Volltext: Führer durch Vorarlberg und Liechtenstein

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des Grafen von Bregenz geboren, am 27, Aug. 996 als 
Bischof von Konstanz gestorben. An: diesem Tage zahl- 
reiche Prozessionen, 
Riedenburg. Weg im Thale an der alten Lauteracher 
Strasse, nur wenige Minuten, Noviziatshaus der Ööster- 
reichischen: Provinz des Ordens der: Damen du Sacre coeur, 
deren Hauptzweck Erziehung der weibl. Jugend. Pensionat 
von 70—89 Zöglingen besucht, den vornehmsten Ständen 
angehörend, seit 1854 im Besitz des Ordens, Klosterkirche 
kann besichtigt werden. 
- Von hier erreicht man-in !/, Std. Mehrerau. Urkund- 
lich schon im 11; Jahrh. als Kloster erwähnt, jedenfalls 
aber weit früher von Benediktinern gegründet. 1807 wurde, 
nachdem Vorarlberg bayerisch geworden, das Kloster auf- 
gehoben, die schöne Kirche aber leider abgebrochen und 
ihre Steine zum Hafenbau in Lindau verwendet. 1841 kauften 
sich die aus Aargau vertriebenen Cisterzienser hier an und 
erneuerten so diese Stätte der Bildung. Sie leiten eine 
Knabenerziehungsanstalt mit 5 Latein- und 2 Realschul- 
klassen. Die in romanischem Stil neuerbaute Kirche mit 
Glasmalereien, auch sonst schön ausgemalt und das Refek- 
torium mit einer von einem Pater gefertigten astronomischen 
Uhr sehr sehenswert. * 
Besuchtester Aussichtspunkt ist weiter der Pfänder, 
1060 m, seiner prachtvollen und grossartigen Rundschau 
wegen auch Rigi des Bodensee’s genannt. Der kürzeste 
Weg führt durch die Stadt über Berg Isel, Gschlief 1'/, Std. 
Fahrweg über Gebhardsberg, Fluh (Wirtschaft) 2-21 Std, 
bis zum Pfänderhotel. (Zimmer fl 1.30 bis fl 1.50.) Fuhr- 
werk: Zweispänner fl9 bis fl 10. Maultiere zum Reiten 
fl 4. — Telephon-Verbindung mit der Stadt. 
2, In den Bregenzer Wald. 
Der Bregenzer Wald, der nördliche Teil Vorarlbergs, 
erstreckt sich ‚zwischen Rhein, Ill, Lech und Iller, 
Der „Wald“ wird er kurz und bündig von dem ihn De- 
wohnenden Volke genannt. Er ist ein verhältnismässig noch 
dicht bewaldetes, von zahlreichen Seitenthälern durch- 
schnittenes Bergland und bietet eine‘ Menge schöner und 
lohnender Fusstouren.“ Ein buntes: Gemisch von Wald, 
Wiesen und Matten; kleinen Thälern und Mulden und. einzel-
	        

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