Volltext: Das Fürstenthum Liechtenstein

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nach Haag führt. Das Gebirg3panorama ring3um ist 
jehr schön ; im Osten sieht man die schroffen Fel3wände 
des hohen Planken, im BVolksmunde Schneefreu cg 
genannt, die wilden zerklüfteten Dret Schwestern un die 
Ortschaften Nendeln und Planken, im Süden das zäh- 
ansteigende Würznerhorn, gegen Westen die steilen Wände 
des Saxermoor, den hüttenbesäeten Grabserberg und 
jüdlich von diesem Kapf, Margelkopf und Faulfirst. 
Planken ist eine sehr hübsche Ortschaft auf einer Vorstufe 
des Gebirges, südlich vom Cavadurtobel. - 
Verläßt man die Eisenbahn bei Schaan, so erreicht 
man, die Straße südwärt3 verfolgend, al8bald den nur 
3 Kilometer hiervon entfernten Hauptort des Landes, das 
am Fuße des Gipsberges zwischen Weinbergen schn 
gelegene Vaduz (1886: 1099 Einwohner). In auf- 
fallendem Gegensaße zu dem fast ärmlichen Eindruce 
des Ortes steht die neue prachtvolle gothische Kirche, 
welche der Wiener Dombaumeister Friedrich Schmidt 
erbaut hat. Die alte Ortöcapelle war einst Begräbnis- 
stätte der Herren von Werdenberg. Waldbedeckt, 
mit einzelnen Fel3blößen, steigt unmittelbar hinter 
Vaduz das Gebirge an; und oben auf hohem Felsen 
thront weiß leuchtend das mit Mauern umgebene sehen3- 
werthe Schloß Liechtenstein, auch Hohen - Liechten- 
stein , vormals Vaduz, das man in einer Viertelstunde 
erreicht. | 
Die Ausficht ist herrlich, namentlich von dem 
eupheuumranften sogenannten Heidenthurm. Höher noch 
ragen die Trümmer des Wildschlosjes Schalun. Von 
da gelangt man auf steilem Wege in einer halben Stunde 
zur Bergterrasse Profatscheng, welche eine prächtige 
Rundsicht gewährt, und über Bergwiesen eben nach dem 
wieder eine halbe Stunde entfernten Rothenboden 
(900 Meter); von hier kann man auf einer kleinen, an- 
genehmen und schattigen Fahrstraße in drei Viertelstunden 
nach Vaduz zurückfehren.
	        

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