Volltext: Offizieller Reiseführer durch das Fürstentum Liechtenstein und nähere Umgebung

Triesen 
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Anfang an eine eigene kleine politische Genossenschaft bilden, aber 
zur Prarrei Schaan gehören. Im Schwabenkriege, 1499, stiegen über 
die Höhen von Planken die Urmer, um den Oesterreichern bei Fra- 
stanz unerwartet in den Rücken zu fallen. Auf der Höhe von 
Planken, gegen Schaan zu, sind auf einer etwas ebenen Platte be- 
hauene Findlinge, welche jedenfalls den Römern als Meilensteine 
dienten. gefunden worden. 
Unter ünfte: Gasthaus Post, 8 B.: Gasthaus Adler, 6 B.; 
(jasthaus Schäfle, 4 B.; Gasthaus Sternen, 4 B.; Gasthaus Sonne, 
FAVYEN Siehe unter Vaduz! 
POSTAUTO: Haltepunkt Post an der Linie Vaduz—Balzers-- 
FTrühbbach. 
iriesen: 490 m ü. d. M., 1126 Einwohner, Postamt, Telephon, 
an der Hauptstraße nach Chur gelegen, 3 km südlich Vaduz, 
inmitten schöner Obstsärten. — Volksschule, große Weberei. 
30 m oberhalb des Ortes die romantisch gelegene Sankt Ma- 
mertuskanelle. 
Geschichtliches: Der Name Triesen soll keltischen Ur- 
sprungs sein; „Trisa‘‘, „Trisun‘‘ heißt „Bach'‘, „fließendes Wasser‘. 
Der Ort lag am Berghbach, der früher wohl wasserreicher war. Die 
Saye, daß der Ort einst durch einen Bergrutsch zugedeckt worden sel, 
enthehrt nicht ganz eines geschichtlichen Hintergrundes, wie schon 
das Terrain erkennen läßt. Auch zur Römerzeit war Triesen bewohnt. 
Später hatten in Triesen mehrere Adelsgeschlechter ihren Sitz. So 
ragte über dem Dorfe, wo die alte St. Mamertuskapelle steht, die 
Burg der hochangesehenen Ritter von Trisun; im Garnis die der 
Ritter von Richenstein; auf Matschils die der Ritter von Schiel usw. 
Das Dorf reichte früher nicht bis zur jetzigen Landstraße herab; 
es lag höher, daher auch die Pfarrkirche im Oberdorf. Die Marien- 
kapelle im Unterdorf wurde vom Kloster St. Luzi in Chur, das in 
Triesen großen Lehenbesitz hatte, im 13. Jahrhundert erbaut, Der 
Turm stammt noch aus dieser Zeit, während der übrige Bau 1633 
neu erstellt wurde. Zwischen Triesen und Vaduz steht eine kleine 
Kapelle, St. Wolfgang, die zur Erinnerung an die dort geschlagene 
Schlacht 1499 in zotischem Stil erbaut war. Heute ist nur noch eine 
kleinere Kapelle aus späterer Zeit, 
Touren von Triesen: Siehe Hochgebirgstouren ab Seite 56!
	        

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