Volltext: Der letzte Gutenberger und der Schwabenkrieg

Der letzte Gutenberger und der Schwabenkrieg 
Der Schwabenkrieg aus der Sicht des Balzner Burgenspiels „Der letzte Gutenberger“ von 1925 
  
Abb. 19: Ludwig von Brandis (links), Thüring von Rüttinen (Mitte) und Hans von Königsegg (rechts) 
Unterdessen haben die Eidgenossen angefangen, die Burg zu belagern und zu beschiessen. 
Die auf der Burg stationierten Landknechte machen sich jedoch nur lustig über die Be- 
schiessung. Sie fühlen sich hoch auf dem Burghügel in ihrer Festung dem Gegner überle- 
gen und provozieren die Eidgenossen, indem sie mit Bürsten und Lappen die Flecken an 
der Burgmauer putzen, welche durch die Kanonenkugeln entstanden sind. 
Geplagt durch ihr schlechtes Gewissen gesteht Roswitha ihrem Verlobten die Liebe zu 
Wirnt. Es kommt zu einem Zweikampf zwischen Hans und Wirnt. Nach einem kurzen Ge- 
fecht mit Schwert und Wort, wirft Wirnt seine Waffe weg und hält Hans seine Brust hin mit 
der Bitte, seinem Leben ein Ende zu setzen. Doch anstelle eines Todesstosses kommt es zu 
einer Verbrüderung der beiden Rivalen. Sie sehen in ihrem Gegenüber plötzlich viele Ge- 
meinsamkeiten und fühlen sich durch ihre innige Liebe zu Roswitha miteinander verbun- 
den. Sie beschliessen ihre Geliebte zu beschützen und Seite an Seite gegen den Feind zu 
kämpfen. 
Der falsche Graf sieht nun seine Stunde gekommen und ermöglicht einigen Eidgenossen an 
einem Seil in die Burg zu klettern. Diese erschlagen die Torwache und öffnen das Burgtor, 
damit die Belagerer die Burg bestürmen können. Erschrocken durch den plötzlichen Über- 
fall der Eidgenossen fliehen die Verteidiger in den Innenhof und verschliessen die Tore. 
Der Verräter wird jedoch kurze Zeit später gefasst und zur Strafe den steilen Burgfelsen 
hinunter in den Tod gestürzt. 
Wirnt, Hans und weitere Kriegsleute stürmen nun wagemutig nach draussen und versuchen 
die Eindringlinge aus der Vorburg zu vertreiben. Ihr kühnes Vorhaben gelingt, doch wird 
21
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.