Volltext: Fürstin Eleonore Liechtenstein

Emin 
lichen Lage: „I< habe“ , schrieb er seiner Frau, „zwei un- 
garische Bataillone, drei Bataillone deutsche Infanterie, drei 
Divisionen Chevauxlegers, zwei Hußaren-Divisionen. Prinz 
Eugen hat Bosnien nicht erobert, Hildburghausen ist bei 
Banjaluka geschlagen worden und sie hatten andere Armeen als 
im. Z< habe gar keine Kenntniß von der Hauptarmee und 
auf das Corps der Croaten kann ih mich gegen die Türken 
nicht verlassen; ich werde Gott danken, wenn er mich aus 
dieser gefährlichen Lage mit Ehren herauszieht, damit ich 
nicht nach vierzig Dienstjahren in Schande und Noth ge- 
rathe.“ Nach einigen Wochen bekam er Zuzug und konnte 
die Belagerung von Dubitza beginnen. Als am 23. April 
eine Bresche geschossen war, stürmten die Kaiserlichen, wur- 
den jedoch zurüFgeworfen, die Türken drangen durch die 
Bresche heraus und nahmen sogar eine Batterie. Da die Stadt 
nicht völlig umschlossen war, konnte eine Truppe türkischer 
Cavallerie zu Hilfe eilen und die Besatzung verstärken. Die 
Türken wollten auch die Brücke über die Unna verbrennen, 
wurden jedoH von den Kaiserlichen verjagt. Fürst Karl 
hatte am Kampfe selbst theilgenommen, glaubte sich jedoch 
geschlagen und außer Stande, die Belagerung fortzusetzen. 
Auf die Nachricht, daß neue Züge türkischer Cavallerie im 
Anzuge seien, ging er über die Unna zurück und ließ an der 
Brücke ein Bataillon als Besatzung. Die Türken standen 
jenseits, die Oesterreicher dieSseits der Unna und so blieben 
die Dinge drei Monate lang, ohne daß etwas in Croatien 
von Bedeutung geschah. Wohl kamen dann Verstärkungen, 
aber Fürst Karl war so erkrankt, daß er am 18. Zuli das 
Commando an den General de Vins übergab und nach Agram 
abreiste. 
Wolf, Eleonore Liebtenstein. 
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