Volltext: EINTRACHT (1993) (Staatsfeiertag)

' EINTRACHT STAATSFEIERTAG 
1993 BRAUCHTUM Monarchie und Brauchtum Die Geschichte Liechtensteins wur- de weitgehend durch das Fürsten- haus geprägt. Die Verbindung von Volk und Fürstenhaus ist jedoch nicht nur in Geschichtsbüchern nachzulesen, sondern wird heute noch in einigen schönen Bräuchen zum Ausdruck gebracht. Nachfol- gend sind die bekanntesten Bräu- che im Zusammenhang mit der Monarchie aufgeführt. Es ist noch hinzuzufügen, dass in diesem Jahr die nachstehenden Er- eignisse am Staatsfeiertag nicht wie üblich ablaufen, da durch die Hochzeit von S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein mit I.K.H. Herzogin Sophie in Bayern die Fei- erlichkeiten im kleineren Rahmen abgehalten 
werden. Staatsfeiertag - Fürstenfest Es kann gar nicht anders sein - wenn nach tagelangem Unwetter der 15. August herannaht, dann bricht fast mit Sicherheit die Sonne durch die Wolken und Glück und Segen stehen über den Festlichkei- ten von Maria Himmelfahrt und dem Staatsfeiertag, welcher sich immer wieder zu einer Huldigung der Liechtensteiner ihrem Monar- chen gegenüber entfaltet. 1940, in jener für unser Land schwierigen und gefahrvollen Zeit, wurde als Ausdruck unseres Willens zur poli- tischen Unabhängigkeit und unse- rer Treue zur Heimat und Monar- chie der Vortag des Geburtstages unseres verstorbenen Landesfürsten Franz Josef II., der 15. August, zum Staatsfeiertag 
proklamiert. Festgottesdienst Mit einem besinnlichen und vor- züglich gestalteten Festgottesdienst in der blumengeschmückten Pfarr- kirche zu St. Florin in Vaduz - neuerdings auch auf der Schloss- wiese - nehmen die Festlichkeiten des Staatsfeiertages einen würdigen Auftakt.Häuser- 
und Strassenschmuck Vaduz glänzt an diesem Tage im Blumen- und Fahnenschmuck. Alle Privathäuser sind beflaggt, viele Schaufenster festlich dekoriert und auf den Tischen mancher Cafes, Re- staurants und Gasthäuser stehen Vasen mit besonders schönen Blu- men. Am Nachmittag und am Abend wird das Städtle fussgänger- freundlich. Die Autos werden näm- lich umgeleitet und Vaduz ist «au- tofrei». Aus allen Gemeinden des Landes und aus dem nahegelege- nen Ausland treffen die Festbesu- cher schon am Nachmittag mit der freudigen Erwartung ein, den Für- sten und die Fürstin zu sehen. Ge- gen Abend strömen dann zahlrei- che Gäste aus allen Gemeinden zum Festakt 
herbei. Festakt Mit Trachten und Pfadfindern als Ehrengarde beginnt der offizielle Festakt, der unter den Klängen ei- ner Harmoniemusik seinen Anfang nimmt. In einer Gratulationsadresse überbringt der Bürgermeister von Vaduz die Glück- und Segenswün- sche aller Gemeinden. Nach ver- schiedenen Darbietungen wird die Landeshymne gespielt und gesun- gen und der offizielle und feierliche Festakt geht somit zu 
Ende. Fackelzug über den Fürstensteig Der Aufruf für einen Fackelzug über den Fürstensteig anlässlich des Geburtstages unseres verstorbenen Landesfürsten Franz Josef II. wurde schon 1939 in einem Führerheft der Pfadfinder und Rover abgedruckt. Seit 1939 wird also jedes Jahr aus Anlass des Staatsfeiertages ein Fackelzug über den Fürstensteig durchgeführt. Dieser Fackelzug wurde ursprüng- lich von den Rovern organisiert, seit 1950 hat jedoch die liechten- steinische Bergrettung diese Aufga- be übernommen. Um halb neun Uhr abends starten ein halbes Hundert oder mehr Bergfreunde zum Fackelzug vom Gatter, dem Ausgang des Fürsten- steiges (1856 m.ü.M.), hinunter in Richtung Gaflei. Zur selben Zeit er- strahlen auf den meisten liechten-steinischen 
Bergspitzen Höhenfeuer (seit 1938) und auf Tuass wird eine Krone entzündet (erstmals 1938 auf Rassla). Feuerwerk Nach Abschluss des Festaktes und vor Beginn des fröhlichen Volks- festes wird die Strassenbeleuchtung ausgeschaltet. Alles freut sich auf das immer wieder beeindruckende und farbenreiche Feuerwerk vom Schloss Vaduz. Bald ertönen dann auch Böller und nicht endenwol- lende bunte Lichterfontänen er- strahlen über der Residenz. Die bunte Palette des prachtvollen Feu- erwerkes am nächtlichen Himmel findet lebhaften Beifall und ist Aus- druck der Freude der Liechtenstei- ner an ihrer Heimat, an ihrem Va- terland und an ihrer Monarchie.
	        

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