Volltext: EINTRACHT (1996) (Ostern)

EINTRACHT OSTERN 
1996 Das Büelkappile in Eschen Am Waldrand oberhalb von Mau- ren steht auf Eschner Gemeindege- biet das Büelkappile, das einigen Personen Platz zur Andacht bietet. Die Geschichte der Kapelle lässt sich ins 19. Jahrhundert zurückver- folgen. Das Erbauungsjahr ist nicht gesichert. Im Sommer 1995 wurde im Mauerwerk der Kapelle nach ei- nem Schriftstück gesucht, das an- lässlich der letzten Renovation im Jahre 1951 in der Chornische hinter der Marienplastik vermauert wor- den war und das über die Entste- hung Auskunft geben sollte. Leider kann eben erwähntes Dokument die offenen Fragen auch nicht be- friedigend klären. Als wahrschein- lich kann angenommen werden, dass das Büelkappile um 1860 von den Brüdern Hans (1830 - 1924) und Franz Josef (1847 - 1934) Mündle, aus Dankbarkeit für die Genesung ihrer Tante Maria-Eva (18141894) von einer schweren Krankheit, erbaut worden ist. Von einer älteren Kapelle anstelle des Büelkappile haben wir keine Kenntnis. Eine Klärung dieser Frage könnten möglicherweise archäolo- gische und baugeschichtliche Un- tersuchungen 
bringen. Kappile im Rinkenwingert in Eschen (Mitte) Auf dem Gemeindegebiet von Eschen steht nur ein einziges Kap- pile, oberhalb der grossen Strassen- mauer im Rinkenwingert gelegen. Es soll nach der Überlieferung zum Schutz gegen einen Geist, der den Fussgängern nächtens den Weg ver- sperrt hatte, errichtet worden sein. Nach der Erbauung sei die finstere Gestalt für immer verschwunden. Anlässlich der letzten Renovation vor wenigen Jahren wurde im Kap- pile ein kleiner doppelseitig be- schriebener Zettel gefunden, der bei einer Renovation am 12. No- vember 1928 von den Handwer- kern Josef Gstöhl und Julius Gerner hinterlegt worden ist. Der Hand- schrift kann entnommen werden, dass das Kappile dem hl. Benedikt zum Schutz gegen «Viehkrankhei- ten» geweiht 
sei.Das 
Delehalakappile auf Delehala in Mauren (unten) Auf einer markanten Hügelkuppe auf Delehala in Mauren steht das Dehlehalakappile. Über die Beweg- gründe zu seiner Erbauung ist uns ebenso wenig bekannt wie über die Zeit seiner Entstehung. Es dürfte aber mit grosser Wahrscheinlichkeit bereits im frühen 19. Jahrhundert bestanden haben. Vor seiner Errich- tung soll an gleicher Stelle ein Holzkreuz gestanden haben. Das heutige Erscheinungsbild des Kap- piles geht auf eine Renovation im Jahre 1926 zurück. Damals sollen die aus Schirmbrettern gebildeten Seitenwände vor der Figurennische 13
	        

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