Volltext: Wahlverhalten und Wahlmotive im Fürstentum Liechtenstein

Partizipation und Abstinenz Tab. 21: Grund für Wahlabstinenz bei Landtagswahlen 1997 (in %) Grund trifft zu kein Interesse für Politik 54.3 verhindert (Krankheit, Unfall) 43.5 Kandidaten zu wenig bekannt 41.3 Partei/Kandidaten nicht überzeugend 32.6 nicht entscheiden können 23.9 Wahlen zu kompliziert 19.6 N 46 Filter: nur Wahlabstinente; Mehrfachnennungen möglich (keine richtigen Kurswechsel bei Regierungswechsel; Uberanpassung und Überrepräsentativität der Grossparteien in sozialer und program­ matischer Hinsicht und dadurch starke Angleichung). Zum anderen moniert 
Feist aber auch eine Entfremdung zwischen Gewählten und den Wählern, nicht zuletzt durch Skandale und Affären, Doppelmoral und Selbstbedienungsmentalität von Funktionären und Mandatsträgern.431 Auf der Basis einer infas-Repräsentativerhebung vom Oktober/Novem­ ber 1991 kommt 
Feist zu parallelen Ergebnissen wie 
Falter u.a. Wieder­ um erweist sich die Protesthaltung als bedeutendster Grund der Wahl­ verweigerung, gefolgt von fehlendem Interesse, wenig Vertrauen in die Politik und mangelnden Einflussmöglichkeiten.432 In unserer Nachwahlbefragung wurde den NichtWählerinnen eine Reihe von Fragen über die Ursache für das Fernbleiben bei den Wahlen gestellt. Die Antworthäufigkeiten sind in Tabelle 21 dargestellt. Die häufigsten Nennungen sind «kein Interesse», «verhindert» und «Kandidaten zu wenig bekannt». Die Vermutung liegt nahe, dass sich die Wahlabstinenten in zwei Hauptgruppen einteilen lassen: - die Uninteressierten; - die Verhinderten. Sollte dies zutreffen, müsste eine hohe negative Assoziation zwischen den Variablen «Interesse» und «Verhinderung» vorliegen (Wählerinnen wären an Politik interessiert, waren aber verhindert), und eine positive 431 Feist 1992: 52 ff. 432 Vgl. Diagramm bei Feist 1992: 56. 197
	        

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