Volltext: Die currätischen Herrschaften in der Feudalzeit

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der Schweizerkriege, theils aber auch in Folge der grenzen- 
losen Verschwendung Herzog Friedrich’s (« mit der leeren 
Tasche») — gebieterisch die Geldnoth entgegengestellt 
und zudem mochten die Niederlagen bei Sempach (1386) 
und bei Näfels (1389) einen entmuthigenden Rückschlag 
in Oesterreichs hochgehenden Plänen und Hoffnungen be- 
wirkt haben und Friedrich’s eigene, bald darauf (1405) am 
Stoss erlittene Niederlage war nicht geeignet, dessen Zu- 
versicht wieder aufzurichten. 
Um so mehr war aber das Selbstvertrauen der Eid- 
genossen gestiegen: ihnen fiel daher naturgemäss die 
Aufgabe zu, Oesterreich wieder über die schweizerischen 
Marken hinauszudrängen. 
So kam es, dass, nachdem die Herzoge von Oesterreich 
sich bereits im Besitze fast des ganzen linksufrigen 
Unterrätien befanden, sie dasselbe wieder, Stück für 
Stück, einbüssten. 
Schon im Jahr 1406 verpfändeten die Herzoge Leopold 
(III.) und Friedrich dem Grafen Friedrich (VI.) von 
Toggenburg für 3000 Goldgulden, die sie ihm für den 
ihnen gegen die Appenzeller geleisteten Kriegsdienst 
schuldeten, die Herrschaften Sargans, Freudenberg, 
Nidberg und Windegg (mit Walenstatt).‘) 
Nachdem sodann durch das Constanzer Concil Herzog 
Friedrich wegen seiner, dem Papst Johann XXilL. bei dessen 
Flucht geleisteten Dienste im Jahr 1415 in Acht und Bann 
erklärt worden und somit dessen Besitzungen dem Reich 
anheimgefallen waren,-verfügte Kaiser Sigmund über dessen 
Vorarlberger Herrschaften, Feldkirch, Montfort, Jagd- 
berg, Walgau und Ramschwag, indem er dieselben 
ebenfalls dem Grafen Friedrich von Toggenburg zu 
Pfand gab.?) 
1) Lichnowsky, Gesch., V, Reg. 769. Wegelin, Reg. n. 366. 
?) Bergmann, Urk. der IV Vorarlb. Herrschaften, Urk. n. 52. 
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