Volltext: Die Hexe vom Triesnerberg

Fünftes Kapitel. 
XTun war schon die dritte Nacht gekommen, daß 
Gretli am Lager des kleinen Mariele wachte. 
Dunstig und schwer hing die Luft über der Stube; 
dicht waren die Fenster geschlossen, die Scheiben waren 
säst blind von dem heißen Schwaden, der sich darauf ge 
lagert hatte. War doch den ganzen Tag über hier ge 
kocht worden für Mensch und Bieh, und in dem großen 
Bett dort nahe am Herd lag die Aranke. Da konnte 
man kein Fenster öffnen, man hätte dann ja denken 
sollen, daß das kranke Aind sich den Tod holen würde. 
Aber daß die stickige, verbrauchte, von Miasmen durch 
schwängerte Lust gerade der beste Freund des klap 
perigen Gesellen sei, das glaubte man damals nicht. 
Heiß und dumpf war die Luft. 
Gretli vermochte kaum zu atmen. Sehnsüchtig hing 
ihr Blick am Fenster; ach, nur einmal öffnen, eine 
einzige Minute nur, einmal nur die frische, kalte Winter 
luft einsaugen dürfen! 
Sie ließ den Aopf schwer auf die Brust fallen. Ls 
ging ja nicht, es durfte kein Luftzug das kranke Mariele 
treffen. Schweratmend lag es in den Aiffen; stürmisch
	        

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