Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2005)

DONNERSTAG, 25. AUGUST 2005 butt I AMBIENTE 
12 RATGEBER BAUEN Jürgen GstiHil Gipser bei der GstKhl AG Der Tipp: Früchts Mftnde An(fcmnd welcher Ursachen können Wän­ de feucht werden, oder kann es zu einem Feuchtigkeitsstau kommen? Durch eine schlechte Wärmedämmung und hohe Luftfeuchtigkeit im Innern kann es im Bereich der kalten Wände zur Kondensation - sprich feuchten Wänden - kommen. Eine schlechte Durchlüftung der Räume beein- flusst dies noch zusätzlich. Die andere Mög­ lichkeit ist, dass ein Mauerwerk von unten her in den Kellerräumen Feuchtigkeit auf­ nimmt. Dies stellt dann ein grösseres Prob­ lem dar. Weiche Auswirkung können feuchte Wän­ de auf die Hausbewohner haben? Längere Durchfeuchtung verursacht Schimmelbefall. Schimmel ist bekanntlich ungesund, vor allem Asthmatiker und Aller­ giker bekommen damit Probleme. Wenn nichts gemacht wird weitet sich der Schimmel aus und der durchfeuchtete Putz zerfällt. Langfristig gesehen verliert auch das Mauerwerk 
die Festigkeit. Die Statik des Hauses wird gefährdet. Wie rieht dir Behebung ans-WM 
ist zu tun? Als Erstes und Wichtigstes ist die Ursache für die feuchten Wände festzustellen. Es kann durchaus sein, dass aufgrund zu hoher Raum­ temperatur und schlechter Lüftung «feuchte Ecken» entstehen. Jedoch ist meistens eine ungenügende Wärmedämmung die Hauptur­ sache für feuchte Wände. Ist nur eine Wand in einem bestimmten Raum betroffen (z.B. nur an der Nordseite), kann bereits eine spe­ zielle Innendämmung helfen. Besser ist je­ doch, an die gesamte Fassade eine Aussen- wärmedämmung anzubringen. Damit sind al­ le Details und FassadenabschlUsse gelöst und es bleiben keine Wärmebrücken bestehen. Bei feuchtem Kellermauerwerk hilft ein spezieller Spenputz. Die genaue Ursache ist allerdings abzuklären. Kann ein feuchtes Mauerwerk wieder komplett trockengelegt werden? Ja, sobald die Ursache behoben ist, also das Mauerwerk nicht mehr neue Feuchtigkeit zieht, kann es mit entsprechenden Entfeuch­ tungsgeräten trockengelegt werden. Welche Massnahmen sind zu treffen, dass Mauern nicht (wieder) feucht werden? Wenn die Feuchtigkeit von unten her­ kommt mit Mauerinjektionen (sog. Horizon­ talsperren, welche als spezielle Epoxidharz­ emulsionen in das Mauerwerk injiziert wer­ den). Gegebenenfalls auch mit Sperrputzen oder bituminösen Abdichtungen im Sockel­ bereich. Bei Kondenswasserbildung, wie bereits ge­ sagt, mit der richtigen Isolation, Beheizung und Lüftung der Räume. Weitere Anfragen unter: www.gstoehl.net FARBEN UND IHRE WIRKUNG fem und eher kühl. Die «pd iwraiitteladffiD Einffam. stoHoffanng, Jugend, 
Dekorative Anstriche Bringen Sie Leben en die Wand und an die Decke. JUs Mwndlga Alternativa zur UassisciMn tinfarWji gamaltan Wand bitten stell dakarathra Anstrich« an. Ein Ausschnitt verschiedener Tech­ niken zeigt einen Querschnitt Uber die Möglichkeiten, Wände und Decken zu gestalten. Einzelne Techniken eignen sich auch für den Einsatz an der Fassde. Die Wischtechnik zeigt sich als «leicht gewölkte» Oberfläche. Ide­ alerweise auf einem feinkörnigen Putz aufgebracht, ist sie eine einfa­ che Methode und wird 
vielfach mit der Lasur verwechselt. Die Basis bildet meist ein weisser Grundan­ strich, was die Leuchtkraft ver­ stärkt. Die Wirkung wird durch zwei bis drei verdünnte Farbaufträ­ ge erreicht, welche im 
noch nassen Zustand mit einem feuchten Natur­ schwamm aufgewischt werden. Sind die Farben Ton in Ton ge­ wählt, strahlt dies eine ruhige und harmonische Wirkung aus. Lawran auf Mnaralputz Eine Lasurmalerei auf Mineral­ putz besitzt eine faszinierende Le­bendigkeit, 
wie sie durch keine deckende Beschichtung erreicht werden kann. Die aussergewöhnli- che Leuchtkraft beruht auf der teil­ weisen Reflexion des Lichtes durch den Malgrund. 
Als Untergrund eig­ net sich ein saugfähiger minerali­ scher Putz. Darauf wird mit Streichbürsten in grosszügigen Schwüngen die wässrige Lasurfar­ be kreuz und quer von unten nach oben aufgetragen. So entsteht die gewünschte «wolkige» Optik. Die Künstler des Pointillismus machten sich in ihrer Malerei das Phänomen des menschlichen Seh­ systems zu Nutze. Indem sie ein­ zelne Farbpünktchen kontrastreich nebeneinander setzten, schufen sie farbige Flächen mit einer Leucht­ kraft, wie man sie sonst nur bei Lichtfarben erlebt. Die Stupftech­ nik macht sich diese Technik zu Ei­ gen. Auch hier liegen die Farbtup­ fer dicht an dicht. Von nahem zeigt sich so ein intensives Farbenspiel, von fern betrachtet, bildet sich ein atmosphärischer Summenton. Ibpftachnik Eine besonders rationelle Mal­technik 
ist die Tupftechnik. Schwach saugende und glatte Untergründe eignen sich ideal. Bei rauen und stark saugenden Oberflä­ chen kann ein Grundanstrich das Saugverhalten verringern. Eine Textur, wie sie bei der Tüpftechnik entsteht, vermag geringe Uneben­ heiten des Untergrundes optisch zu neutralisieren. Wichtigstes Handwerkszeug der Tüpftechnik ist der LederbaUen. Mit diesem wird die Lasurfarbe abgetupft. Dabei entsteht die typi­ sche Prägung. 
liieren. Zwischen jeder Lage wird die Fläche fein geschliffen und gründlich entstaubt. Mit zwei bis drei Schichten entsteht eine ruhige, fast geschlossene und in sich leben­ dige Fläche mit transparenten Par­ tien. . Der Begriff Spachteltechnik ver­ weist auf die handwerkliche Me­ thode des Farbauftrages. Ein völlig ebener und absolut glatter Unter­ grund ist die wichtigste Vorausset­ zung für das Gelingen der Spach­ teltechnik. Typisch für den Charakter der Spachteltechnik sind die in mehre­ ren Lagen übereinander liegenden dünnen Spachtelhiebe. Mit einem etwa handgrossen Japanspachtel wird die Farbe im Kreuzgang auf­ getragen. Es werden in ihrer Form ähnliche Flecken aufgespachtelt, die in der Ansatzrichtung stark va-Ornamentbänder 
und aufschablo- nierte Motive sind eine ideale Er­ gänzung für dekorative Maltechni­ ken. Von verspielt bis klassisch bie­ ten sie vielfältige Möglichkeiten. Der heutige Wunsch nach mehr Wohnindividualität hat das Thema Schablonierung wieder aktuell ge­ macht, Im Historismus des 19. Jahrhun­ derts, waren die Dekorationsmale­ rei und die Schabloniertechnik sehr verbreitet. Schabloniert wurde al­ les, von der Decke Uber Wände und Fussböden bis hin zu geätzten Glasflächen. Das Austupfen ist die gebräuch­ lichste Form des Schablonierens. Auf glatten und saugenden Unter­ gründen erzielt man die exaktesten Ergebnisse. Doch dabei kommt es nicht auf eine konstante Perfektion an. Vielmehr ist hier der Charme des Handwerklichen gefragt. ANZEIGE I H GSTOHL k
	        

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