Volltext: Die currätischen Herrschaften in der Feudalzeit

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Männern der übrigen IX Gerichte (welche: im Jahr" 143% 
mit Davos den: Zehngerichtenbund geschlossen hatten) ge 
urtheilt werden "können.*) 
Der ausserordentliche Werth ‚eben dieser letzteren «Be 
stimmung für den Rechtsschutz: und die Freiheit diesel 
Landschaft ist einleuchtend, denn — wie ich schon‘ ander! 
Ortes angedeutet — gerade der Umstand, dass die Herr 
schaftsgerichte auch über Streitsachen zwischen‘ der Herr 
schaft und den Herrschaftsleuten ‘zu “entscheiden: hatten 
somit gewissermassen Partei und ‘Richter zugleich waren 
muss als eine Hauptursache betrachtet ‚werden‘ 'sowol er 
allmäligen Ausdehnung der Leibeigenschaft auch über’ die 
Freien als der Missachtung, welcher der Feudalismus | 
spätern Mittelalter anheimfiel, und der seit Beginn des 
Jahrhunderts wesentlich zum Rechtsschutz der Unterthanen 
eingegangenen‘ Volksbündnisse: 
Der Lehenzins der Davoser scheint später in eine Geld; 
Jeistung von 24 % oder fl. 28 und /kr./5‘ verwandelt worden 
zu sein?); welche‘ als Grundzins auf ‚gewissen (wahrschein? 
lich von den ursprünglichen Ansiedlern herrührenden) Grund? 
stücken haftete. 3) 
Durch ihre Freiheit wuchsen die Davoser Walser nicht 
nur rasch an Zahl und Wohlstand, sodass sie auch‘ in die 
benachbarten Thalschaften (Beltort, Inner-Schanfigg, Klo- 
sters) sich ausbreiteten, sondern erlangten auch in der 
Bündner Geschichte, und besonders im Zehngerichtenbund) 
dessen Vorort Davos war, eine hervorragende Stellung. 
3) Klosters— Das Gericht Klosters; welches, als 
solches, zuerst im Bund der X (XI) Gerichte (1436) urkund! 
lich auftritt, umfasste das Gebiet zwischen der Landschaft 
') Urkunde. von! 1438 im Archiv Davos. 
°) Campell, hist., 1..0.537. 
3) Sprecher, Pallas R., S. 355. 
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