Volltext: Windenergie aus der Föhngemeinde

Windenergie aus der Föhngemeinde Funktion Windkraftanlagen 
90km/h muss die Anlage schon die Flügel aus dem Wind nehmen, wie Bruno Dürr erläuterte. 
Ohne Getriebe erfolgt die Verbindung der Rotornabe zum Generator direkt und hält Windge- 
schwindigkeiten von 120km/h aus. Dadurch erhält die Windkraftanlage eine höhere Zuverläs- 
sigkeit, längere Lebensdauer (20 Jahre) und einen geringeren Wartungsaufwand, allerdings 
muss mit grösseren Abmessungen, höheren Gewichten bei der Montage und höheren Anschaf- 
fungskosten gerechnet werden. (Schaffarczyk, 2012, S. 251) 
Die Windkraftanlagen auf And werden eine Nabenhóhe von 122m haben und man geht davon 
aus, dass jede der beiden Anlagen ca. 7.5 Millionen kWh Strom pro Jahr produziert. Der Bau der 
Windkraftanlagen auf And würde ca. drei bis vier Monate dauern und insgesamt müsste für Bau- 
platz und Zufahrtsstrassen maximal ein Hektar Wald gerodet werden, so Bruno Dürr. 
Die drehenden Teile einer Windkraftanlage werden als Triebstrangkomponenten bezeichnet, 
dazu gehóren auch der Rotor und der Generator. Der Rotor entzieht dem Wind kinetische Ener- 
gie und leitet diese als mechanische Leistung in das Kraftwerk ein. Allgemein ist die Windenergie 
eine besondere Herausforderung für die Technik, weil der Wind keine konstante Richtung hat. 
Um diesem entgegenzuwirken, gibt es den Azimutantrieb, ( 
Abb. 12) der das Windrad in der Horizontale in Bewegung bringt. Zusátzlich werden Blattwinkel- 
verstellsysteme verwendet, welche die Rotorblátter um die jeweils eigene Achse drehen. Das 
Drehen der Rotorblátter in den 90* Winkel nennt man Fahnenstellung und das Windrad bleibt 
stehen. Beim Pitch Prinzip stehen die Rotorblatter im Netzbetrieb bei 0° bis 30°. Die Blatter kon- 
nen sekundenschnell (mit 90°) gestoppt werden. (Schaffarczyk, 2012, S. 224 - 225) 
  
Abb. 10: Pitch-Winkel im Bereich von 0° bis 30° bei Netzbetrieb, 70° bei netzentkoppeltem Trudeln und 90° als 
Fahnenstellung bei Komplettstopp 
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