Volltext: Die Wildbäche und Rüfen des Fürstentums Liechtenstein

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Die Detailprojekte sind übrigens zur Bauausführung in 
den meisten Fällen nur verwendbar, wenn diese dem Projekte 
auf dem Fuße folgt, weil das Terrain sich eben sozusagen nach 
jedem Rüfegang geändert hat. 
Wie oben angedeutet, dürfte der Staat viel besser und 
nach den hiesigen Erfahrungen wenigstens um den Dritteil 
billiger bedient werden, wenn er eine eigene Stelle schafft und 
das Glück hat, diese richtig zu besetzen. 
MRekapitulation. 
Das Fürstentum Liechtenstein ist von einer größeren An- 
zahl Wildbäche und Rüfen angeschnitten. Vielerorts müssen sich die 
Zustände verschlimmern, wenn nicht künstlich Einhalt gethan wird. 
Als Mittel werden anempfohlen: 
1. Schaffu»4 und Vflege eines Schußwaldstreifens über die 
steilen Halden des am Westabhange des Gebirgs8zuges von 
der Südgrenze bis zur Nordgrenze des Staates. Die 
flachern Alpenweiden und diejenigen Gegenden, wo kein 
Wald metr >o»ogen werden kann, bleiben ausgenommen, 
ebenso 515 “;elände, wo weder Auswaschung noch Stein- 
schlag zu %“ürchten it; 
- Verbauur > >xv Bäche. Dieselbe wird eine jehr wesentliche 
Besserung ver Lage bringen, aber nicht überall vollständiges 
Aufhören der Geschiebeführung ins Thal zur Folge haben 
können. Wenn die verschiedenen Bäche verbaut werden 
wollen, "9 ist anzuempfehlen : 
a) eine eigene, technische Stelle zu errichten ; 
b) für richtige Ausbildung einheimischer Arbeitskräfte zu 
sorgen. 
Ein Unterlassen der Verbauung kann sehr fatale Folgen 
haben, hauptsächlic, : 
1. beim Schindelholzbach (Schlipf des angerissenen Stücfe8Wald); 
2. bei dor Forstrüfe (Nachschlipfen eines großen Bodenkom- 
plexes boi Ober-Planken) ; 
3. bei der KSracherrüfe (Ruin des Waldes und Bildung einer 
Anbruchstzlle von ganz abnormal großen Dimensionen). 
St. Gallen, im August 1894. 
A. Sulser, Ingenieur.
	        

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