Volltext: Rheintaler Urkunden

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18, Wüetihös, 
Bei Büchel fah man das Wiütetihdö; e& foll dies ein 
thierähnliches Wefen fein, das in der Nacht beim Herannahen 
eines Menfechen plößlichH ein hHäßlihes SGejchrei ausftößt und 
vom Boden in die Höhe fliegt. 
19. Der Pfähliihlager. 
Bei Büchel am Rhein Hört man dei WitterungSwechfel 
oft ein beftändiges Klopfen; es tönt, als ob man einen Schwirn 
in die Erde jchlagen wollte. Das thut der Pfählicdhlager; die 
Bangfer überm Rhein. Hatten nämlich einmal überwuhret; 
nun muß der Urheber diefjfer böfen That als Pfähljchlager an 
den Ufern des Rheins umherivren. 
20. Nachtvolk, 
Ein alter Mann in Oberried erzählt alfo: „Ich ftand 
einmal an einem Abend auf der Landftraße im Dorf Ober: 
riced; mehrere Kameraden waren bei mir; wir waren lauter 
Vedige; wir [prachen allerlei und waren fröhlidh. Auf einmal 
fam ein volljtändiger Leichenzug. Wir nahmen die Hütte ab 
und wien auf die Seite. E$ graute uns ein wenig; die geifter- 
haften Seftalten zogen zum Friedhofe hin; in wenigen Minuten 
war wieder alles verfchwunden. Nach einigen Tagen ftarb einer 
von denen, die bei mir an jenem Abend auf der Straße 
geftanden.
	        

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