Volltext: Die Flechten (Lichenes) von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein

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von der Linth sammelte in Tirol (vergl. Brügger 2 p. 182) 
ca. 1865 Psora turfacea var. microcarpa, 
M, Anzi kam auf seinen Forschungen im italienischen 
Ortlergebiete bis Trafoi (Arn. 4 XXII. p. 61 und in litt.), doch 
hat hierüber nichts Näheres verlautet, Desgleichen enthalten 
dessen Publicationen 1 u. 2 Angaben vom Monte Baldo und 
bei einer Art (1 Nr. 127: Arthopyrenia cinereopruinosa) er- 
scheint sogar der Standort Margreid, 
Ungleich wichtiger war wieder der Aufenthalt des Breslauer 
Professors Dr. Julius Milde in Tirol während der Jahre 
1861—1864, obgleich derselbe sein Hauptaugenmerk den 
höheren Kryptogamen zuwandte, die Flechten dagegen nur 
nebenbei und ersi vom Sommer 1863 an berücksichtigte (vergl. 20 
p. 23). Die gesammte, ausschliesslich von Ph. Hepp bestimmte 
Ausbeute umfasst 84 Arten aus der Umgebung von Ratzes am 
Schlern (29 p. 18—21) und 59 aus jener von Meran (30 
p- 10—12), darunter auch Einiges von Bozen, meist Stein- 
und Rindenflechten; namentlich war sein Bestreben darauf 
gerichtet, die an Fraxinus ornus und Celtis australis vor- 
kommenden Arten zu ermitteln (24 p. 257). Mehrere Beiträge 
aus Tirol fanden bei Rabenhorst 6 und Hepp 1 Aufnahme. 
Vergl. auch Hepp 2. 
Am eingehendsten befasste sich während dieses Zeitraumes 
mit der Flechtenflora Tirols, obwohl selbst kein Lichenologe, 
Franz Freih. v. Hausmann. Derselbe hatte sich nach Ab- 
schluss seines grundlegenden Werkes über die Siphonogamenflora 
dieses Landes auch eifrig den Zell- Kryptogamen zugewendet 
und dann auch mehrere Gegenden ausserhalb seines bisherigen 
Wirkungskreises untersucht, So wurden von ihm im Jahre 
1861 in Antholz, in den Jahren 1862—1864, 1866, 1867 u. 
1877 in Prags, 1867 in Niederdorf, 1864 in Innervillgraten, 
1867, 1870—1873 in Seis, 1868 in Kitzbühel, 1875 u, 1876 
in Sterzing, speciell aber vom Jahre 1859 an zu verschiedenen 
Zeiten auf dem Ritten und um Bozen Flechten gesammelt; 
eine Art, Collema granosum (Koerber 3 p. 418) liegt aus 
Nauders vor. Diese Ausbeute, grösstentheils von J, S, Poetsch, 
Stiftsarzt in Kremsmünster bestimmt, befindet sich laut 
Testamentes im Herbarium des Museum Ferdinandeum, und
	        

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