Volltext: Die currätischen Herrschaften in der Feudalzeit

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gen, Bännen, hohen und niedern Gerichten, mit Tag- 
diensten, Fastnachthühnern, Fällen, Gelässen, 
mit Liotz, Feld, Wun und Weide, Fischenz, Wasser 
und Wasserflüssen, mit Stüren, Renten, Gülten, Gütern, 
Zinsen, } öllen, Alprechten, mit allen andern Herrlich- 
keiten, Freiheiten, Rechten und Zubehörden » (laut Urbar- 
buch), somit, abgesehen von seinem Privateigenthum («Güter, 
Zinsen, Gülten» etc.) alle Attribute der territorialen Grund- 
herrlichkeit sowol als der Territorial- und Staats 
hoheit — um die geringe Summe von fl. 15,000. Und es 
verblieb fortan das Sarganserland eine eidgenössische 
V ogtei. 
3. Umschau, 
Nachdem wir nunmehr die verschiedenen Herrschaften, 
in welche dıe ursprüngliche Grafschaft Unterrätien all- 
mälig zerfallen war, der Reihe nach kennen gelernt haben, 
mag uns noch eine Umschau gestattet sein. 
Wie wir gesehen, war ganz Unterrätien — abge- 
sehen von der Herrschaft Windegg und von dem Lanquart- 
Thal, und mit Ausnahme der hohen Herrschaften Pfävers 
und Sax: und der niedern von Flums, Nidberg und Neuburg 
— schliesslich in den Besitz der Neumontforter gelangt. 
Von der Mitte des X{V. Jahrhunderts an ging diese 
blühende und mächtige Familie einem raschen und unauf- 
haltsamen ökonomischen Niedergang entgegen, welcher zwar 
zunächst allerdings_mit dem gleichzeitig sichtlich zuneh- 
menden Verfall des Feudalismus und daheriger allgemeiner 
Verarmung des Adels zusammenhing, aber auch durch wie- 
derholte heftige Familienfehden. wie namentlich durch die- 
jenige von 1359 bis 1369 zwischen Denen von Werdenberg- 
Heiligenberg und von Montfort-Feldkirch und diejenige von 
1393 bis 13899 zwischen Denen von Werdenberg-Heiligenberg 
und von Werdenberg-Sargans, erheblich befördert wurde,
	        

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