Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2005)

MONTAG, 22. AUGUST 2005 
SlattI INLAND 
4 «Ein Ja zur Uistungsbsrsltscliaft» CHUR - «Ohne Matura läuft heute nichts mehr», sagt Martina. Sie ist eine der elf Frau­ en, die gemeinsam mit 66 männlichen Schii- SMdui WM (Mars) und HtriM (aap (Sckadaufearg). lern an der HTW Chur erfolgreich die Tech­ nische Öerufsmatura absolviert haben. «Hin­ ter diesem erfolgreichen Abschluss steckt aber mehr als bloss eine schöne Urkunde», meinte Christoph Widmer, Geschäftsführer der Rätia Ingenieure AG an der Maturafeier. Voraussetzung für den Erfolg' sei die Leis­ tungsbereitschaft. Schon die Tatsache, dass 1200 Lektionen in den Fächern Deutsch, Englisch, Italienisch, Staatskunde, Geome­ trie, Algebra, Physik, Chemie und wahlweise Informatik oder Französisch zu absolvieren sind und dazu noch viele Stunden des Ler­ nens zu Hause, sei ein Zeugnis von Leis­ tungsbereitschaft, meinte Widmer. Er ging in seiner Rede auch auf den Begriff «Reife» ein. «Reife im Zusammenhang mit Wissen bedeu­ tet eher zu ahnen, wie unermesslich Wissen ist, wie man es sich erschliessen kann und wie man damit umgehen muss.» Widmer verwies darauf, dass führende Köpfe 
unserer Zeit den Übetfalick wahren, die Zusammenhänge er­ kennen und verstehen, wo die Disziplinen ineinander greifen. Rektor JUrg Kessler verglich die Situation der Maturandinnen und Maturanden mit der Situation eines Autofahrers an einer Kreu­ zung. «Für eine langfristige Entscheidung müssen Sie Ihren Zielort kennen, Sie können die Landkarte nicht erst an der Kreuzung stu­ dieren», meinte er. Von 84 zur Prüfung Angetretenen haben 77 die Maturareife erhalten. Das sind 91 Prozent. In den letzten zehn Jahren haben an der HTW Chur 808 Personen die Technische Berufsma­ tura absolviert. 
Regennasser Waldtag Grosse Teilnahme trotz Dauerregens gestern beim Waldtag in Balzers BMZERS- Erstaunlich, wto vMI MEnl^V NM« an dir hung M; das BNd, Md «s 
MCMS tratr Die Forstkommission der Gemein­ de Balzers mit Gemeinderat Franz Wille und Gemeindeförster Ger­ hard Wille an der Spitze, luden auch heuer wiederum zum belieb­ ten und sehr aufschlussreichen Waldtag, welcher v<>n der Valzege- ra Uber die Mörderburg zum Mais- ner Allmeindstall führte. Gut be­ schildert und mittels acht Informa- tionsständen, welche von Mitglie­ dern der Forstgruppe Balzers und des Imkervereins, betreut wurden, erfuhren die Teilnehmer äusserst Interessantes und Wissenswertes Uber die Geschichte des Balzner, resp. Mälsner Waldes. 
WMt tw wwr u Ja akM Frag« zu buntwartan. Zum Thema Feuerbrand erklärte Sigi Gstöhl, dass dies eine sehr ge­ fährliche Bakterienkrankheit des Kernobstes und einiger nah ver­ wandter Zier- und Wildgehölze sei. Die Forstgruppe führe jedes Jahr zweimal Feuerbrandkontrollen in der Gemeinde durch und habe die­ sen im Moment gut im Griff. Bei der Mörderburg informierte der Archäologe Hansjörg Frömmelt Uber die gelungene Restaurierung der restlichen Mauer, welche innert eines Jahres von Spezialisten in ei­ ner alten Maurertechnik, in Zu­ sammenarbeit mit den Gemeinden 
Balzers, Fläsch, des Bundes und des Landes Liechtenstein, fertig ge­ stellt wurde. Die ca. 700 Jahre alte, im Original Uber 40 m lange Trutz­ burg, diente den Herren von Gra- fenberg damals als Talsperre. Der Buchdrucker, eine Borken­ käferart, welche besonders die Fichten befällt, sei im Balzner Wald sehr selten anzutreffen, dank eines gesunden Mischwaldes, er­ klärt Dominik Frick. Auch Marc Gantenbein wusste Interessantes Uber den Balzner Mischwald zu berichten und zu WaldveijUngung und Jungwuchs­ pflege erfuhr man von Oliver Vogt Wissenswertes. Waldbearbeitung früher und heu­ te - ein äusserst interessantes The­ ma, illustriert durch Fotos aus der «guten alten» Zeit, als unter gefähr­ lichen und erschwerten Umständen 
das Brennholz gefällt und mit Hornschlitten ins Dorf gefahren wurde. Auf Gedenkkreuze vieler Männer, welche ihr Leben beim Bergholzen verloren, trifft man in ^unserem Wald. Auch die heutige neueste Technik und Riesenma­ schinen waren zu besichtigen und von Patrick Telser ausführlich er­ klärt. Gemeindeförster Gerhard Wille machte die Besucher mit dem The­ ma «Holz als Energieträger» be­ kannt. Holz, ein Geschenk des Wal­ des, direkt vor der Haustür - die Gemeinde geht mit gutem Beispiel voran, viele gemeindeeigene Bau­ werke werden mittels wm*- zel beheizt, die Gemeinde spart durch dieses Co^-neutrale 'Heizma­ terial jährlich 130 000 Liter Heizöl. Zu guter Letzt, aber nicht weni­ ger interessant, standen die Balzner 
Imker Toni Sprenger, Alois Wille und Erwin Frick zum Thema Bie­ nenzucht und Honigertrag, der heu­ er nicht sehr hoch ausgefallen sei, Red und Antwort. Der Imker­ verein, 16 Mitglieder und 94 Völker zählend, präsentierte sich heuer erstmals am Waldtag mit lebenden Bienen samt Königin in Schau­ kästen und aufschlussreicher Illus­ tration. ZUgig gings dann zum Allmeind­ stall, wo Heini Brunhart bereits mit GrillwUrsten und Getränken bereit­ stand und die hungrigen Teilneh­ mer, unter welchen auch Gemein­ devorsteher Antön Eberle sowie ei­ nige Gemeinderäte auszumachen waren, bestens versorgte. Nach . Auflösung der Wettbewerbsiragen und Ermittlung der Gewinner, machte man sich gerne auf den Heimweg - in die warme Stube. Frau Blümchen und Papa Razzi Die Freie Liste feierte ihr 20-jähriges Jubiläum (MMN - HngsMan um 
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Im 20- Die Organisatwen haben sich gros­ se Mühe gegeben, schön gedeckt waren die Tische und die gesam­ melten, prachtvoll gemusterten Steine auf den Tischen als Dekora­ tion 
sollten den steinigen gegange­ nen Weg verdeutlichen. Obwohl nicht alle Tische besetzt waren, durften die Organisatoren mit der Besucherzahl zufrieden sein. Ste­ fanie von GrUnigen führte durch den Abend als Frau Blümchen und Jutta 
Hoop als die etwas chaoti­ sche Fotografin Papa Razzi sorgte immer wieder für einen Lacher. Johannes Rauch, Obmann der Grünen in Vorarlberg, betonte, dass er Gast in einem Land sei, wo die Farben zwar verschieden sind, und Grün auch Weiss sei. Weiter gratulierten Hildegard Fässler, Nationalrätin jenseits des Rheins, Mathias Ospelt und Hansjakob Falk, der ausdrücklich Wert da­ rauf legte, dass "sein Auftritt als Schelm politisch absolut neutral ie von^örünigen warf 
Dar 
MM V*rstMd dar Fratofl Usta ststtta steh an dar JuMUhnnsfalar am einen Blick zurUck und zugleich nach vorne, stellte die Gruppe 
U22 vor, die aus Jugendlichen zwischen 16 bis 18 Jahren besteht und auf einer Leinwand ihre Mei­ nung bekundeten, warum sie pro Freie Liste sind. Die Freie Liste stellte bei dieser Veranstaltung auch den frisch ge- backenen Vorstand vor: Helen Kon- zett Baigetze, Triesen (vertritt die Freie Liste im Schwangerschafts­ konflikt), Elisabeth Tellenbach- Frick, Balzers (Presseverein Info), Werner Schädler, Triesenberg (De­ mokratiebewegung), Wolfgang Mar­ xer, Nendeln (neuer Stellvertret. Ab­ geordneter), Egon Matt, Mauren, Georg Kaufmann, Schaan, Daniela Meier-Wille, Balzers (Kassierin), Karin Jenny, Gamprin (Geschäfts­leiterin 
und seit 8 Jahren dabei). Das Präsidium der Freien Liste wird im 
Laufe September an einer gesonder­ ten Pressekonferenz vorgestellt.
	        

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