Volltext: Geschichte der Erforschung der Pteridophyten- und Siphonogamenflora, die Litteratur über die Pterophyten und Siphonogamen aus den Jahren 1899 bis einschliesslich 1907, Abkürzungen der Gewährsmänner für die Standorte im VI. Band, Verbesserungen zu Band VI und Gesamtregister zum VI. Band 1.-3. Teil

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Moritzi 1) Ulysses Adalbert Freiherr von Salis-Marschlins 
aus Chur'das der Schweiz ‚benachbarte Tirol, wo er bei Nau- 
ders Centaurea elatior, bei Glurns Astragalus leucanthus und 
am Stilfserjoch Hieracium sphaerocephalum subsp. H. brachy- 
celadum sammelte. 
Im J. 1837 erschien das Buch von Beda Weber: „Das 
Land Tirol“ mit einer Abhandlung über die floristischen Verhält- 
nisse und einem Verzeichnisse von teilweise neuen, allerdings 
vielfach zweifelhaften Standorten. 1837—1839 botanisierte 
CC. F. W. Braun im Pustertale, so in Antholz, wo er Semper- 
vivum arenarium entdeckte, um Bruneck, in Ampezzo und 
Fassa, dann vor seiner Rückreise auf der Kerschbaumeralpe 
und dem Kalsertörl. Anton von Spitzel!), Forstmeister in 
Keichenhall, besuchte von Lofer aus in den Dreißigerjahren 
die Gegend von Kitzbühel (VI. 2. p. 535, 751, 3. p. 863) und 
erscheint schon bei Reichenbach 4 p. 853 (1832) mit dem 
Standorte Kerschbaumeralpe, dann bei Sendtner 3 (1854) p. 834, 
878 für den.Widderstein und Aggenstein. Joh. B. Schonger, 
Apotheker in Starnberg, hatte in diesem Jahrzehnt die Seiseralpe 
bestiegen; weiter finden sich Notizen von ihm VI. 3. p. 601 
und 152 von Seefeld und dem Scharfreiter in der Riß (vor 1854), 
2. p. 149 vom Venediger und 3. p. 684 vom Schlern. 
Im Jahre 1839 publicierte D. Z. Leonardi eine Bade- 
schrift über Fondo mit einem kleinen Florenverzeichnis, dann 
Moritz Rainer von Haarbach Bemerkungen über die Flora 
von Fassa, welches Tal er sowie den Monte Baldo und das 
Stilfserjoch während seines 18 jährigen Aufenthaltes als Bankier 
in Mailand besucht hatte. 
Von ausschlaggebender Bedeutung für den weiteren Fort- 
gang der floristischen Landesdurchforschung aber wurde es, als 
Ludwig Ritter von Heufler (später seit 1865 Freiherr von 
Hohenbühel) im Herbste 1834 als Hörer der Rechte die 
Universität Innsbruck bezog. Derselbe beschäftigte sich zunächst 
während seines dortigen Aufenthaltes bis zum Jahre 1837 auf 
das eifrigste mit der floristischen Erforschung seiner Umgebung; 
')S.H. 1 p. 1186, 1574. Geb, 6. Nov. 1807 in Traunstein, gest. 
27. März 1853 in München, Regierungs- und Forstrat daselbst.
	        

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