Volltext: Wahlverhalten und Wahlmotive im Fürstentum Liechtenstein

Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick vcrlust, da er nicht durch einen Zufluss bei den Neuwählerinnen oder einen relativen Stimmengewinn durch das Ausscheiden ehemaliger Wäh­ lerinnen kompensiert werden konnte. Die FPBL hat bei den Jung- und Neuwählerlnnen ein unterdurchschnittliches Ergebnis erzielt. Die stär­ kere Verankerung der FBPL in den älteren Wählcrschichtcn lässt zudem den Schluss zu, dass das Ausscheiden von älteren Wählerinnen infolge Todesfall besonders bei der FBPL überdurchschnittlich starke Lücken hinterlassen hat. 6.1.4 Politisches Marketing Der Wahlkampfstil und die -mittel haben sich im Verlauf der Zeit stark gewandelt. Auffälligstes Merkmal ist der Rückgang der persönlichen Direktansprache und die Ausweitung des medial geführten Wahl­ kampfes. Dabei spielt immer noch die selbstinszenierte Wahlwerbung die grösstc Rolle. Der Grund liegt darin, dass die beiden Tageszeitungen als Parteizeitungen agieren und dass die unabhängigen Medien noch stark unterentwickelt sind. Die elektronischen Medien haben entweder keinen sehr grossen Einfluss auf den Wahlentscheid (Radio) oder haben sich in Liechtenstein noch nicht richtig etabliert (Lokalfernschen). Bei den Landtagswahlen 1997 dürften dabei im Bereich der elektronischen Medien noch am ehesten die im Landeskanal ausgestrahlten Diskussions­ runden der Politikerinnen einen kleinen Einfluss auf den Wahlentscheid ausgeübt haben. Der lokale Fernsehsender XML dagegen existierte zu jener Zeit noch nicht. Die FL verfügt zwar nicht über eine eigene Zeitung wie die beiden Volksparteien. Sie hat aber den Vorteil, dass ihr die Profilierung im Parteienspcktrum besonders/leicht gelingt. Die FL ist eine junge Partei - was nicht unbedingt für ihre Exponentinnen gilt - und sie vertritt zeit- gemässe, fortschrittliche Positionen, die im jüngeren, besser gebildeten Wählerinnensegment auf fruchtbaren Boden fallen. So gelingt es der FL auch mit reduzierten Mitteln, auf sich und auf ihre programmatischen Positionen aufmerksam zu machen und sie bietet sich als einzige Alter­ native zur diffusen Programmatik der beiden Volksparteien an. Die VU hat es in der Vergangenheit geschafft, sich ein dynamisches, erfolgsoricntiertcs und volksnahes Image zu geben. Dazu haben ver­ schiedene Faktoren beigetragen wie beispielsweise Hans Brunhart als 366
	        

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