Volltext: Zukunft Steuerstandort Liechtenstein

tige aufgrund gesetzlicher Verpflichtung unterstützt; 
c) die vom Steuerpflichtigen an die Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenversicherung, an die Familienausgleichskasse, an die 
Arbeitslosenversicherung sowie an die obligatorische Unfall- 
versicherung entrichteten, eigenen Beiträge; 
d) die Beiträge und Prämien an private Lebensversicherungen, 
Krankenversicherungen und die nicht unter Bst. c fallenden 
Unfallversicherungen, im Umfang von höchstens 3 500 
Franken für alle Steuerpflichtigen, höchstens 7 000 Franken 
für gemeinsam veranlagte Ehegatten sowie höchstens 2 100 
Franken pro Kind, für das dem Steuerpflichtigen nach Bst. a 
ein Abzug zusteht; 
e) die Beiträge und Prämien an Pensionskassen und ähnliche 
Einrichtungen der beruflichen Vorsorge, höchstens jedoch 
12 % des steuerpflichtigen Erwerbseinkommens des Steuer- 
pflichtigen oder der gemeinsam veranlagten Ehegatten; 
f) die Ausbildungskosten für Kinder, ausser den Kosten der 
Primar-, Sekundar- und inländischen Musikschulen, bis zu 
einer Höhe von 12 000 Franken pro Kind jährlich. Nicht 
abzugsfähig sind Ausbildungskosten für Kinder, die dauernd 
erwerbstätig sind. Vom Gesamtbetrag der Ausbildungskosten 
sind die von den öffentlichen und privaten Institutionen 
gewährten Stipendien abzuziehen. Die Ausbildungskosten 
sind nachzuweisen; 
g) die nicht durch Versicherungsleistungen gedeckten Krank- 
heits-, Unfall- und Zahnarztkosten, die der Steuerpflichtige 
für sich und die in Bst. d genannten Personen getragen hat, 
bis zu einem Betrag von 6 000 Franken pro Person. Die 
Kosten, welche den Gesamtbetrag von 300 Franken pro 
Person überschreiten, sind durch Belege nachzuweisen; 
h) freiwillige Geldleistungen an juristische Personen und beson- 
dere Vermógenswidmungen mit Sitz im Inland, die im 
Hinblick auf ausschliesslich und unwiderruflich gemeinnützi- 
ge Zwecke nach Art. 4 Abs. 2 von der Steuerpflicht ausgenom- 
men sind, im Umfang von maximal 10 9 des steuerpflich- 
tigen Erwerbs vor Anwendung von Abs. 1 Bst. b Nummer 3; 
ausgenommen sind Einzelzuwendungen unter 100 Franken. 
Dies gilt entsprechend in Bezug auf juristische Personen 
und besondere Vermógenswidmungen mit Sitz in einem 
anderen Mitgliedstaat des Europäischen Wirtschaftsraumes 
oder in der Schweiz, welche im Hinblick auf ausschliesslich 
und unwiderruflich gemeinnützige Zwecke im Sitzstaat von 
der Steuerpflicht ausgenommen sind und insoweit die Voraus- 
setzungen für einen Antrag nach Art. 4 Abs. 2 erfüllen. 
3) Wenn sich bei einem Steuerpflichtigen die Steuerpflicht 
auf einen Zeitraum von weniger als einem Jahr erstreckt, so sind 
die frankenmässigen Abzüge nach Abs. 2 nur mit dem der Dauer 
der Steuerpflicht entsprechenden Bruchteil vorzunehmen. 
4) Vom steuerpflichtigen Erwerb sind insbesondere nicht 
abziehbar: 
a) die Aufwendungen für den Lebensunterhalt des Steuerpflichti- 
gen und seiner Familie; 
b) die durch die berufliche Stellung des Steuerpflichtigen be- 
dingten Standesauslagen; 
c) die Beiträge und Prämien an private Schadensversicherungen; 
d) sämtliche direkten und indirekten Steuern. 
5) Art. 47 Abs. 2 Bst. h und i sowie Art. 49 bis 53, 55, 56 und 
60 finden entsprechende Anwendung. 
Art. 17 
BUCHFÜHRUNGSPFLICHT 
Steuerpflichtige mit einem Erwerb nach Art. 14 Abs. 2 Bst. bund c 
sind zur Führung einer ordnungsgemàssen Buchhaltung verpflich- 
tet. Die Buchhaltung muss einen vollständigen und geordneten 
Einblick in den Vermógensbestand am Anfang und am Ende des 
Gescháftsjahres sowie über die gesamten Erlóse und Aufwen- 
dungen und die Höhe des Privataufwandes des Geschäftsjahres 
ermöglichen. Die Bücher und Belege sind während fünf Jahren 
hindurch aufzubewahren. 
4. Steuerberechnung 
Art. 18 
GRUNDLAGEN DER STEUERBERECHNUNG 
1) Soweit Vermögensbeträge bei der Anwendung von Art. 
14 Abs. 2 Bst. I nicht auf hundert Franken und Erwerbsbeträge 
nicht auf zehn Franken enden, sind diese auf hundert bzw. auf 
zehn Franken abzurunden. 
2) Bei Steuerpflichtigen, deren Steuerpflicht sich auf 
einen Zeitraum von weniger als einem Jahr erstreckt, erfolgt die 
Berechnung aufgrund ihres während der Dauer der Steuerpflicht 
erzielten Erwerbs. 
3) Bei Heirat werden die Ehegatten für das ganze Steuerjahr 
gemeinsam besteuert. 
4) Bei Scheidung und bei rechtlicher oder tatsächlicher 
Trennung der Ehe werden die Ehegatten bis zum Scheidungs- 
oder Trennungsdatum gemeinsam und ab diesem Datum getrennt 
besteuert; Art. 21 Abs. 2 gilt jeweils entsprechend. 
5) Bei Tod eines Ehegatten werden die Ehegatten bis zum 
Todestag gemeinsam besteuert. Der Tod gilt als Beendigung der 
Steuerpflicht beider Ehegatten und als Beginn der Steuerpflicht 
des überlebenden Ehegatten; Art. 21 Abs. 2 gilt jeweils entspre- 
chend. 
Art. 19 
TARIF 
Die Landessteuer bemisst sich nach dem steuerpflichtigen Erwerb, 
einschliesslich des nach Art. 14 Abs. 2 Bst. I in einen Erwerb 
umgerechneten Vermögens. Sie beträgt vorbehaltlich der Art. 15 
Bst. i, Art. 21 und Art. 22 jeweils in Franken für steuerpflichtige 
Erwerbe (x): 
a) für alle Steuerpflichtigen, vorbehaltlich Bst. b und c: 
bis 14 000 Franken (Grundfreibetrag): 0 
von 14 001 Franken bis 24 000 Franken: 0,01 : x - 140 
von 24 001 Franken bis 48 000 Franken: 0,03 : x - 620 
von 48 001 Franken bis 84 000 Franken: 0,04: x - 1 100 
von 84 001 Franken bis 120 000 Franken: 0,05 - x - 1 940 
über 120 000 Franken: 0,06 : x - 3 140; 
b) für Alleinerziehende im Sinne des Familienzulagengesetzes: 
bis 28 000 Franken (Grundfreibetrag): 0 
von 28 001 Franken bis 36 000 Franken: 0,01 : x - 280 
von 36 001 Franken bis 72 000 Franken: 0,03: x - 1 000 
von 72 001 Franken bis 126 000 Franken: 0,04 : x - 1 720 
von 126 001 Franken bis 180 000 Franken: 0,05 - x - 2 980 
über 180 000 Franken: 0,06 : x - 4 780; 
c) für gemeinsam veranlagte Ehegatten: 
bis 28 000 Franken (gemeinsamer Grundfreibetrag): 0 
von 28 001 Franken bis 48 000 Franken: 0,01 : x - 280 
von 48 001 Franken bis 96 000 Franken: 0,03 : x - 1 240 
von 96 001 Franken bis 168 000 Franken: 0,04 - x - 2 200 
von 168 001 Franken bis 240 000 Franken: 0,05 : x - 3 880 
über 240 000 Franken: 0,06 : x - 6 280. 
Art. 20 
AUSGLEICH DER KALTEN PROGRESSION 
1) Hatsich der Landesindex der Konsumentenpreise seit 
dem letzten Ausgleich der Kalten Progression um 8 9/o erhóht, hat 
die Regierung dem Landtag darüber zu berichten. Massgeblich ist 
jeweils der Indexstand vor Beginn des Steuerjahres. 
2) Die Regierung stellt dem Landtag zudem Antrag auf vol- 
len oder teilweisen Ausgleich der Kalten Progression. Der Landtag 
beschliesst über den Ausgleich der Kalten Progression. 
3) Der volle oder teilweise Ausgleich der Kalten Progression 
umfasst die Anpassung des Tarifs nach Art. 19 sowie die Anpas- 
sung der in Frankenbetrágen festgesetzten Limiten und Abzüge 
nach Art. 15 und Art. 16.
	        

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