Volltext: Skizzen zur Geschichte und Würdigung der St. Luzisteig

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gegen Chur gemacht wurden: — Ein Theil von Hotze’s Truppen 
blieb zunächst bei Mayenfeld und auf der Steig gegen die sich 
bei Ragaz sammelnden Franzosen stehen. Jetzt, nachdem die Steig 
in östreichischen Händen, konnte der Erzherzog in die Schweiz 
einrücken und Hotze schlug bei Balzers eine Brücke, um sich im 
St. Gallischen mit ihm zu vereinigen. Herren in Graubünden, wie 
sie’s nun wieder waren, wollten die Oestreicher es auch von der 
Schweiz werden. Aber bald gewannen die Franzosen abermals die 
Oberhand, indem Korsakow und Hotze an der Limmatlinthlinie durch 
Massena und Soult geschlagen wurden und Suwarow keinen andern 
Ausweg mehr hatte, als über den Panixer und die Steig nach 
Feldkirch und weiter östlich abzuziehen. Dieser Feldherr passirte 
nebst General Linken auf seinem Rückmarsch Chur vom 8.—10., 
Mayenfeld, Steig, Balzers am 11., Feldkirch am 12. Oktober 1799. 
Lecourbe folgte den Russen und Oestreichern nach Graubün- 
den; Auffenberg und die Interimale Regierung wurden vertrieben 
und unter dem Schutz einer französischen Besatzung, die dann die 
Bünde auch bald räumte, kam der endgültige Anschluss an die 
schweizerische Republik zu Stande, mit welcher also seit 93 Jahren 
Graubünden das Schicksal getheilt hat. 
OS % 
DAN
	        

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