Volltext: EINTRACHT (2000) (Staatsfeiertag)

013 EINTRACHT STAATSFEIERTAG 
2000 KULTURTRÄGER Die LiGiTa in Eschen Die Gitarre ist ein sanftes, inniges Musikinstrument. Sie nimmt Stim- mungen der Seele auf und reagiert auch auf die letzten, feinen Gefühle des Spielers. Das Gitarrenspiel auf höchstem Niveau 
präsentieren Das Gitarrenspiel auf höchstem Ni- veau zu präsentieren und die Tatsa- che, dass das Saitenspiel schon in alten Kulturen hohen Stellenwert hatte, war der Gedanke zielfüh- rend, die Gitarrenmusik auch in Liechtenstein einer breiten Öffent- lichkeit nahe zu bringen. In der Vergangenheit boten die In- ternationalen Meisterkurse in Va- duz in unregelmässigen Abständen neben anderen Fächern den Kursus Gitarre an. Nicht in Konkurrenz, sondern als Aufwertung ihres Faches entstand bei den Gitarrepädagogen unserer Region der Wunsch und die Idee, die LiGiTa (Liechtensteinische Gi- tarren-Tage) zu organisieren. Gründung des 
«Gitarrenzirkels» Um dem Vorhaben eine Basis zu geben, schritten sie zur Tat und gründeten im September 1992 den Verein mit Namen «Gitarrenzirkel», formulierten Zweck und den orga- nisatorischen Aufbau. Bei den Gründermitgliedern waren Elmar Gangl, Kurt Gstöhl, Manfred Sträs- ser, Leon Koudelak, Michael Buch- rainer und Dietmar Tiefenthaler. Die Gemeinde Eschen, die sich in der Musikkultur als sehr offen er- weist, konnte die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung stel- len. Durch Kontaktnahme zu Gitarrevir- tuosen und Pädagogen in anderen Ländern konkretisierte sich bald darauf schon das Unterfangen, während einer Woche das Gitarren-spiel 
auf hohem Niveau zu pflegen und Kurse anzubieten; die Idee der liechtensteinischen Gitarrentage war somit 
geboren. Gitarrenkonzerte seit 1993 Mit David Russell, einer der hervor- ragendsten Persönlichkeiten der klas- sischen Konzertgitarre, begannen die ersten LiGiTa im Juli 1993 in Eschen. Das Renommee Russells blieb nicht unbeachtet. Der Kurs- ausschreibung folgten etliche Mu- sikstudenten, um beim Meister die letzten Geheimnisse des Gitarre- spiels zu erfahren. In den darauffolgenden Jahren mel- deten sich auf Einladung weitere sehr bekannte Interpreten, die weit gereist und kofferbeladen in Eschen eintrafen. Ihnen folgten auch zahl- reiche Studenten aus den letzten Winkeln der Erde, welche entweder klassisches Spiel, Flamenco oder al- te Musik studieren und perfektio- nieren wollten.Die 
LiGiTa haben nun einen festen Platz in der Kulturszene Liechten- steins und finden alljährlich in der ersten Schulferienwoche im Som- mer statt. Hochstehende Gitarren- konzerte in den verschiedenen Ge- meinden des Unterlandes, eine rie- sige Notenausstellung gehören zum Rahmenprogramm wie die Auslage neuester Meistergitarren bekannter Ateliers. Zum zweiten Mal bauen Gitarrefreaks in den Werkstätten des Schulzentrums unter Anleitung eines Meisters ihre Gitarre hoher Qualität. Die Athmosphäre unter Referenten und Studenten ist herzlich bele- bend. Eschen und das ganze Liech- tensteiner Unterland verspüren in diesen Tagen einen Hauch von In- ternationalität, das Saitenspiel ist allgegenwärtig und klingt noch weit in die Nacht hinein. Wenn am letz- ten Tag wieder Koffer gepackt wer- den, ergreift Wehmut die Reisen- den und Zurückgebliebenen. Adolf Marxer Flamenco-Citarren-Unterricht bei Merengue de Cordoba21
	        

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