Volltext: Die Hexe vom Triesnerberg

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Als er zum Füttern in den 5>tall mußte, lief er 
einmal ganz weit in den Schnee hinaus, stellte sich in 
Positur und schrie aus voller Brust seine Zuhuruse. 
Das waren seine Freudenjuchzer, die mußten hinaus. 
Nachher ging es schnell in den Ttall, das liebe Vieh 
hatte so in den letzten Tagen nicht ordentlich sein Gehör 
bekommen; nun aber wollte er alles nachholen; das 
Gretli war ja bei dem Aranken. Für die Nacht half er 
ihr dann eine einfache Lagerstatt aus Heu und Decken 
am Ofen Herstellen; das Gretli sollte es doch behag 
lich haben, dafür war er da, daß er dafür sorgte. Tr 
selbst wickelte sich in eine Decke und legte sich wieder 
aus die harte Bank, wie er es schon seit ein paar 
Nächten gemacht hatte; der Aranke sollte das Bett für 
sich allein haben. 
Zwei Tage war Gretli erst in der Sennhütte, da 
ging es dem Aloys schon wieder besser; das Fieber 
wich, und der quälende husten löste sich. Der Tepp tat 
darob große Freudensprünge und schrie seine Zuhuruse 
so laut über die Matte, daß die Arähen vor Angst ihr 
heiseres Geschrei einstellten und mit ängstlichem Flügel 
schlag aus- und in die Föhren flatterten. 
Wie hatte Gretli aber auch den Aranken gepflegt! 
Aeine Minute hatte sie sich Ruhe gegönnt; die Lager 
statt am Ofen wäre rein für nichts gemacht, brummte 
der 5epp, der es wohl bemerkte, wie das Mädchen 
kaum ein halbes Stündchen der Ruhe pflegte. Dann trieb
	        

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