Volltext: Liechtensteiner Volksblatt (2005)

^WIRTSCHAFT DIE WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN FÜR LIECHTENSTEIN FREITAG, 19. AUGUST 2005 
SEITE 7 GEKLINGELT Weshalb die Kassen des Schweizer Detail­ handels im Juni be­ sonders laut geklingelt haben. 0 VOLKS BLATT 
NEWS ThyssenKrupp kauft Kapo Kling DÜSSELDORF - Der Schweizer Lift-Her- steller Trapo Küng geht in deutsche Hände über. Der IndustriegUterkonzern Thyssen- Knipp übernimmt die Firma zu einem nicht genannten Preis. Trapo Kiing mache mit rund hundert Mitarbeitern einen Umsatz von 10 Millionen Euro, sagte ein ThyssenKrupp-Spre- cher am Donnerstag in Düsseldorf. Thyssen- Krupp wolle die Geschäfte der neuen Tochter unverändert weiterfuhren und auch beide Standorte in Basel und Zwingen beibehalten. Eis grosser Zukauf war ThyssenKrupp im Aufzugsgeschäft zuletzt 2003 mit der Über­ nahme der koreanischen Dongyang Elevator gelungen. Seither rundete die Konzernsparte ThyssenKrupp Elevator durch zahlreiche kleinere Übernahmen, zumeist im asiatischen Raum, das Geschäft ab. (sda) Einstweilige Verfügung gegen Vorarlberger Medlenhaus SCHWARZACH - Der Rechtsstreit zwi­ schen der Linzer Weekend Magazin GmbH und dem Vonu-lbergc*44«^en!^fnm<i um' den Titel des Gr$is-Magazins Weekend geht in die nächste Runde. Das Landesgericht Feldkirch hat mit Gültigkeit ab dieser Woche eine einstweilige Verfügung gegen das Vorarl­ berger Medienunternehmen erlassen: Dem­ nach darf das wöchentlich erscheinende Gra- tis-Magazin des Vorarlberger Medienhauses die Bezeichnung Weekend ab sofort nicht mehr führen. «Wir haben die einstweilige Verfügung erhalten, wonach das Vorarlberger Medienhaus das 16-seitige Druckwerk bis auf weiteres nicht mehr unter dem Titel Weekend erscheinen lassen darf», bestätigte Christian Lengauer, Herausgeber des Weekend Maga­ zins. (PD) US-Ölpreis leicht gesunken FRANKFURT/NEW YORK - Der US-Öl­ preis ist gestern Donnerstag leicht gesunken. Experten sehen aber weiterhin keine grundle­ gende Trendwende auf den internationalen ölmärkten. Der Preis für ein Barrel (159 Li­ ter) der US-Sorte WT1 lag am Nachmittag mit 63.20 Dollar um 10 Cent unter dem Vortages- schluss. Am Mittwoch hatte der ölpreis zeit­ weise bei 66.60 Dollar notiert. Gewinnmit­ nahmen und gestiegene US-Lagerbestände an Rohöl, Heizöl und Diesel hatten den Preis Ytipk dann aber auf den niedrigsten Stand seit einer Woche gedrückt. (sda) Hnanzaufsiclit siebt Verdacht auf Insidertiandel erhärtet BONN - Die deutsche Finanzaufsicht ver­ mutet, dass Insider ihr Wissen um den Rück­ tritt von DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp an der Börte zu Geld gemacht ha­ ben könnten. Da die ersten Ermittlungen den Verdacht erhärteten, wird nun offiziell ge­ prüft. In dieser zweiten Phase erweitern sich auch die Befugnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn Ausgelöst wurde der Verdacht da­ durch, dass schon vor der überraschenden RUcktrittsankündigung von Schrempp Ende Juli die Aktie anzog. Nach Veröffentlichung der Mitteilung kletterte sie dann um satte zehn Prozent. Innerhalb von Minuten stieg der Börsenwert des Autobauers um fast vier Milliarden Euro. (AP) 
EINGEBÜSST Weshalb der Spezial- chemiekonzera Ciba trotz grösserem Um­ satz an Gewinn ein- bUsste. 0 
VERKAUF Welcher führende Be­ treiber von Internet­ suchmaschinen weitere Millionen Aktien ver­ kaufen will. 
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BÖRSE Aktien, Devisen und Obligationen: Wie sich die Kurse an der Börse in ZUrich gestern ent­ wickelt haben. 
12 Auf zu neuen Taten Management Will Unaxis zu führendem «Multi-Bu«inees»-Unternelimen machen PFÄFFIKON - Unaxis soH zu «H Iivfll UTOiYv* PvlUwiNf pfWIOr M arMtandwi und tac hn ol a glach fflhrandan «Muttl-Bush nass» Untat nahmen wiiiian. Sa hat dar naua Kanzemehef The­ mas Umhargar dto ZMa  ga itra UUHMIMM DM Mi IT8SMinOII VM liMln OUfiKVHvIM £IMM definiert. Fehler wurdan dam ah tan Management luga sch ebc n. Mit den nackten Zahlen, die Lim­ berger vor den Medien in ZUrich kommentierte, wollte er wenig zu tun haben. Unaxis schlitterte im ersten Halbjahr 2005 mit 117 Millionen Franken erneut tief in - die Verlustzone. Der Umsatz brach um 30 Prozent auf 702 Millionen Franken, der Bestellungseingang gar um 35 Prozent auf 714 Millio­ nen Franken ein. «Das ist der Stand, angetroffen Jährige, der vor seinem Antritt als Konzernchef Anfang dieses Mo­ nats bereits seit einem Jahr Ver­ waltungsrat bei Unaxis war. Der, ; Zustand der Technologiegrupp^& weise beim Einkauf von Kompo- lasse Schlüsse auf das vorherige nenten, keine Synergien gesucht Management zu, so Limberger weiter. Allerdings seien die Markt­ bedingungen nicht einfach, spe­ ziell die Halbleiterbranche, die sich immer noch in einem Ab- schwung befinde. Die Vorwürfe gingen nicht nur an die alte Gruppenleitung unter Heinz Kundert und seit vergange­ nem Herbst Harald Eggers, sondern auch 
an die Divisionsleiter. Diese seien technologieverliebt, hätten aber die Märkte und Kundenbe­ dürfnisse nicht verstanden. Die sechs Divisionen hätten unabhän­ gig voneinander operiert, beispiels-und 
enorme Summen für unnütze Programme und Beratungsunter­ nehmen verschwendet. Das Grup­ penmanagement habe zu viele Frei­ heiten gewährt und sich ungenü­ gend von den negativen Entwick­ lungen unterrichten lassen. Über seine Rolle im Unaxis-Ver­ waltungsrat sagte Limberger, in dem Gremium hätten sehr unter­ schiedliche Meinungen geherrscht. Zudem sei der Informationsfluss vom Management zum Verwal­ tungsrat sehr dünn gewesen. ihwi » voranbringen Er sei angetreten, um Unaxis und den Aktienkurs voranzubringen, 
bekräftigte er. Es gehe darum, die Technologieführerschaft, die Una­ xis mit Balzers, Leybold und Con- traves einnehme, auch am Markt umzusetzen. Zunächst will Limber­ ger 
Kosten ohne weiteren Stellen­ abbau sparen. Im zweiten Halbjahr soll es ein hoher zweistelliger Millionenbetrag sein. Um Wachs­ tum zu generieren, werden die Bereiche in den Märkten neu positioniert. Die Technologien würden teilweise durch Partner­ schaften oder Akquisitionen weiterentwickelt. Den Konzern will Thomas Lim­ berger in Richtung eines straff ge­ führten Konglomerats, nach dem 
Vorbild seine früheren Arbeitgebers General Electric, entwickeln. Eine operative Holding oder ein «Multi- Business»-Unternehmen sieht er zunächst als Modell. Die Divisio­ nen werden kürzer an die Leine ge­ nommen und sollen enger zu­ sammenrücken, um personelles und technisches Know-how besser zu nutzen.. Ganz oben auf der Agenda ste­ hen der notwendige Turnaround des Halbleitergeschäfts und der Verkauf des verlustreichen Dis­ play-Geschäfts. Limberger stellte für 2006 eine deutliche Ergebnis­ verbesserung in Aussicht, liess je­ doch offen, ab wann Unaxis wie­ der schwarze Zahlen schreiben könne. (AP) Swisscom erhält Konkurrenz Orange startet Anfang September mit UMTS ZÜRICH - Haan Menata nach dar Swlaacwn startet auch Ha in—•  M|| 
— UilR|l I PM9 RJMNVVMK NT dritten Banarattan UMTS. M dam 5. September Honen auch Orange-Kunden Ohara Handy fenleren anschauen. Sunrise «Wir wollen aggressiv am Markt auftreten», sagte Orange-Marke­ ting-Chef Timm Degenhardt am Donnerstag vor den Medien in Zü­ rich. Die Tarife für die Videotelefo- nie seien bis Ende Jahr die gleichen wie bei der herkömmlichen Sprach- telefonie, 
sagte Orange-Schweiz- Chef Andreas Wetter. Beim Fernsehangebot für das Mobiltelefon sind die Preise zwar 
gleich hoch wie bei der Swisscom. Dafür bietet Orange dreimal mehr Kanäle (30) als der «Blaue Riese». Um die Geschäftskunden zu locken, verkauft Orange die UMTS- Datenkarten für das Note­ book deutlich günstiger als die Swisscom. Ein Nachteil itt alkp- dings, dass der Wechsel von UMTS aufs deutlich schnellere drahtlose Internet (WLAN) nicht automa­ tisch erfolgt. Zudem ist die UMTS-Net*ab- deckung von Orangemit 70 Pro­ zent der Bevölkerung deutlich kld- ner als bei der Swisscom (90 ftp» zent). «Wir haben uns saun Stert • auf städtische und Tourismusgebie­ te konzentriert», sagte Wetter. 
Los gehe es am 5. September in 14 Städten, darunter Zürich, 
mm. Basel, Genf oder Lausanne. Bis Jahresende sollen 11 weitete dazu­ kommen. Das Netz werde auch im nächsten Jahr.laufend ausgebaut. Insgesamt habe Orange in der Schweiz rund 500 Mio. Fr. in das UMJS- Nett investiert, s^flfcWet- UMTS 
werde «ine Erfolgstf- schichte, das sei keine Frage. Dies zeigten d&p Erfahnpgen im Aus­ land. $o hitjbe richin Deutschland 1 )wt'lie(^alMn^|ia' die Zahl der 20Ö5 auf IMio.vervierfacht.In der Schweix hat die S über 
30 000 UMTS-Handys 15 000 
UMTS-Datenkarten ver­ kauft. (sda) Ä fr
	        

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