Volltext: Die currätischen Herrschaften in der Feudalzeit

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an der Allmend («Wun ‚und Weide», somit ohne Zweifel 
auch am: Wald) hatten; 
A. dass (in dem von den Gamsern zu leistenden ‚Kide) 
von «Freien» keine Rede ist, demnach die « Herrschafts- 
leute» sämmtlich als Eigenleute anzusehen sind, welchen 
blos die «Hintersässe» (auf welche ich unten zu sprechen 
komme) gegenüberstehen; 
e. dass die, ursprünglich. nur mit der Leibeigen- 
schaft verbundenen Leistungen und Verpflichtungen nun 
mehr wahrscheinlich nicht blos allen « Herrschaftsleuten» 
gemein waren, sondern auch. den Hintersässen ob 
Jagen, da ja der «Fall», die « Steuer» (ursprünglich, 
wie schon bemerkt, eine «Leibsteuer») und selbst der 
Frohndienst-ohne Vorbehalt als den Gamsern obliegende 
Lasten erscheinen und sie alle bis dahin auch für die Ver 
ehelichung und den Wegzug an die Zustimmung des 
Herrn gebunden waren. 
Jbiger Spruch enthält überdies eine Reihe in die niedere 
Strafgerichtsbarkeit einschlagender Bestimmungen, deren 
ich aber bei Besprechung der sofort zu erwähnenden Ur 
kunde von 1497, in welcher sie sich reproduzirt finden, ge 
denken will. 
Im Jahr 1497 endlich verkauften die Herren von Bon- 
stetten ihre Herrschaft Gams den Ständen Schwyz und 
Glarus%), die aber den Kauf in so weit der Gemeinde 
Gams selbst :abtraten, dass sie. sich (nebst. der Verzinsung 
des ihr vorgeschossenen Kaufschillings von fl. 4000) mit eine 
Art: Obervogtei begnügten, welche so geregelt wurde, 
dass das aus 12 Richtern bestehende Gericht, zur Hälfte 
von der Gemeinde. und zur Hälfte von dem Landvogt, der 
Ammann aber, als Gerichtsvorsitzer, von, letzterem aus 
einem Dreiervorschlag der Gemeinde, oder umgekehrt, 8% 
1y Tirk.' v. 1497 im Zürcher Staatsarchiv (abgedruckt ü 
Senn, Werdenberg. Chron: S$. 425). 
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