Volltext: Die currätischen Herrschaften in der Feudalzeit

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Jassen!), verkaufte er im darauf folgenden Jahre (1493) diese 
Landschaft (nebst Safien) an die Trivulzio‘ von Mai- 
Jand?), von welchen sich die Rheinwalder endlich im Jahr 
1616 (mit fl. 2500) loskauften. 3) 
5) Avers. Zur Grafschaft Schams gehörte ursprüng- 
lich ohn“ Zweifel auch Avers*) (das höchste bevölkerte 
rätische Aımenthal), denn dasselbe ist nur eine Fortsetzung 
des schon erwähnten Ferrerathales. Dennoch erscheint das- 
selbe, so weit die historische Kunde reicht, als eine be- 
sondere, und zwar deutsche, Gemeinde und als /ein eigenes 
Gericht. Wann und wie die Ablösung von: der Grafschaft 
Schams stattfand, erhellt urkundlich nicht. Doch lässt auch 
hier die charakteristische Mundart der Bevölkerung keinen 
Zweifel zu, dass auch sie Walliser Ursprunges und so- 
mit eine Walliser Kolonie ist, so dass die Abtrennung 
dieses Thales von Schams eben in Folge dieser Kolonisation, 
welche die Begründung einer eigenen Walsergemeinde nach 
sich zog, stattgefunden haben wird. Zwar’ muss das Thal 
schon vor dieser Einwanderung, und zwar (wie die Orts- 
namen Campsutt, Cresta, Juf beweisen) von Romanen 
bewohnt gewesen sein. Es müss sich also hier ‚der Prozess 
einer Absorption der romanischen Insassen durch die deut- 
schen Einwanderer wiederholt haben, den wir schon im 
Rheinwald beobachteten: darnach dürfte wol auch diese 
Kolonisirung in das X:ı!. Jahrhundert zu verlegen sein. 
Urkundlich erhellt blos, dass die benachbarten bischöf- 
lichen Ministerialen. von-Marmels:die «Vogtei» Avers 
nebst einigen damit verbundenen Emolumenten schon früh, 
'Y Urkunde v. 1492 (im bischöflichen Archiv) i Catalogus 
Flugi 5. 48. 
?) Sprecher, Pallas R., S. 8307. 
3) Urkunde von 1616 (im Archiv Rhein wald). Vollzogen wurde 
der Vertrag erst 1634. 
4) Urkundlich zuerst genannt im Jahr 1372 (Mohr, Cod. 11. 
n. 163). 
RC
	        

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