Volltext: Das Verhältnis zwischen Völkerrecht und Landesrecht nach Massgabe der Praxis des Staatsgerichtshofes des Fürstentums Liechtenstein

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2.2.1 
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Lehre 
Völkerrechtliche Lehre 
Aufgrund der Tatsache, dass der Staatsgerichtshof — in Bezug auf das 
Verhältnis zwischen dem Vôlkervertrags- und dem Landesrecht in 
einem technischen Sinne — dem System der automatischen Adoption ge- 
folgt ist?39, ergibt sich aus der vólkerrechtlichen Lehre, dass das Vól- 
kervertrags- im Landesrecht , unmittelbar (gilt) ..., und zwar als Vól- 
kerrecht und nicht als nationales Recht/949, Ohne seine Rechtsnatur 
als Vólkervertragsrecht zu verlieren, wird dieses durch die Ratifika- 
tion und durch sein (vólkervertrags- und landesrechtliches) Inkraft- 
treten in das Landesrecht inkorporiert und bildet mit diesem einen Be- 
standteil ein- und derselben und - in der Lehre des Monismus' — 
einheitlichen Rechtsordnung?^!. 
Landesrechtliche Lehre 
Im Anschluss an die Postulatsbeantwortung hat sich die landesrechtli- 
che Lehre vor allem mit der Rechtsnatur des EWR- und des Wirt- 
schaftsvertragsrechts auseinandergesetzt. 
EWR-Recht 
In ihrer Grundlagenarbeit zu den staats- und vólkerrechtlichen 
Grundfragen einer EWR-Mitgliedschaft Liechtensteins schreiben 
Bruha/Büchel dem EWR-Recht zwar einen ,vólkerrechtlichen Cha- 
rakter9^? zu, sprechen — mit Blick auf Art. 7 EWRA - gleichzeitig je- 
doch von der (in Anführungszeichen gesetzten) ,Quasi-Supranatio- 
nalitát' des EWR-Rechts93, Thürer vertritt diese These ohne eine sol- 
che Reserve?^^, Auch wenn sie (und zwar ebenfalls in Anführungs- 
zeichen) von ,Gemeinschaftsrecht/?^? spricht, lásst die Regierung über 
Siehe hierzu das 6. Kapitel Pkt. 4.1. 
Ipsen S. 1073 (Kursivstellung durch den Verfasser). 
Siehe hierzu das 6. Kapitel Pkt. 2. 
Bruha/Büchel (Grundfragen) S. 10. 
Bruha/Büchel (Grundfragen) S. 4. 
Siehe hierzu Thürer (Vólkerrechtsordnung) S. 112: ,EWR-Recht ist supranationales Recht". 
Regierung (Diskussionspapier) S. 3. 
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