Volltext: Geschichte der Erforschung der Pteridophyten- und Siphonogamenflora, die Litteratur über die Pterophyten und Siphonogamen aus den Jahren 1899 bis einschliesslich 1907, Abkürzungen der Gewährsmänner für die Standorte im VI. Band, Verbesserungen zu Band VI und Gesamtregister zum VI. Band 1.-3. Teil

Herbar- und Notizenmaterial (verwertet in Dalla Torre 9) zu- 
zsammengebracht, 
In der Landeshauptstadt nahm mit 1878 (zugleich dem 
Todesjahre Hausmanns), auch die seither ohne namhafte Uuter- 
brechung, ja mit steigender Begeisterung bis heute fortgesetzte 
Wirksamkeit des von Dekan Albert v. Hörmann !) und P, Julius 
Gremblich in die scientia amabilis eingeführten Dr. Josef 
Murr ihren Anfang. Obgleich es ihm bei seinen Lebensver- 
hältnissen nicht vergönnt war, in die systematische Botanik 
berufsmäßig mit akademischer Schulung einzudringen, und das 
philologische Wirken sowohl im Lehrfache als in Publicistik ?) 
seine von anhaltender Kränklichkeit ohnehin stark geschmä- 
lerten Kräfte zum größeren Teil absorbierte, vermochte er doch 
bei unentwegtem, von der wärmsten Hingabe für die Sache 
getragenem Eifer, bei einem hervorragenden, von natürlicher 
Urteilskraft begleiteten Scharfblick und späterer reicher Er- 
fahrung ein Menschenleben hindurch im Bereiche seiner Auf- 
enthaltsorte Innsbruck (1878—1891, 1901—1902, sämtliche 
Ferien bis 1907), Trient (1897—1906), Feldkirch (seit 1906) 
und an vielen anderen unfern der Hauptverkehrsstrecken ge- 
legenen Standorten unzählige nene Beobachtungen aller Art 
zu machen, für die relativ späte Epoche unerwartet zahlreiche 
neue Standorte, z. T. auffallender und als „Relietpflanzen“ be- 
sonders bemerkenswerter Arten und eine lange Reihe neuer 
Species, Bastarde, Varietäten, Formen ete., vielfach von Fach- 
männern approbiert, aufzufinden, pflanzengeographische Ver- 
hältnisse ans Licht zu rücken und nebenbei im Laufe der Jahre 
ganz gewaltige Mengen von Herbarmaterial zu bewältigen, ins- 
besondere neben. fortwährend zugeschickten Determinandis seiner 
Freunde zahlreiche Nummern meist kritischer Arten und Formen 
für verschiedene Exsiccatenwerke nebst bedeutendem Tausch- 
material zu Stande zu bringen. Daß bei seiner sanguinischen 
Art, seiner Freude am Publicieren und seinem oft allzugroßem 
8: Bd. p. 374. ?%) In dieser Beziehung sei nur auf sein in 
Fachkreisen als maßgebend angesehenes selbständiges Werk: „Die Pflanzen- 
welt in der griechischen Mythologie“ Innsbruck, Wagner 1890. 89%, VII 
and 324 p. verwiesen.
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.