Volltext: Das Fürstentum Liechtenstein und der gesamte Fürst Johann von und zu Liechtensteinsche Güterbesitz

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gruft beigesetzt wurde'). Das Secundogenitur-Fideikommiß 
wurde mit Beschluß des k. k. Landesgerichtes Brünn vom 
24. Februar 1909 dem zweitgeborenen Sohne des Prinzen 
Alfred von und zu Liechtenstein, Sr. Durchlaucht dem 
Prinzen Alois von und zu Liechtenstein zugesprochen, 
welcher gegenwärtig Fideikommißherr auf Groß-Ullersdorf ist. 
Das Schloß in Groß-Ullersdorf, welches in seiner ursprüng- 
lichen Anlage und architektonischen Gestaltung wohl erhalten 
ist, wurde zwischen 1580 bis 1589 erbaut. 
a) Landwirtschaft 483.67 ha. 
Hof Groß-Ullersdorf mit 147:50 Aa in eigener Regie; 
Hof Reitendorf 124:55 ha, Weikersdorf mit dem Vorwerk 
Annahof 196-836 Aa, beide verpachtet an die Müglitzer 
Zuckerfabrik. Einzelnverpachtungen entfernt gelegener 
Parzellen 15-26 ha, Gärten, Park, Wässer, Wege und 
Bauarea 48:69 ha. 
Industrialien: Ziegelei in Groß-Ullersdorf, Bleiche in 
Reitendorf, letztere verpachtet an Richard Schmiedt eben- 
dort. Gasthauskonzessionen: Gasthaus zum „goldenen 
Kreuz“ in Groß-Ullersdorf, verpachtet an Adolf und Berta 
Wiche; Schutzhaus am Heidebrünnel, Gemeinde Winkels- 
dorf, verpachtet an Adolf und Marie Thiel; Schutzhaus 
am Kleinen Vaterberg (Schweizerei), verpachtet an Gustav 
und Amalie Gottwald. 
Patronatspfarren und Kirchen: Groß-Ullersdorf und 
Wüst-Seibersdorf. 
Herrschafisdirektion in Groß-Ullersdorf, Post, Tele- 
graphen- und Telephonstation daselbst, Eisenbahnstation 
Bad Ullersdorf: 
Domänenrat Josef Ritter Ettmayer v. Adelsburg, 
Ritter des kais. österr. Franz Joseph-Ordens, 
') Vgl. „Rudolf Fürst von und zu Liechtenstein +“. (Bio- 
graphie mit Porträt.) In: Verhandlungen der Forstwirte von 
Mähren und Schlesien. 1. Heft 1909, S 39—429.
	        

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