Volltext: Die Hexe vom Triesnerberg

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Immer wieder schüttelte sie voller Besorgnis den Aopf. 
Und doch tat es ihrem gequälten Mutterherzen gut, 
daß das Mädchen sich so opferwillig zeigte und so gern 
für den Aloys sorgen wollte. 
Mehr wie einmal sagte sie zu ihrem Manne: 
„'s ist doch ein gutes Aind, das Gretli, so ein 
braves Aind!" 
Dazu nickte Jakob Stöß recht kräftig mit dem Aopfe. 
* 
Der Sepp war seit der frühen Morgenstunde, da 
er aus dem Saminatal den Boten nach dem Triesner- 
berg geschickt hatte, in geheimer Unruhe. U)ohl an 
hundertmal war er schon hinaus vor die Sennhütte 
gegangen, ja, gar hinten bis an das Gatter gelaufen, 
um auszuspähen, ob nicht eine Gestalt zu sehen wäre, 
die auf die Hütte losstapfe. Und doch konnte er wohl 
ganz gut ausrechnen, daß vor dem Nachmittag nicht 
leicht jemand hier sein könne. 
Gr hatte eine geheime Angst vor dem Aommen 
dieser Gestalt, denn daß dev Bauer Jakob Stöß auf die 
Nachricht hin kommen würde, das stand bei ihm fest; 
aber er hatte Angst vor dem Aloys. 
Gr hatte ihm nichts davon gesagt, daß er die Bot 
schaft von seiner Erkrankung nach dem Glternhause 
geschickt hatte. 
Der Aloys würde schön wettern darüber.
	        

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