Volltext: EINTRACHT (2011) (Staatsfeiertag)

EINTRACHT STAATSFEIERTAG 2011 Pfarrkirche zu St. Florin, Vaduz Pfarrkirche St. Martin und Friedhof Eschen Beim Bau der neuen Pfarrkirche St. Martin in Eschen im Jahre 1894 stellte sich die Frage, die Innenaus­ kleidung in Tuffstein vorzunehmen. Dies hätte aus wärmetechnischen Gründen grosse Vorteile mit sich gebracht. Aus Kostengründen wur­ de wahrscheinlich auf Tuff verzich­ tet. In der heutigen Ausgestaltung der Kirche kann man keine Tuffele­ mente erkennen. Bei der Neugestaltung des Friedho­ fes in Eschen im Jahre 1943 bis 1945 ist von der Baufirma Marxer- Batliner-Hasler Tuffstein in reichli­ chem Masse verwendet worden. Weite Teile der Einfassungsmauer, das imposante Eingangstor und etli­ che Grabmaleinfassungen sind in Tuff ausgeführt. 
Die Vaduzer Kirche zu St. Florin, er­ baut von 1867 bis 1869, ein Meis­ terwerk des Dombaumeisters Fried­ rich, Freiherr von Schmidt, geb. 22. 10. 1825, gest. 23. 1. 1891, hat dem Tuffstein einen Ehrenplatz zu­ gewiesen. Schmidt liess den Anbau der Sakristei gänzlich aus Tuffstein erstellen. Dieser Tuff wurde an der Schlossstrasse gebrochen. Anson­ sten hat die Kirche in farblich fein abgestimmten Nuancen Steine ver­ schiedener Herkunft. Nachdem im Herbst 1867 das Fun­ dament erstellt war, ruhten über den Winter die Arbeiten an der Baustel­ le. Die Gemeindebürger waren da­ mit beschäftigt, das nötige Bauholz zu schlagen und an den Arbeitsplatz zu bringen. Brennholz zum Kalk­ brennen musste gerüstet werden. Die fürstliche Ziegelei in Nendeln war ausschliesslich mit der Erzeu­ gung der erforderlichen Ziegel für die Gewölbe sowie die Bedachung in Anspruch genommen. Viel Arbeit hatten auch die Fuhrleute mit dem Transport der Bausteine, die aus ganz verschiedenen Gebieten stammten. Schwarzer Marmor aus Balzers wurde herbeigeführt. Die 
vielen Sandsteine kamen aus Stein­ brüchen in St. Margrethen, Thal, Staad und Uznach per Eisenbahn nach Buchs und mussten von dort mit dem Pferdefuhrwerk abgeholt werden. Gelber und grauer Marmor wurde aus Solothurn geliefert. Die 
Granitsteine stammen von Mels, die Schieferplatten aus Glarus und die Zementplatten für den Fussboden aus Zürich. Zur Verarbeitung der ed­ leren Steinarten kamen Steinmetze aus dem Tessin und allen Teilen Deutschlands. 13
	        

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