Volltext: Wahlverhalten und Wahlmotive im Fürstentum Liechtenstein

Empirische Analysen Tab. 59: Übereinstimmung mit Wahlverhalten der Verwandtschaft (in %) Wieviele wählen die gleiche Partei? Anteil fast alle 35.9 mehr als die Hälfte 22.5 etwa die Hälfte 20.2 weniger als die Hälfte 9.5 fast niemand 11.8 N 608 Filter: ohne «weiss nicht» oder «keine Angaben» In der Wahlforschung wird häufig die Hypothese aufgestellt, dass die Par­ teiidentifikation in den vergangenen Jahrzehnten schwächer geworden ist und dass die Volatilität im gleichen Zuge zugenommen hat. 
Zelle gibt vier Möglichkeiten an, wie eine Abschwächung stattfinden könnte:456 - die Häufigkeit von Parteiidentifikation könnte zurückgehen, - die Intensität der Parteiidentifikation könnte abnehmen, - die Parteiidentifikation könnte an Effektivität bei der Bestimmung des Wahlverhaltens verlieren, - die Parteiidentifikation könnte an Stabilität einbüssen. Mit unseren Daten lassen sich die zeitlichen Entwicklungslinien kaum nachvollziehen. Wir können aber immerhin die Häufigkeit der Partei­ identifikation zum Zeitpunkt der Umfrage 1997 feststellen und - mit Unterstützung internationaler Wahlforschungsbefunde und mit histori­ schen Rückgriffen - einige Überlegungen zur Entwicklung der Partei­ identifikation in Liechtenstein anstellen. Wie wir weiter oben gesehen haben, wird die Hypothese, dass die Parteibindungen schwächer gewor­ den sind, durch empirische Untersuchungen nicht generell bestätigt. Wir werden sehen, wie diesbezüglich die Verhältnisse in Liechtenstein einzu­ schätzen sind. Die internationale Wahlforschung stellt jedoch andere bemerkens­ werte Besonderheiten fest, die die Parteiidentifikation betreffen und einen Einfluss auf den Wahlentscheid haben. 
Barnes hebt drei Tendenzen hervor: erstens die Tendenz, dass Parteibindungen mit dem Alter zuneh­ men, dass aber zweitens Parteibindungen bei kleineren Parteien seltener sind und mit dem Alter abnehmen und dass drittens die Parteitreue bei 456 Zelle 1994: 67. 236
	        

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