Volltext: Die Flechten (Lichenes) von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein

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Thamnolia vermicularis im Lechthale, F, Fleischer” aus 
Esslingen i. J. 1825 in Sulden Anaptychia speciosa, Placodium 
alphoplacum, P. chrysoleucum, Acarospora chlorophana (vergl, 
Ch, F, Hochstetter 1 p. 86), F. A. Hornschuch aus Greifs- 
wald i. J. 1826 Psora conglomerata am. Gipfel des Gross- 
glockner (vergl. Arn. 4 XIIL p. 237), Ch. F. Hochstetter 
aus Esslingen i. J. 1829 (siehe Flora XII. 1829 p. 492) 
Dimelaena Mougeotioides bei Mals (Arn. 4 XXIL p. 63), 
Sporastatia testudinea am Ortler (Herb. bot. Mus, Wien), 
Verrucaria marmorea am Monte Baldo (Schaerer 1 p. 217) und 
Acarospora chlorophana (ibid. p. 65), endlich C. Schubert 
aus Dresden nach E. Fries (1 [1831] p. 101, 113; Schaerer 1 
p- 52) Placodium gypsaceum und Placodium chrysoleucum 
c. melanophthalmum. 
Indem wir nun auf die, für die Kenntnis der Landesflora, 
ja für die Geschichte der Floristik überhaupt so bedeutsame 
Zeitperiode der Erforschung der Gegend von Kitzbühel über- 
gehen, begegnen wir den beiden Pionnieren der. Kryptogamen- 
forschung Tirols, Dr. Anton Sauter und Dr. Fr. Unger. 
Ersterer beschäftigte sich daselbst während seines Aufenthaltes 
als Bezirksarzt vom Sommer 1828 bis März 1830 speciell auch 
mit dem Studium der Lichenen und seine Bemühungen sind 
in der That als sehr wertvolle Vorarbeiten zu den Leistungen 
seines Nachfolgers in Amt und Würde, aber auch seiner Musse 
zu betrachten, Dieser — Fr. Unger — dehnte bei seinen in 
den Jahren 1830 bis 1834 mit seltener Genialität ausgeführten 
epochemachenden pflanzengeographischen Forschungen in jener 
Gegend auch auf alle Gruppen der Kryptogamen aus und 
constatierte (8 [1836]) bereits 136 Flechtenarten im Sinne von 
E. Fries’ Lichenographia europaea reformata (1831) für dieses 
Gebiet. Vergl. auch Heufler 21. 
Die Forschungen Sauters erfuhren noch ihre weitere Fort- 
setzung, als derselbe nach längerer Abwesenheit in Bregenz 
und Zell am See wieder von Mittersill aus (1836—1839) die 
Grenzgebirge gegen Tirol, insbesondere den Kleinen Retten- 
stein (siehe Arn. 4 X. p. 89) und den Geisstein untersuchte. 
Von der Litteratur gehören die Nummern 21, 23, 41 hieher; 
Originalnotizen Sauters finden sich auch bei Schaerer 1 (an
	        

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