Volltext: EINTRACHT (2010) (Ostern)

EINTRACHT OSTERN 2010 und schärfte ihm ein, sich morgens nicht etwa zu verschlafen. Die Reise begann. Schneller als der Blitz wa- ren sie in Rom. Der Bischof warnte den Papst noch zur rechten Zeit und erhielt von ihm aus Dankbarkeit ei- ne Glocke. Der Teufel musste nun auch die Glocke mit aufladen und nach Sitten heimtragen. Es war noch nicht zwei Uhr morgens, als er glücklich mit seiner Doppellast zu- unterst auf der Planta ankam. Da merkte der weisse Hahn auf dem Dache auch gleich die Ankunft und fing aus vollem Halse schnell zu krähen an. Auch der schwarze Hahn des Teufels erwachte darob und schrie mit. Der Satan geriet in hefti- gen Zorn, dass er die Wette verloren hatte und warf die Glocke mit sol- cher Gewalt zur Erde nieder, dass sie neun Ellenbogen tief in den Bo- den einsank. Der Bischof aber rief: «Dona! Dona! liit!» Da fing die Glocke an zu läuten und erhob sich läutend durch die Luft zum Turme. Das war von da an die Theoduls- glocke, die lange gegen Ungewitter Wunder 
tat.Kinder 
sind angespro- chen und gefordert Auf dem zweiten Teil des Weges kommen die Kinder besonders auf ihre Kosten. Schon auf dem Spiel- platz auf Masescha werden die Kin- der mit der Sage «Der Riese von Guflina» vertraut gemacht. Eine Sitzgruppe mit Riesenpilzen rund um einen grossen Tisch lädt hier zum Verweilen ein.Beim 
Weiterwandem auf dem Phi- losophenweg muss man besonders aufmerksam sein, denn hier gibt es einiges zu entdecken. Tiere und Fi- guren aus Holz, kunstvoll von Karin Gassner mit der Säge bearbeitet, so eine Eule, ein Adler, ein Eichhörn- chen und ein Waldgeist begegnen dem aufmerksamen Wanderer. Spielgeräte, ein Klangspiel und ein Horchbaum beflügeln die Phanta- sie. Spannend wird es auf 
dem Der Erbi-Geist In einem Haus im Erbi wohnte eine Familie nicht gern, denn jeden Abend erschien ein Geist. Schliesslich wurde es den Leuten so un- heimlich, dass sie das Holzhaus abbrachen und an einer anderen Stel- le wieder aufrichteten, um dem Geist zu entgehen. Als sie die letzte Habe zum Hausplatz trugen, da schlich der Geist hinter ihnen her und sprach: «Ihr habt Hüder und Gmüder, und ich komm auch mit hinüber» Wirklich und wahrhaftig hatten sie den Geist wieder im Haus, und die ganze Arbeit war umsonst getan.27
	        

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