Volltext: Der Schwabenkrieg

23 
Rls die Kriegerschaaren des Schwäbischen Bundes. ihre vordersten Reihen fallen 
sahen „ ergriffen die hintern die Fluc<t über den Fluß , über welchen die Gidsgenossen mit 
erneuertem Eifer sie verfolgten, bis sie von ihren Hauptleuten zurückberufen wurden, um von 
der feindlichen Reuterey nicht überflügelt zu werden, unter deren Schuße das Fußvolk des 
Schwäbischen Bundes nac< Feldkir< sic< zurückzog, weil dessen Verlust sehr groß, 
derjenige der Schweizer hingegen sehr gering war, welche, "als die Sonne schied, auf ihre 
Kniee sanken , und Gott dankten für den herrlichen Sieg. 
Die Schwäbischen Verbündeten berechneten ihren Verlust über 2000 Mannz die 
Sc<h weizer gaben denselben an auf 3000 Erschlagene und 4300 Ertrunkene. Ihren eigenen 
Verlust schäßten die Eidsgenossen auf 41, die S<wäbischen Berichte aber auf 800 
Mann *?). 
Die Ehrenzeichen des Sieges bestanden in 5 eroberten Fahnen, 2 Zelten, 40 großen 
Büchsen, 500 Hakenbüchsen und einer großen Menge von Harnischen. = Auch wurde viel 
Vieh erbeutet , das die Eidsgenössischen Knechte aus dem ganzen Shale zusammengetrieben hat- 
ten, und das , mit der übrigen Beute, nac) Werdenberg in Sicherheit gebracht wurde 60). 
Am vierten Tage erschienen 800 Wittwen und Waisen der umgekommenen Wallgauer, 
ihren Priester an dex Spiße, der das Heilige Kreuz trug. == Alle flehten weinend, den 
59) I. C. Zellweger 11. 272. -- An obgemeldter Schlacht wurden von GEidsgenossen 
nicht mehr, als 12 Mann erschlagen, unter denen Heine Wolleb und Hans Küry Land- 
weibel von S< wyb erschossen wurden. Geschichtsfreund I1. 145. Nac den bessern Eids- 
genössishen Chroniken wurden über 4000 Feinde getödet ; nach dem Screiben der Zürcher-Hauptleute 
K. Göldli und R. Steinbrüchel vom 22. April fanden sie 2200 Todte, „so sie beyde in Feld 
und Wahlstadt ergangen haben.“ R. Gluß-Blozheim S. 100, In den Kreis der Sagen gehört, 
vaß ein Hirtenknabe auf der Höhe die heranziehenden 2000 Schweizer bemerkt, und, um die Schüßen 
und Erzknappen aufmerksam zu machen, so lange mit aller Kraft in sein Hirtenhorn geblasen habe, 
bis er athemlos zur Erde gesunken sey. =- Die Leichen der Ertrunkenen wurden bey der St. Wolf- 
gang-Capelle in Tisis und Tosters begraben. -- In Frastenz sieht an der Straße eine 
Capelle, unter deren Vordach ein Schlachtschwert und eine Hellebarde aufbewahrt wird. 
F. E. Weizenegger Ul. 230. 231. 
60) 3. C. Zellweger 11. 271. Die eine der beyden eroberten hübschen Zelten, welche 
Feldkir<s Schild hatte, kam, nebst einer großen Büchse, nach Zürich. -- Die zwey besten von 
ven eroberten 10 Stück Büchsen wurden dem Freyherrn yon Sax, von seiner da und an andern En- 
ven gebrauchten Redlichkeit wegen , geschenkt, und in sein Säßhaus For ste > geführt. 
V. Anselm 1. 398
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.