Volltext: EINTRACHT (1997) (Ostern)

Hl Eäü EINTRACHT OSTERN 
1997 Obsigent - Nedsigent Die Setzzwiebeln wollten einfach nicht anwachsen. Vor Jahren habe ich es ausprobiert: Es ist etwas dran an den alten Bau- ernregeln. In meinem Garten hal- bierte ich ein Beet. Ich verwendete auf beiden Hälften den gleichen Sa- men, den gleichen Dünger, ich richtete vor dem Anpflanzen das ganze Beet genau gleich her. Nur brachte ich die Setzzwiebeln auf der 2. Hälfte fünf Tage später ein. Auf der Beethälfte, die ich zuletzt anpflanzte, wollten die Setzzwie- beln einfach nicht anwachsen, im- mer wieder lagen sie mit den Würzchen in der Luft frei auf der Erde. Nur knapp die Hälfte der Pflanzen brachte ich vor. Im ande- ren gleich grossen Teil des Beetes gediehen alle Zwiebeln herrlich; kaum eine fiel aus. Bald sprossen die grünen Röhrchen keck in die Luft, und in wenigen Monaten konnte ich dort grosse, saftige Zwiebeln ernten, während der Er- trag auf der anderen Hälfte sehr schlecht war. Was war geschehen? Zwiebeln sind nach alter Bauern- regel nur im Nedsigent zu 
stecken. Alles war gleich: Boden, Dünger, Samen, Wetter, Betreuung. Un- gleich war nur die Mondphase beim Anpflanzen. In den fünf Ta- gen, die zwischen dem Anpflanzen der ersten und zweiten Hälfte la- gen, war aus dem abnehmenden Mond (nedsigent) ein zunehmender Mond (obsigent) geworden. Die Mondphase hatte gewechselt. Zwiebeln aber waren nach der al- ten Regel nur im Nedsigent zu stecken, während z.B. Bohnen im Obsigent dem Boden anzuvertrau- en waren. Früher richtete sich der Bauer beim Säen, Anpflanzen, Mistzetten u.a.m. nach dem Mond- stand. Heute lachen die Bauern und auch die Berufsgärtner über diesen alten Aberglauben. Werdoch 
daraufschaut, wird ausge- lacht; er ist noch hinter dem Mond, heisst 
es.VERANSTALTUNGEN Heute wird in der Wissenschaft und auch in der Industrie in riesigen La- boratorien sehr viel experimentiert; tausende von Versuchen werden mitunter in der gleichen Sache an- gestellt. Auch in dieser Angelegen- heit müssten systematische Versu- che durchgeführt werden, wobei je- des menschliche Zutun auszu- schliessen wäre. Das Endresultat, dessen bin ich überzeugt, wäre in- teressant. Der Mond ist neben der Sonne der Himmelskörper, der auf Mensch und Tier den grössten Ein- fluss ausübt. Niemand wird es ein- fallen zu bestreiten, dass Ebbe und Flut, also die Gezeiten, vom Mond verursacht werden. Auch modern ausgebildete Wasserbauer fürchten Hochwasser, die im Nedsigent ent- stehen, weit mehr als solche, die im Obsigent, also beim wachsenden Mond, niedergehen, denn Nedsi- gent-Hochwasser erodieren nach- gewiesenermassen bedeutend stär- ker als Hochwasser im Obsigent. Die fürchterliche Überschwem- mungskatastrophe in Holland, die wir alle noch in Erinnerung haben, wurde seinerzeit von Fachleuten auf das Zusammentreffen einer grossen Flutwelle mit einer schlech- ten Mondphase zurückgeführt. Wenn der Mond auf Mensch, Tier und auch auf die unbelebte Natur einen derartigen Einfluss hat, war- um, so kann man sich fragen, sollte da ausgerechnet die Pflanzenwelt ausgenommen sein? Sehr vieles könnte noch für und auch gegen den Obsigent- und Nedsigentglau- ben ins Feld geführt werden. Dr. h. c. Alexander Frick t 29.9.1972., Liechtensteiner 
VolksblattDonnerstag, 
1. Mai 1997 Bendern: Lichterprozession. Beginn: 20.00 Uhr mit Andacht in der 
Kirche Samstag, 3. Mai 1997, 20.00 Uhr Passivkonzert im Triesner Saal MGV 
Sängerbund Sonntag, I.Juni 1997, 11.00 Uhr Matinee des Trachtenchors Vaduz im Rathaussaal 
Vaduz Freitag-Sonntag, 27.-29. Juni 1997 50. Verbandsmusikfest auf dem Festplatz in 
Gamprin Auflösung Wettbewerb Ausgabe Advent Der gesuchte Brunnen befindet sich in Mauren. Aus den vielen richtigen Einsen- dungen haben wir folgende Ge- winner 
ermittelt: 1. Preis: Sonja Ender, Hinterbühlen, 9493 
Mauren 2. Preis: Markus Allgäuer, Schalunstrasse 1 2, 9490 
Vaduz 3. Preis: Martin Senti, Vorarlbergerstrasse 106, 9486 Schaanwald Wir gratulieren herzlich!31
	        

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