Volltext: Die currätischen Herrschaften in der Feudalzeit

„AB —- 
Was das Dorf Trimmis nebst dem dazu gehörigen) 
Says betrifft, so war dasselbe Zubehörde zum Theil "der 
Burg Trimmis, grösstentheils aber der Veste”Asper-} 
mont. 
Letztere (Aspermont) erwarb das‘ Bisthum in. der 
zweiten Hälfte des X__I. Jahrhunderts. *) Zu derselben 'ge-» 
hörten die Meyerhöfe Trimmis‘ (mit dem Hof Molinera), 
Says und (auf der linken Rheinseite) Fröwis.?®) Dass 
die‘ Herren von‘ Aspermont, welche um die Mitte des XV.) 
Jahrhunderts ausgestorben zu sein scheinen,?) über diese 
Besitzungen, welche theils ihr Eigen, theils Lehen vom Bis- 
thum waren, “ eine Hofgerichtsbarkeit ausübten, er- 
hellt' daraus; dass später Aspermont als «Herrschaft» 
bezeichnet wird. 5) 
Die Veste Trimmis «mit Leuten und Gütern,» wel- 
che schon früher ein bischöfliches Lehen gewesen sein mag; 
kam im Jahr 1370 an das Bisthum.®) 
Hiemit hatte also der Bischof auch in Trimmis (und 
Says) Grundherrlichkeit und niedere oder Immu- 
nitäts-Gerichtsbarkeit erlangt. 
In Untervaz (auf dem linken Rheinufer), wo der 
Meverhof "röwis lag, musste freilich das Bisthum seine 
niedere Grerichtsbarkeit mit dem Kloster F’fävers theilen, 
welches hier ebenfalls einen Meyerhof mit eigenem Vogt, 
als Immunitätsrichter, hatte. ”) 
1) Urk—e 1258 und 1277 (Mohr, Cod. 1IL, n. 9.und I, n. 277). 
2) Gihge Urkunden und bischöfl. Urbar v. 1290—1298 (Mohr, 
Cod. IL, 8. 107). 
3) Ihr letzter Inhaber war Ulr. v. Aspermont (Urk. v. ‘1329 in 
Mohr, Raetia, IV, n. 21 und Urk. v. 1277 in Mohr, Cod. I, n. 277). 
4) Urk. v. 1277 (Mohr, Cod« 1. nv 277): 
5) Urk..v- 1496 im. bischöfl. Archiv. 
+ 8) ‚Urk. v..1°7%° womit Die v. Marmels sie dem Bischof über- 
geben (im-bischöti. Archiv). 
7) Spruch v. 1365 (Mohr, Raetia, IV, mn. 27.
	        

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