Volltext: Geschichte der Erforschung der Pteridophyten- und Siphonogamenflora, die Litteratur über die Pterophyten und Siphonogamen aus den Jahren 1899 bis einschliesslich 1907, Abkürzungen der Gewährsmänner für die Standorte im VI. Band, Verbesserungen zu Band VI und Gesamtregister zum VI. Band 1.-3. Teil

such des Standortes von Asplenium Seelosii bei Salurn durch 
Dr. Karl Bolle. 
Schließlich wäre hervorzuheben, daß dank der Bemühungen 
von Karl Fritsch, Vicedirektor der Centralanstalt für Meteoro- 
logie und Erdmagnetismus, um die Organisierung des phäno- 
logischen Beobachtungsdienstes von Tirol solche Daten von 
1852 an bis 1877 alljährlich geliefert und verwertet werden 
konnten. 
5. Die Periode der Wirksamkeit Kerners in Tirol 
(1860—1878). 
Es ist bekannt und schon vielfach gewürdigt worden, 
welche Bedeutung dem Verfasser des Werkes „Das Pflanzen- 
leben“, Dr. Anton Kerner, seit 1378 Anton Kerner von Mari- 
laun, in der Geschichte der systematischen Botanik zukommt, 
welchen Aufschwung dieser Zweig der Wissenschaft, das Studium 
der Verwandtschaftsverhältnisse, das Problem der Artenbildung, 
überhaupt die verschiedenen pflanzengeographischen Fragen, 
speciell die Pflanzenphysiognomik seiner genialen Forschergabe 
verdanken und welche Schule nach dieser Richtung dessen 
ausgezeichnete Lehrtätigkeit, nicht minder auch sein glänzender 
Stil gemacht hat. Suchen wir die Quellen auf, durch welche 
Kerner zu seinen Anschauungen und Lehren gelangt ist, so 
finden wir als solche für das Alpengebiet hauptsächlich die in 
Tirol bei seinem ständigen Aufenthalte in Innsbruck (1860— 
1878), den späteren Sommeraufenthalten und zahlreichen Ex- 
cursionen gewonnenen Eindrücke und gesammelten Materialien, 
Als er im Herbste 1860 die Lehrkanzel für Botanik an der 
Universität in Innsbruck übernahm, war sein Blick schon durch 
jahrelange Tätigkeit in Niederösterreich und Ungarn geschärft, 
seine Anschauungen schon abgeklärt und so bildeten die in 
Tirol zugebrachten, für ihn auch wohl glücklichsten Jahre, die 
Blütezeit seines Schaffens, den Höhepunkt seiner wissenschaft- 
lichen Tätigkeit, Wie aus dessen Notizbüchern hervorgeht, 
deren reiche Fülle uns, dank seiner und seines Schwiegersohnes 
Hofrat Dr. R. v. Wettsteins Freundlichkeit vergönnt war, in 
vollem Maße für dieses Werk zu verwerten, datiert seine Ex-
	        

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