Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2005)

MONTAG, 5. SEPTEMBER 200S BLATT 
I INTERNATIONAL 20 VOLKS BLATT 
SPLITTER : Britische Prinzessin geht falschem Scheich auf den Lelm ! ; LONDON - Prinzessin Michael of Kent, ; Mitglied der britischen Königsfamilie, ist ei­ nem falschen Scheich auf den Leim gegan­ gen. Das Ergebnis ihres Treffens mit dem «Scheich» waren pikante Schlagzeilen. Skan­ dalreporter 
Mazher Mahmood von der Zei­ tung «News of the World» flog nach Angaben des Blattes als Scheich verkleidet im Heli­ kopter auf dem Landsitz der Prinzessin ein. Der «Scheich» gab sich als Kaufinteressent für das Anwesen aus. (sda) Surfer In Australien überlebt Hai-Angriff i SYDNEY - Ein Surfer hat vor der südaustra- lischen Küste den Angriff eines Weissen Hais i 
abgewehrt und ist mit Verletzungen an Arm und Oberschenkel davongekommen. Der Hai griff den 40-jährigen Jake Heran nur zehn Meter vom Ufer entfernt an, wie dessen Freund Craig Matema am Sonntag erklärte. Materna befand sich in der Nähe, als er Heron plötzlich um Hilfe schreien hörte. «Keiner hat den Hai kommen sehen. Er hat ihn (Heron) vom Brett gestossen und unter Wasser gezo­ gen.» Heron habe daraufhin um sich geschla­ gen und getreten. I (AP) IfiBWtyi MMf S|MI1 INMpi" •wWw bw VENEDIG - George Clooney wird die Hauptrolieim neuen Film Von Regisseur Ste­ ven Soderbergh spielen. Die Aufnahmen für den Krimi «Der gute Deutsche», da-im Berlin der Nachkriegsmonate 1945 spielt, sollen in Kürze beginnen, wie Soderbergh bei dein Filmfcstipielen in Venedig ankündigte. Auch Cate Blanche« werde darin eine Rolle ttber- nehmen. Sodeibergh und Ckxney arbeiteten bereits 2001 in «Ocean's Eleven» lawammpn. Ein Jahr zuvor gewann der Regisseur («Erin Brockovich») einen Oscar für «TYaffic». (AP) ANZEIGE: I V ^ I . 11I S Politik - Wirtschaft - Bei uns ist alles im PreisJi kr- \ Jet abonnieren für CHF 209^ D|e günstigste Tages­ zeitung Liechtensteins Artjvfea und bestellen 237 5J41 Profitieron Sie als -Abonnent von Vorzugspreisen 
Helfer bergen Leichen Hurrikan «Katrina»: Streit um Rassefragen in den USA WASHINBTON/NEW ORLEANS - Uns Wach« nach Hurrikan «Kat­ rins» hat Mi 
Nm Orissns und im Umland dsr Stadt dlt adireck- Hdists Phass dsr Bsfgungssr- kämmen QlMrfliitsts Strssssn und HSuser nach Lstehsn. Durch die Stidstaatenmetropole strömt ein bestialischer Verwe­ sungsgeruch, die Seuchengefahr wird bedrohlicher. In den ersten Chaos-Tagen nach der Katastrophe wurden die Leichen in den Fluten nur beiseite gestossen und abge­ legt. Die Rettung Überlebender stand im Zentrum. Am Wochenende gelang es, New Orleans weitgehend zu evakuieren. In der grössten Rettungsaktion in der Geschichte der USA hatte die Armee in einem Tag zehntausende Obdachlose mit Flugzeugen, Heli­ koptern, Bussen und Bahnen in Si­ cherheit gebracht. Die beiden grössten Notunter­ künfte, der Superdome und das Convention Center, wurden ge­ räumt. Allein im Convention Cen­ ter hatten 30 000 Menschen tage­ lang auf Rettung gewartet. Vor dem Center trafen aber weiter Hilfesu­ chende ein. Viele Menschen weigern sich, ih­ re Häuser zu verlassen, obwohl es laut Armee drei Monate dauert, bis New Orleans abgepumpt ist. Bür-Efei 
NatlsMlgsnHst giM aiflMi KanJndiMi, das in alnem ttberfkitstsn Nasa gefunden wttrtfa, zu trinkan. germeister Ray Nagin sagte dem Fernsehsender CNN, dass sich noch bis 60 000 Einwohner in den gefluteten Stadtteilen aufhalten könnten. Nun sollen Sicherheits­ kräfte diese zwangsräumen. Kurz zuvor hatte der Minister für innere Sicherheit, Michael Cher- toff, noch bei Fox News erklärt, die Stadt sei evakuiert: «Alles in allem 
werden wir die Stadt New Orleans an andere Orte des Landes verle­ gen.» Nach Angaben des Roten Kreuzes wurdert Betroffene in neun Bundesstaaten untergebracht. 350 000 Menschen leben in Not­ unterkünften. Insgesamt hat eine Million Menschen ihr Zuhause ver­ loren. Die Schäden werden auf 100 Milliarden Dollar geschätzt. In 
New Orleans patrouillieren schwer­ bewaffnete Sicherheitskräfte. In der Stadt waren vorher Plünderungen, Vergewaltigungen und Morde an der Tagesordnung. Die Bergungs­ kräfte müssen albtraumhafte Bilder verkraften. 
Sie brechen Gebäude auf und Finden oft ganze Familien, die sich vor dem Hurrikan verbarri­ kadiert hatten. (sda) Heftiger Steuerstreit Fernsehduell: Merkel verspricht Erlass eines Teils der Ökosteuer BERLIN - Stauerfragen und so­ ziale Rsformsn hsbsn wslts Tsils dss Fernsshduslls zwi­ schen Bundesksnzfer ßsrhsrd Schräder und seiner Herausfor­ derin Angola Merkel bestimmt. Angesichts der explosionsartig steigenden Benzinpreise versprach die Unionskandidatin am gestri­ gen Abend eine Verringerung der Ökosteuer um drei Cent, beharrte aber auf der geplanten Erhöhung der Mehrwertsteuer, die der Kanz­ ler strikt ablehnte. Merkel vertei­ digte sich gegen den Vorwurf Schröders, die von der Union ge­ planten Änderungen bedeuteten soziale Kälte. Schröder kritisierte, dass die von Merkel versprochene 
Steuerer­EJn 
Ffrnssfcgerflt zsigt eiMM  Warboasat, der dem TV-Duell zw tocfca a Ger­ hard Sdutter, links, und Angela Merkel vorausging. 
leichterung von der geplanten Mehrwertsteuererhöhung um zwei Prozentpunkte aufgefressen würde. «Wir werden das nicht tun», sagte der SPD-Politiker auf die Frage, ob eine rot-grüne Bundesregierung die Mehrwertsteuer erhöhen wolle. Merkel begründete die von der Union geplante Anhebung des Steuersatzes von 16 auf 18 Prozent erneut mit der Notwendigkeit einer Senkung 
der Lohnzusatzkosten. Der Kanzler appellierte ebenso wie seine Herausforderin an die Mine­ ralölkonzerne, moderate Preispoli­ tik zu betreiben. Schröder warf der CDU-Vorsit­ zenden vor, den Menschen mehr Mittel entziehen zu wollen, als sie ihnen damit zurückgebe. (AP) 15 Tote und Verletzte Hochhausbrand in Paris L'HAY-LES-ROSIS - Dar dritte Wohnhsustirsnd Im ürossraum Paris binnen neun Tagen hat In dsr Nacht zu gsstsrn 15 Msn- schsn das Leben gs hoi ts, dar- iHitsr drei lOndsr. Das Feuer in dem Hochhaus wurde nach Polizeiangaben vermutlich von Jugendlichen gelegt. Der Zu­ stand von mehreren der gut ein Dutzend Verletzten sei äusserst kri­ tisch, sagte der Bürgermeister der Pariser Vorstadt L'Hay-les-Roses, Patrick 
S6ve. Ein zunächst schwer verletztes Opfer starb Stunden nach dem Brand. S&ve sagte, Jugendliche hätten die Briefkästen im Eingangsbe­ reich des Hochhauses angezündet. Die Täter seien aber noch nicht ge­fasst, 
vier von der Polizei abge­ führte Personen seien lediglich als Zeugen vernommen worden. Erst in der Nacht zum Dienstag war im Innenstadtviertel Marais ein Haus abgebrannt, dabei kamen sieben Menschen ums Leben. Die Präfektur des Departements Val- de-Marne betonte gestern jedoch, der jüngste Fall sei anders gelagert als die Brände im Marais und in zwei weiteren baufälligen Pariser Gebäuden, die seit April insgesamt 48 afrikanischen Einwanderern das Leben kosteten. Das 18-stöckige Hochhaus in L'Hay-les-Roses sei erst kürzlich renoviert worden, sagte ein Sprecher der Präfektur. Im 1972 erbauten Gebäude befin­ den sich Sozialwohnungen. (AP) 
" ' *r Weltrekord: 101 Stunden geduscht HÖVELHOF - Einen Weltre­ kord im Dauerduschen haben junge Leute gestern im westfäli­ schen Hövelhof aufgestellt Sie standen 101 Stunden, also Uber vier Ibge lang, unter da- Dusche und überboten damit die alte Bestmaike um eine Stunde. «Sie sind körperlich fit, aber sehr müde», erklärte Marion San­ der vom Hotel Victoria in Hövel­ hof. Erlaubt war pro Stunde eine Zehnminutenpause, die jedoch aufgespart werden konnte. Am Mittwoch hatten sie zu zeluit begonnen. Drei hatten zwischenzeitlich aufgegeben. Die 
nur mit Badehose oder Bikini be­ kleideten Rekordjäger, im Alter zwischen 17 und 25 Jahren hatten sich dick mit Melkfett einge­ cremt, um ihre Haut zu schützen. Während der vier Tfcge hatten sie auch unter der laufenden Du­ sche geschlafen, teilweise bis zu zehn Stunden am Stück. (sda)
	        

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