Volltext: EINTRACHT (2009) (Ostern)

EINTRACHT OSTERN 
2009 RUGGELLER RIET- EINE NATURNAHE KULTURLANDSCHAFT MIT VIELFALTIGEN 
LEBENSRAUMENvon 
Johann Oehry Tuarbna im Ruggeller Riet - ein ausgestorbe- nes Handwerk Das Ruggeller Riet ist ein Flach- moor. Nach dem Abschmelzen und Rückzug des Rheingletschers vor ungefähr 14 000-17000 Jahren konnte es allmählich entstehen. Der Querriegel des Schellenberges ver- hinderte ein gleichmässiges Auseb- nen des Talraumes durch den Rhein. So verblieb an der Nordwestseite des Hügels ein Hinterwasser als Flachsee, eingeschlossen von den Schwemmlandrücken des Rheines und den Ablagerungen und Auf- schüttungen der III. Im Verlauf der Zeit verlandete der Flachsee lang- sam zum Flachmoor. Die abgestor- benen Pflanzenreste bildeten eine Torfdecke von bis zu 9 m Mächtig- keit, auf welcher sich schliesslich ein Birken- und Kiefernwald aus- breitete. 1884 sind beim Torfstechen Streu- funde aus der Bronze- und 
Eisenzeit : LIECHTENSTEIN J(Lappenbeil, 
Schmucknadeln, Bron- zefibel u.a.m.) sowie ein Schatzfund mit 25 römischen Münzen gefunden worden, was beweist, dass das Rug- geller Riet damals schon begangen wurde. Der Ortsname Ruggell, her- geleitet vom lateinischen «runcare» d.h. roden, reuten, weist hin auf die Entstehung von Siedlungen in der Rodungsfläche «roncale» von Alten- stadt über das Gebiet zwischen demeinstigen 
Illsee und Flachmoor bis an den Rhein beim heutigen Dorf Ruggell. Die Anfänge des Torfste- chens im Ruggeller Riet liegen im Dunkeln. In der Landesbeschrei- bung von Schuppler anno 181 5 be- merkt er nur kurz bei der Gemeinde Ruggell: «An Holz leidet sie Man- gel, bedient sich sohin des Torfes, der auf ihrem Gemeindsried gesto- chen wird.» Ruggeller Riet, Aquarell der Ruggeller Künstlerin Gertrud Kohli-Büchel
	        

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