Volltext: Was will Liechtenstein sein?

schlossenen Reihen da immer voraus sein. Sie hat auch schon ein eigenes Pressehaus und wohl auch Parteihaus. Das sind Symbole! b)Die FBP und die Monarchie Ich muss auf die geschichtlichen Publikationen von Dr. Herbert Wille14 und anderen verweisen, mit welcher Treue die FBP immer, von Anfang an, bei der Verfassungswerdung von 1921 und in schwersten Jahren äus- serer Bedrohung der Monarchie diente. Die Geschichte eines Dr. Hoop ist noch nicht geschrieben.15Die jungen Leute im Schloss haben dies et- was vergessen. Aufgrund ihrer Geschichte wagt die FBP sich heute viel- leicht auch unbefangener und freier zu äussern. Unser Nahbezug war so stark, dass zum Beispiel 1928, nach dem Bankskandal, der Fürst eine FBP-Delegation nach Wien bestellte, wäh- rend er den nach Wien gereisten VP-Regierungschef Gustav Schädler gar nicht empfing.16Das war nicht gut. Das Schloss muss neutral sein. Aber die Parteien sollten auch nicht zu empfindlich sein. Dr. Gregor Steger17hat bei einem neulichen Gespräch auf unser Ur-Bündnis mit der Monarchie hingewiesen und darauf, dass wir durch Fügung «den selben Namen» tragen. Wir sind «alle Liechtensteiner»! Ohne diesen Bund wird unser Land nicht überleben. Schon in der Verfassung von 1862 ist davon die Rede, wo es heisst: «Die zwischen Uns und den Ständen erzielte Vereinbarung». Dieser Bund war auch die Grundlage der Verfassung von 1921, bekannt als Schlossabmachungen, und ist eingeschrieben in die ganze verfassungs- rechtliche Struktur.63 
Situation der Partei – die FBP in der Zukunft 14Vgl. Herbert Wille, Regierung und Parteien. Auseinandersetzung um die Regie- rungsform in der Verfassung von 1921, in: Probleme des Kleinstaates gestern und heute, LPS 6, Vaduz 1976, S. 59–118; ders., Landtag und Wahlrecht im Spannungs- feld der politischen Kräfte in der Zeit von 1918–1939, in: Beiträge zur geschicht - lichen Entwicklung der politischen Volksrechte, des Parlaments und der Gerichts- barkeit in Liechtenstein, LPS 8, Vaduz 1981, S. 59–215. 15Mittlerweile ist erschienen: Geiger 1997 (vgl. oben, Anm. 7); zu Hoop, der zwischen 1928 und 1945 Regierungschef war, u.a.: Bd. 1, S. 106f. 16Vgl. zur Sparkasse-Affäre von 1928: ebd., S. 86–111. 17Gregor Steger (1921–1990) war von 1965 bis 1970 Regierungsrat der FBP. Von 1974 bis 1984 gehörte er dem Staatsgerichtshof an.
	        

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