfreundlichkeit ZÜRICH - Der Detailhandels- und Immobi­ lienkonzern Jelmoli hat im ersten Halbjahr 2005 einen Verlust von 16,9 Mio. Fr. einge­ fahren. Grund ist eine Abschreibung auf die Beteiligung an der Immobilienfirma Tivona, um die seit Jahren gestritten wird. Der Verlust betrug 16,9 Mio. Franken, nachdem im Vor­ jahreszeitraum ein Gewinn von 33,0 Mio. Fr. resultiert hatte, wie Jelmoli am Dienstag mit­ teilte. In die Tiefe gezogen wurde der Gewinn von der Wertberichtigung von 50 Mio. Fr. auf die Beteiligung an der Basler Immobilienfir­ ma Tivona. (sda) Swiss-Hugzeuge auch im August besser ausgelastet BASEL - Die Swiss hat ihre Flugzeuge auch im August gut auslasten können. Durch­ schnittlich waren 83,1 Prozent der Sitze be­ legt. Ein Jahr zuvor waren es erst 79,4 Pro­ zent gewesen. Auf den Interkontinentalstre- cken stieg der so genannte Sitzladefaktor um 3,3 Prozentpunkte auf 88,8 Prozent. Während die hier angebotene Kapazität um 4,4 Prozent sank, nahm die Nachfrage nur um 0,7 Prozent ab, wie die Swiss am Dienstag bekannt gab. Den Spitzenwert markierten erneut die Nord- atlantikflüge mit einer Auslastung von 92,8 Prozent (+3,9 Prozentpunkte). Einen Boom erlebten die Südamerika-Verbindungen mit einer Zunahme um 9,8 Prozentpunkte auf 92,6 Prozent. (sda) Swisscom kauft Informatlkdienstleister Comit BERN - Der Telekomkonzern Swisscom stärkt seine Tochter IT Services. Swisscom kauft den Informatikdienstleister Comit für 60 Mio. Franken und will damit zum führen­ den Anbieter für Banken werden. Die Comit AG wird ab Januar 2006 als Tochterfirma der Swisscom IT Services geführt, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Die neue Tochter wird sich aus den rund 220 Mitarbei­ tern der Comit zusammensetzen, verstärkt um rund 200 Mitarbeiter von Swisscom IT Servi­ ces aus dem Geschäftsbereich Finanzdienst­ leistungen. (sda) 
WASHINGTON/BERN - Die Schwatz M gegenüber Unterneh­ mt« e ntg gnk ommend: Unter 1SS Lindem nimmt sto in einem Banking der Weltbank bei dar Wlrtschaftefreundllchkett Platz 17 ein. Das ufitemehnterfreund- Dchste KHma hat Neuseeland. Mit Rang 17 liegt die Schweiz zwar vor Deutschland (Rang 19), aber hinter anderen europäischen Län­ dern wie Dänemark (8), Irland (11), Finnland (13) und Schweden (14), wie dem am Dienstag veröffent­ lichten Bericht «Döing Business in 2006» der Weltbank- Tochter IFC zu entnehmen ist. Besser rangiert als die Schweiz waren auch Litauen (15) und Estland (16). Der Bericht befasst sich mit den Geschäftsbedingungen für heimi­ sche Unternehmer, nicht mit der Anwerbung von ausländischen In­ vestoren. Unter den Nachbarlän­ dern der Schweiz landete Öster­ reich auf dem 32., Frankreich auf dem 44. und Italien auf dem 70. Rang. Das hängt damit zusammen, dass in diesen Ländern das Anstel­ len und Entlassen sowie das Eintra­ gen von Besitz schwerer fällt. Schweizer sind die Reichsten der Welt WASHINGTON - Die Weltbank ist mit einer völlig neuen Bemes­ sung nationaler Reichtümer zu ei­ nem altbekannten Schluss gekom­ men: Westeuropäische Staaten, die USA und Japan sind am reichsten. Afrikanische Länder südlich der Sa­ hara sind die ärmsten Nationen der Welt. In der am Dienstag in New York vorgestellten Studie «Wo ist der Reichtum der Nationen?» sind zum Beispiel Natun~essourcen und Bil­ dungsniveau nach ihrem Geldwert berechnet worden. 
Die Schweiz ist heimischen Unternehmen recht entgegenkommend. Bei der Vergabe von Krediten fällt die Schweiz mit ihrem 31. Platz hinter die Nachbarn Deutsch­ land (5) und Österreich (20) zu­ rück, schneidet aber deutlich besser ab als 
Italien (51) und Frankreich (115). Beim Starten eines neuen 
Geschäfts belegt die Schweiz Rang 28, beim Lizenzhandel 26 und beim Besitzeintrag Platz 13. Reformfreudiger Osten Weltweit am wirtschaftsfreund­ lichsten ist hinter Neuseeland 
Sin- NACHRICHTEN Das Eigebnis: Die Schweiz ist mit einem Pro-Kopf-Reichtum von um­ gerechnet 527 000 Euro das reichste, Äthiopien mit 1600 Euro das ärmste Land der Welt. Die Deutschen sind die Fünftreichsten der Welt mit einem theoretischen Pro-Kopf-Reichtum von 404 447 Euro. Die Weltbank hat zum Beispiel den Wert von Fischbe­ ständen, Wäldern, Bodenschätzen und Energievorkommen berechnet. Über Indizes wurden auch Bildung, Regierungsführung und Behörden­ qualität berücksichtigt. Warnung vor Raubbau Dabei kommt sie zu einem alar­ mierenden Schluss: Die armen 
Länder sind dabei, ihren Reichtum zu verlieren, sowohl durch Raub­ bau an der Natur als auch durch hohes Bevölkerungswachstum. «Wenn eine Familie jeden Monat Geld vom Konto abhebt und Besitz wie ein Auto oder Nutztiere ver­ kauft, um Essen auf dem Tisch zu haben, ist das auf Dauer nicht halt­ bar», sagte der Autor der Studie, Kirk Hamilton. Genauso verhalte es sich mit den Nationen. Die Weltbank hebt unter den afrikanischen Ländern ein paar po­ sitive Beispiele hervor: So habe Mauretanien durch clevere Schutz- massnahmen seine Fischgründe langfristig geschützt. 
gapur, gefolgt von den USA, Kana­ da, Norwegen, Australien und Hongkong (China). Zu den Gewinnern in der Ranglis­ te gehören die osteuropäischen Staa­ ten. Sie legten dank ihrer Reform­ freude zu, so dass sich Litauen auf dem Rang 15 vor Estland platzierte. Unter die Top 30 schaffte es auf Platz 26 auch Lettland. Als reform­ freudigstes Land bezeichnet das Ranking Serbien und Montenegro, das diverse Reformen zugunsten der Unternehmen einleitete. Doch selbst damit landet die ehemalige jugosla­ wische Teilrepublik mit Rang 92 im Gesamtranking in der hinteren Hälf­ te. Weitere Spitzenreformer sind Ge- orgien, Vietnam, die Slowakei und auf Platz 5 Deutschland. Am müh­ samsten ist das Geschäften laut IFC in Kongo-Kinshasa, gefolgt von Burkina Faso und weiteren vor allem afrikanischen Staaten. Rückschläge seit dem letzten Ranking gab es ebenfalls in Afrika. «Je weniger Re- gularien, desto besser der Rang», sagte Michael Klein, Chefökonom der IFC, gegenüber der Nachrichten­ agentur dpa. «Je komplizierter die Auflagen sind, desto mehr Raum gibt es für Korruption.» (sda) Botswana habe Einkommen aus Diamantverkäufen in Bildung, Ge­ sundheitsvorsorge und Infrastruktur investiert. Wenn die Naturzerstörung nicht gestoppt werde, seien alle An­ strengungen für eine nachhaltige Entwicklung in den armen Ländern gefährdet, hiess es in dem Bericht. , Nepal am ärmsten Nach der Schweiz sind laut Weltbank-Studie die reichsten Länder Dänemark, Schweden, die USA, Deutschland, Japan, Öster­ reich, Norwegen, Frankreich, Bel­ gien und Luxemburg, die ärmsten Nepal, Niger Burundi und Äthio­ pien. (sda/dpa) LAFV-GASTBEITRAG Amerikanische Notenbank vor einem Dilemma Gastbeitrag von Roberto de Vito, Verwaltungs- und Privat Bank AG Die US-Wirtschaft ist in den Som­ mermonaten Juli und August wie­ der ordentlich gewachsen. In fast al­ len Bezirken des Federal-Reserve- Systcms hat sich ein gutes Bild der Konjunkturlage gezeigt, teilte die Amerikanische Notenbank (Fed) im jüngsten Konjunkturbericht am 7. September mit. Das «Beige Book» wird alle sechs Wochen erstellt und dient der Fed unter anderem als wichtige Grundlage für ihre Zins­ entscheidung. Die Fed hatte bei ih­ rer jüngsten Entscheidung - vor dem Hurrikan «Katrina» - keinen Zweifel daran gelassen, ihre mass­ volle Straffung der Geldpolitik fort­ setzen 
zu wollen, um das - bedingt durch steigende Energie- und Input- preise sowie durch höhere Lohn­ stückkosten - inflationäre Potenzial unter Kontrolle zu halten. Dement­ sprechend hat sich auch der FED Chef von Chicago, Michael Mos- kow, besorgt Uber das hohe Niveau der Kerninflation geäussert. Um dem zu begegnen, müsste die Fed die Zinsen weiter erhöhen, was allerdings das Wachstum hemmen könnte. Angesichts der ohnehin ne­ gativen Konsequenzen des Wirbel- sturms «Katrina» - Verlust von Ar­ beitsplätzen und Konsumrückgang 
in den verwüsteten Gebieten sowie der höhere Erdölpreis - auf die amerikanische Wirtschaft, wäre aber eine zusätzliche Abschwä- chung der Wirtschaftsaktivitäten aufgrund von höheren Zinsen für den amerikanischen Bürger äusserst unwillkommen. Es gilt aber zu be­ denken, dass die kurzfristigen nega­ tiven Folgen des Wirbelsturms auf mittlere Frist durch die positiven Impulse aus dem Ersatz- und Wiederaufbau der zerstörten Re­ gion ausgeglichen werden sollten. So hat der Kongress bereits 62 Milliarden für die Bewältigung der Naturkatastrophe bewilligt. Schät­ zungen zufolge, könnten die zuge­ sprochenen Zusatzausgaben bis auf 200 Milliarden US-Dollar erhöht werden, zumal es weder im Interes­ se der amerikanischen Regierung noch des Parlaments sein kann, po­ tenzielle Wähler in der Region vom Golf von Mexico zu vergraulen. Eine expansive Fiskalpolitik könnte im jetzigen Stadium der amerikanischen Konjunkturent­ wicklung die schlummernde Infla­ tion endgültig zum Leben erwe­ cken. Zudem gibt es in den Verein­ igten Staaten Anzeichen einer spe­ kulativen Blase am Immobilien­markt, 
welcher der Fed-Vorsitzende Alan Greenspan gerne langsam die Luft austreiben möchte. Diese Ar­ gumente sprechen nach unserer Einschätzung dafür, dass die Fed an ihrem geldpolitischen Kurs festhält und den Leitzinssatz weiter um fünf­ undzwanzig Basispunkte herauf­ setzt. Diese Meinung hat sich am Devisenmarkt noch nicht etabliert, zumal der amerikanische Dollar in den letzten zwei Wochen seitwärts notierte. Ein Ende des Zinserhö­ hungszyklus in den USA würde die Fantasie auf den sich ausweitenden Zinsvorteil der amerikanischen Va­ luta schwinden lassen. Die höhere Attraktivität von US-Dollar-Geld- marktanlagen hat in diesem Jahr die Dollar-Erholung begünstigt. Solan­ ge die Fed an der graduellen Erhö­ hung des Leitzinssatzes festhält, dürfte die Aufwertungstendenz vom «Greenback» anhalten. Ein Test der Marke von 1.20 gegen den Euro ist aufgrund dieses Szenarios in den kommenden Wochen wahrschein­ lich. Auf Sicht von zwölf Monaten dürften jedoch die anhaltend struk­ turellen Probleme der amerikani­ schen Wirtschaft Oberhand gewin­ nen. Gemäss Analysten-Schätzun- gen wird das Leistungsbilanzdefizit 
der USA auch im 2. Quartal 2005 mit US-Dollar 192.5 Milliarden in der Nähe des Rekordhochs verhar­ ren. Wir gehen daher nicht von ei­ ner dauerhaften Höherbewertung der amerikanischen Valuta aus und erwarten auf Sicht von zwölf Mona­ ten einen Kurs von 1.28 gegenüber der Gemeinschaftswährung. Verfasser: Roberto de Vito. Strate­ ge Asset Management, Verwal­ tungs- und Privat Bank AG. Die alleinige inhaltliche Verant­ wortung für diesen Beitrag liegt beim Verfasser. ANZEIGT; PanAlpina Sicav Alplna V PralM vom 13. Saptwnbw 2006 Kategorie A (theeaurierend) Ausgabepreis: € 63.90 Rücknahmepreis: € 62.56 Kategorie B (ausschattend) Ausgabepreis: € 62.00 Rücknahmepreis: € 60.71 Zahlstelle In Liechtenstein: Swlaifirat Bank (Liechtenstein) AG Austrasee 61, Poetfach, FL-9490 Vaduz
	        

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